Dienstag, 16. Oktober 2018
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Ein neues Konzept für die städtischen Museen und ihr Umfeld soll entwickelt werden

Etwas Pfiffiges mit Gastronomie und Kleinkunst

Schrobenhausen
erstellt am 16.05.2018 um 17:20 Uhr
aktualisiert am 19.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (jsp) Geld investieren in das Museum am Pflegschloss und ins Spargelmuseum?
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Ja, sagen die Schrobenhausener Stadträte. Aber es muss noch mehr dabei herauskommen. Ein neues Konzept soll auch das Areal um die beiden Einrichtungen herum erfassen und mit Leben füllen. Nur unter dieser Bedingung gab es einen einstimmigen Stadtratsbeschluss.

Dass etwas an der Konzeption für die beiden Museen getan werden müsse, leuchtet Georg Berger (proSob) ein. Aber etwa eine Million Euro lediglich für eine neue Inneneinrichtung, da hat der Richter eine klare Haltung: "Das ist mir zu viel Geld. " Berger wirft sein Auge auf den Platz rund um das Pflegschloss im Museumsviertel: "Der Platz dahinten ist der schönste in Schrobenhausen. " Gut, er räumt ein, dass es im Moment "ein Problem mit der Außentreppe" gebe und der Abgang zu den öffentlichen Toiletten "schrecklich" aussehe. Im Umfeld des Museums müsse mehr geschehen. Es müsse Leben dort hin gebracht werden. Berger denkt an die Etablierung von Gastronomie und mehr Kleinkunst.

Unterstützung bekommt Berger von Stefan Eikam (SPD). "Wir müssen etwas tun, es ist wichtig dass dort etwas passiert. " Allerdings geht ihm der Vorschlag der Verwaltung zu weit, auch gleich die Umsetzung eines neuen Konzeptes freizugeben. "Stellt uns zwei, drei Sachen vor", sagt Eikam in Richtung von Museumschefin Claudia Freitag-Mair. Dann könne der Stadtrat über die genaue Umsetzung beraten und beschließen.

Alle Museen hätten derzeit Probleme, zeigt sich Rudi Koppold (FW) nicht begeistert von einer Investition. "So attraktive Ausstellungen wie Hundertwasser haben wir nicht immer in Schrobenhausen. " Sein Fraktionskollege Günther Schalk widerspricht: "Wir haben 20 Jahre nichts für unsere Museen gemacht. " Entweder es werde ein neues Konzept entwickelt, oder die Museen müssten geschlossen werden, was für ihn aber nicht infrage komme. Das Spargelmuseum müsse so konzipiert werden, dass auch dort in Zukunft immer wieder etwas Neues zu sehen sei.

In die gleiche Kerbe schlägt verbal Kulturreferent Klaus Englert (CSU). Viele Tagungen und Treffen von Firmen fänden auch wegen der Museen in Schrobenhausen statt. Der Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad, der so geschaffen werde, sei auch ein Wert, der nicht zu verachten sei, so Englert. Gleichzeitig erinnert Englert an die ersten Jahrzehnte des Spargelmuseums, das immerhin EU-weite Anerkennung als eines der zehn besten Spezialmuseen gefunden habe. Daran müsse man wieder anknüpfen.

Etwas Spannendes zu machen ist für Bastian Fuchs (CSU) keine Frage des großen Geldes. Sondern eine Frage von pfiffigen Ideen. Und auf die hofft er, wenn ein neues Konzept erstellt wird. Für Fuchs steht fest, dass die Museen auch ein Konzept für eine gute Vermarktung benötigten. Dann würden auch Besucher außerhalb Schrobenhausens auf das Spargelmuseum aufmerksam.
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