Sonntag, 21. Oktober 2018
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Gemeinderat will Figur am Friedhofseingang - Rechnungsprüfer stellen durchwachsenes Zeugnis aus

Gachenbach bestellt den Schutzengel

Gachenbach
erstellt am 12.10.2018 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Gachenbach (SZ) Etwas abgespeckt hat Künstler Karl-Heinz Torge die Schutzengelfigur für den östlichen Friedhofseingang in Gachenbach.
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Dadurch wird das Ganze billiger, 10700 Euro soll alles brutto kosten, sagte Bürgermeister Alfred Lengler in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Und weil nun auch schon Spenden da sind, stolze 6500 Euro, beschloss der Gemeinderat dann doch einstimmig, dass das Kunstwerk in Auftrag gegeben wird.

Bei ihrer Gemeinderundfahrt Ende Juli hatten sich die Räte mit Torge an Ort und Stelle getroffen, um über den Schutzengel zu reden. Dabei gab es durchaus auch skeptische Kommentare, zumal die Figur damals noch 15000 Euro kosten sollte. Manchen war sie auch zu groß, zu wuchtig. Deshalb hat der Künstler jetzt nachgebessert.

Alfred Lengler stellte noch einmal klar, dass es ihm wichtig sei, dass die Figur aufgestellt werde - als "Dankeschön", weil bei all den vielen Baumaßnahmen der vergangenen Jahre in der Gemeinde nie ein Unglück geschehen war. Im Laufe der Arbeiten an der Unteren Ortsstraße war übrigens auch der große Baum gefällt worden, der da stand, wo jetzt der Schutzengeln hinkommen soll. Er war morsch gewesen.

Auch mit einigen weiteren Themen beschäftigte sich der Gachenbacher Gemeinderat:
  • Prüfungsbericht: Ein durchwachsenes Zeugnis hat die Kommunalaufsicht am Landratsamt der Gemeinde Gachenbach nach der überörtlichen Rechnungsprüfung ausgestellt. "Die Gemeinde wird weiterhin gewissenhaft und sachkundig verwaltet", heißt es zum einen im Abschlussbericht über die Prüfungsjahre 2013 bis 2017. Zum anderen werden grundlegende Mängel im Personalwesen genannt, und "auch bei der Vergabe von Aufträgen wurden die gesetzlichen Vorgaben in erheblichem Umfang missachtet". Das hört sich nun alles offenbar schlimmer an als es wirklich ist: Bei den Aufträgen, die ohne Ausschreibung vergeben wurden, habe es sich "um kleine Sachen, ein paar Tausend Euro" gehandelt, erklärte Lengler, um Aufträge also, wo man bei einer regelkonformen Ausschreibung, die ja mit einem gewissen Kostenaufwand verbunden sei, sowieso keine Angebote erhalte. Und bei den Mängeln im Personalwesen sei es um die Zahlung einer Schmutzzulage für Bauhofmitarbeiter gegangen.
 
  • Parkende Laster: Von Bürgern aus dem gesamten Gemeindegebiet werde er immer wieder auf schwere Lastwagen angesprochen, die in zum Teil schmalen Straßen parken, berichtete Lengler. Nicht nur den Anliegern seien die ein Dorn im Auge, sondern auch der Gemeinde: Stehen schwere Fahrzeuge längere Zeit auf nicht dafür ausgelegten Straßen, könnten Dellen im Asphalt entstehen. Kann man diese Lastwagen aus den Ortschaften heraushalten? "Ich würde gerne mal mit der Polizei schauen, was machbar ist", sagte Lengler, und seine Gemeinderäte beauftragten ihn genau damit.
 
  • Dem Haushalt des kirchlich betriebenen Kinderhauses stimmte der Gemeinderat zu. Im laufenden Jahr entsteht ein Betriebskostendefizit von 48000 Euro, das die Gemeinde zu 90 Prozent übernimmt.
 

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<h2>Machtlos gegen Grünastbruch</h2>

 

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<p>Sattelberg (bdh) Ein dicker Ast ist auf den Sattelberger Spielplatz gekracht - und zwar nicht beim jüngsten Sturm, sondern zwei Tage danach. Hier handle es sich um einen "Grünastbruch", schreibt ein offenbar sachkundiger "besorgter Familienvater" und bittet die Gemeinderäte, sich doch einmal Gedanken darüber zu machen, ob sie es verantworten könnten, wenn beim nächsten derartigen Grünastbruch ein oder mehrere Kinder verletzt werden oder sogar sterben. <br /><br />"Mit so einer Keule zu kommen, das tut schon weh", meinte Bürgermeister Alfred Lengler, zumal der besorgte Vater leider vergessen hatte, auf dem Brief seinen Namen anzugeben.  Deswegen bittet Lengler ihn nun, sich bei ihm zu melden, denn: "Mit dem Reden bringt man die Leut' zusammen. " Und hier bestehe sicherlich Gesprächsbedarf. <br /><br />Denn mal ganz abgesehen davon, dass viele Eltern die großen Bäume neben Spielplätzen durchaus schätzen, weil sie an heißen Sommertagen Schatten spenden: Wo fängt man an mit dem Abholzen aus Sicherheitsgründen, wo hört man auf?  Auch auf den Schulwegen drohe Kindern Gefahr von herabstürzenden Ästen, hieß es im Gemeinderat; an Straßenbäumen könnten Autofahrer den Tod finden.  Müsse man sie deswegen schon beseitigen?  Kranke, morsche Bäume könne die Gemeinde fällen, sagte Lengler, aber wenn bei einem gesunden Baum ohne Vorwarnung ein Ast abbricht, das werde man nicht verhindern können.  Dennoch will die Gemeinde etwas für die Sicherheit tun: Sie plant derzeit ein Baumkataster, das auch Angaben zum Zustand von großen Bäumen im Gemeindebereich enthält.</p>

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Bernd Hofmann
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