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Peutenhausener Feuerwehrleute verfolgten Abstimmung über ihr künftiges Gerätehaus

Großes Interesse am neuen Domizil

Peutenhausen
erstellt am 11.10.2018 um 18:57 Uhr
aktualisiert am 14.10.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Peutenhausen (SZ) Beim Bau des neuen Peutenhausener Feuerwehrhauses gibt es offenbar keine größeren Hürden zu nehmen.
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Lediglich die Untere Naturschutzbehörde hat "erhebliche Bedenken" gegen den Standort zwischen Osterham und dem neuen Gewerbegebiet geäußert.

16 Besucher in einer Gemeinderatssitzung - das hat man in Gachenbach nicht oft. Doch die Peutenhausener Feuerwehrleute wollten am Dienstagabend schon zahlreich mitverfolgen, wie sie der Gemeinderat ihrem neuen Domizil wieder zwei Schritte näher brachte. Jeweils einstimmig gab das Gremium die erste Planung für das Gebäude frei und beschloss, dass der für den Bau erforderliche Bebauungsplan noch einmal überarbeitet und erneut öffentlich ausgelegt wird, um im Aufstellungsverfahren weiterzukommen, an dessen Ende dann das Baurecht für das Feuerwehrhaus steht.

Das Gebäude selbst mit seinem schön geschwungenen Dach könne man durchaus herzeigen, meinte Bürgermeister Alfred Lengler - das sei wichtig, schließlich wolle man hier am Ortseingang keinen "viereckigen Klotz" haben. Er habe die Baupläne schon der Feuerwehr gezeigt, "da habe ich 100 Prozent Zustimmung geerntet", berichtete Lengler. Das Gebäude, das in Massivbauweise errichtet wird, verfügt unter anderem über drei Stellplätze (von denen erst einmal zwei genutzt werden), getrennte Umkleiden und Sanitärräume für Männer und Frauen, eine Werkstatt, einen Schulungsraum, einen Jugendraum, eine Teeküche, Lagerräume und Fußbodenheizung.

Die Kosten bezifferte Lengler mit 1,65 Millionen Euro. "Wir versuchen, das aus dem Haushalt raus zu finanzieren", sagte der Bürgermeister, weitere Schulden sollen also möglichst nicht aufgenommen werden. Dabei setzt man auch auf die tatkräftige Unterstützung der Feuerwehrmitglieder - Lengler dankte ihnen schon mal "für die zukünftigen freiwilligen Leistungen". Auch einen staatlichen Zuschuss dürfte es geben. Im November soll der Bauplan fertig sein; "von der Genehmigung her, denke ich, gibt es keine Probleme", meinte Lengler. Gleich nach der Frostperiode sollen im Frühjahr die Arbeiten beginnen. Als erstes ist ein Bodenabtrag erforderlich, da es hier eine mehrere Meter dicke Lehmschicht gibt. Die Erdbewegungen umfassen rund 4000 Kubikmeter, sagte Lengler.

Auch den Bebauungsplan für das Sondergebiet für Feuerwehrhaus und Bauhof brachte der Gemeinderat einen Schritt weiter, nachdem im Rahmen des Aufstellungsverfahrens erste Stellungnahmen von Behörden und anderen so genannten Trägern öffentlicher Belange eingegangen waren. Nicht anfreunden mit dem Standort für das Feuerwehrhaus - direkt an der Hauptstraße, nordöstlich des kleinen Wäldchens zwischen Osterham und dem neuen Gewerbegebiet - konnte sich lediglich die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt. Durch den Bau werde die Verbindung eines landschaftlichen Vorbehaltsgebiets (eben des Hölzchens) zum Paartal getrennt. Diese Gefahr sah der Gemeinderat nicht, beschloss aber, in die Planung einen ziemlich breiten Grünstreifen aufzunehmen, der das künftige Sondergebiet umrahmt - derzeit ist die Fläche ein Acker. Die Abteilung Immissionsschutz im Landratsamt machte noch auf mögliche Geruchs- (Biogasanlage) und Lärmbelastung (Sägewerk) aufmerksam, doch diese Emissionen hatten schon das neue Gewerbegebiet am Ende nicht verhindert, obwohl sie lange ein Thema gewesen waren. Nun wird der Bebauungsplan noch einmal überarbeitet und dann erneut öffentlich ausgelegt.
Bernd Hofmann
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