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CSU-Stadtrat Beppo Plöckl ärgert sich über lange Wartezeiten an Ampel

Desaster am Perger Platz

Schrobenhausen
erstellt am 11.10.2017 um 15:46 Uhr
aktualisiert am 15.10.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (jsp) Ein Desaster sei derzeit die Situation an der Ampel am Perger Platz, meint der Schrobenhausener CSU-Stadtrat Josef "Beppo" Plöckl. Vom östlichen Bürgermeister-Stocker-Ring kommend hätten im Moment gerade mal ein Handvoll Autos in einer Grünphase eine reelle Chance, in die Regensburger oder in die Lenbachstraße zu gelangen.
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Lange Autoschlangen an der Ampel im östlichen Bürgermeister-Stocker-Ring stören den CSU-Stadtrat Beppo Plöckl..
Lange Autoschlangen an der Ampel im östlichen Bürgermeister-Stocker-Ring stören den CSU-Stadtrat Beppo Plöckl.
Spindler
Schrobenhausen
Das müsste sich doch ändern lassen.

Für Plöckl heißt die Lösung: intelligente Ampel. Die Anlage am Perger Platz müsste sich doch ähnlich schalten und ausstatten lassen, wie die Ampel am Gritscheneck, wo Kameras das Verkehrsaufkommen registrierten und die Grünphasen entsprechend regulieren würden. "Das funktioniert doch gut dort", sagt Beppo Plöckl.

"Wir haben dort ja eine halb-intelligente Ampel", sagt dazu Schrobenhausens Stadtbaumeister Axel Westermair mit Blick auf den westlichen Bürgermeister-Stocker-Ring. Denn dort habe die Stadt zusammen mit der Firma Siemens, die sich für die Schaltung der Anlage verantwortlich zeichnet, auf Wunsch der Stadtverwaltung eine Kamera installiert. Soll heißen: Das Verkehrsaufkommen im westlichen Bürgermeister-Stocker-Ring fließe schon bis zu einem gewissen Maß in die Ampelschaltung mit ein. Aber eben auch nur zum Teil.

Die Ampel am Perger Platz, so Westermair weiter, sei nicht zum ersten Mal Gesprächsthema mit der Firma Siemens. Schon in der Vergangenheit habe es Versuche gegeben, die Ampel anders zu programmieren. Aber, so Westermair weiter, jedes Mal habe es wieder zu Diskussionen geführt. "Egal, wie wir sie umschalten, bedeutet es immer, wenn wir jemanden mehr Grünphase geben, müssen wir einem anderen Ast etwas wegnehmen." Westermair gibt Plöckl aber in einem Punkt recht: Die Grünphase im östlichen Stocker-Ring sei relativ kurz, die Wartezeit bis zur nächsten Grünphase dauere derzeit etwa 115 Sekunden - also fast zwei Minuten. Und das ist für ihn wie auch für die Verkehrsplaner von Siemens fast schon das höchste der Gefühle. Mehr sei den wartenden Autofahrern nicht zuzumuten.

Bei den Gesprächen mit den Verkehrsexperten von Siemens habe sich immer wieder gezeigt, dass die Schaltung der Ampel sehr diffizil sei. Schließlich müsse nicht ausschließlich die Kreuzung am Perger Platz berücksichtigt werden, sondern auch die anhängende Einmündung der Bahnhofstraße.

Westermair geht sogar noch einen Schritt weiter. "Am besten läuft der Verkehr dort, wenn die Ampel aus ist." Möglicherweise, so Westermairs Vorschlag, sollte die Stadt nochmals einen externen Verkehrsplaner fragen, wie eine andere Lösung aussehen könnte.

Der Stadtbaumeister dämpft aber zu hohe Erwartungen an ein solches Gespräch. Alleine einen Termin mit den Experten bei Siemens zu bekommen, dauere locker vier Wochen. Westermair: "Es ist ein Problem, das wir nicht mit einer Änderung der Zeitschaltung in den Griff bekommen werden."

Jürgen Spindler
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