Mittwoch, 21. November 2018
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Ehemaliger Pfarrer Nießner beim Patrozinium in Kühbach

Erinnerungen an früher

Kühbach
erstellt am 11.09.2018 um 18:23 Uhr
aktualisiert am 15.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Kühbach (SZ) Pfarrer Adolf Nießner war zum Fest des Kirchenheiligen St. Magnus nach Kühbach gekommen. Er zelebrierte mit Pfarrer Paul Mahl das Patrozinium zu Ehren des Hl. Magnus.
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Pfarrer Adolf Nießner kam zum Patrozinium zu Ehren des Hl. Magnus nach Kühbach und zelebrierte mit Pfarrer Paul Mahl die Messe.
Pfarrer Adolf Nießner kam zum Patrozinium zu Ehren des Hl. Magnus nach Kühbach und zelebrierte mit Pfarrer Paul Mahl die Messe.
Monzer
Kühbach
Im Altarraum war ein altes Meßgewand ausgestellt, das die Äbtissin Helene von Lerchenfeld zur Weihe der Kirche anfertigen ließ. Nach dem Gottesdienst nahmen die Kirchenbesucher, darunter viele ehemalige Ministranten, die Gelegenheit wahr den ehemaligen Pfarrer persönlich zu treffen. Pfarrer Nießner war von September 1986 bis September 1995 Pfarrer in Kühbach.

"Ein schönes Gefühl, wieder hier stehen zu dürfen, hier in dieser schönen Kirche, und irgendwie kommt es mir wie gestern vor, als ich zum ersten Mal hier stand im September 1986", sagte Nießner zu Beginn seiner Predigt. "Oft und gerne denke ich an die Jahre, da ich hier Pfarrer sein durfte" betonte er weiter. Er erinnerte sich besonders an die 300-Jahr-Feier der Kirche St. Magnus vor 29 Jahren, wo er mit Vertretern der Pfarrei und politischen Vertretern und als besonderen Gästen zwölf Benediktinerinnen und Graf Philipp von Lerchenfeld mit seiner Gattin in die Kirche einzog. Für die Benediktinerinnen ist Kühbach bis heute ihr Mutterkloster, von dem sie abstammen. In Benediktinerinnen-Kloster in Fulda hängt am Eingangsraum ein großer Stich mit der Abbildung des Klosters St. Magnus in Kühbach.

Aus Kirchenführern von Karl Christl und Rudolf Wagner und persönlichen Gesprächen weiß Nießner, dass die Äbtissin beim Bau der Kühbacher Kirche Helene von Lerchenfeld hieß und aus dem Schloss in Prüfening bei Regensburg kam. Schon 40 Jahre vorher kam eine Äbtissin vom gleichen Schloss, Francisca von Lerchenfeld. Sie verstand es, ihr Kloster auch im 30-jährigen Krieg zu führen. Doch sie musste Plünderungen durch die Schweden erleben und starb schließlich bei der Vertreibung aus dem Kühbacher Kloster. Es ging aber bald wieder aufwärts und das Kloster erholte sich unter der Leitung der nächsten zwei Äbtissinnen, und als 1685 die junge Schwester Helene zur Äbtissin gewählt wurde, begann die gigantische Bautätigkeit. Helene von Lerchenfeld ließ zunächst die Kirche neu erstehen und dann wurden die Klosteranlagen erneuert und erweitert. Möglich wurde dies wohl nur durch die kräftige Unterstützung des Hauses Lerchenfeld in Prüfening. Zur Weihe der Kirche ließ die Äbtissin ein eigenes Meßgewand fertigen, das sich noch heute in der Kühbacher Kirche befindet.

Nießner erinnert sich noch, dass es sich, als er noch in Kühbach Pfarrer war, in einem sehr jämmerlichen Zustand befand. Er zeigtees bei der 300-Jahrfeier nach dem Gottesdienst dem Nachkommen der großen Äbtissin, Graf Philipp von Lerchenfeld. Dieser war sehr beeindruckt von dem Messgewand, in dem auch das Stammwappen eingewebt ist, und bat die Renovierung sofort durchführen zu lassen und ihm die Rechnung (laut einem Gutachten kostete die Renovierung 12000 DM) zu schicken.
Helene Monzer
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