Freitag, 14. Dezember 2018
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Voraussichtlich Ende des Monats wird Umbau der B300-Kreuzung bei Mühlried beendet - Ampel geht später in Betrieb

In zwei Wochen soll der Verkehr wieder rollen

Mühlried
erstellt am 12.10.2018 um 12:41 Uhr
aktualisiert am 17.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Mühlried (SZ) In etwas mehr als zwei Wochen soll der Umbau der Mühlrieder B300-Kreuzung beendet sein. Die Bauarbeiten laufen nach Worten von Arne Schönbrodt, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt, ganz nach Plan. Sogar die Ampel könnte bis spätestens Ende November in Betrieb genommen werden.
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Läuft derzeit nach Plan: Das Staatliche Bauamt ist zufrieden mit dem Umbau der B300-Kreuzung bei Mühlried. Bis Ende des Monats sollen die Arbeiten erledigt sein.
Läuft derzeit nach Plan: Das Staatliche Bauamt ist zufrieden mit dem Umbau der B300-Kreuzung bei Mühlried. Bis Ende des Monats sollen die Arbeiten erledigt sein.
Haßfurter
Mühlried
Derzeit läuft auf der Baustelle zwischen dem Kreisel am Mühlrieder Mitterweg und der unfallträchtigen Einmündung in die B300 alles nach Plan. Das gute spätsommerliche Wetter spielt dem Staatlichen Bauamt in Ingolstadt, das für den Umbau verantwortlich zeichnet, in die Hände, die Bauarbeiten laufen derzeit vollkommen problemlos. Wie Arne Schönbrodt, der zuständige Abteilungsleiter für den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, auf Anfrage erklärt, könnte der Straßenbau bis Ende des Monats fertiggestellt werden. Bis zum 31. Oktober will das Staatliche Bauamt die Einmündung in die B300 auch wieder für den Verkehr freigeben, kündigt Schönbrodt an.

Die geplante temporäre Ampel, wie Schönbrodt die neue Lichtzeichenanlage immer wieder gerne nennt, soll bis spätestens Ende November in Betrieb genommen werden. Die Fundamente für die Peitschenmasten, die die eigentliche Ampel über der Fahrbahn sicher hängen lassen, sind laut Schönbrodt bereits teilweise betoniert worden. Die noch fehlenden Fundamente sollen in den kommenden Tagen folgen. "Aufgrund des Bauablaufs - Umbau der Fahrbahnteiler - konnten die Fundamente nicht früher betoniert werden", erklärt Schönbrodt. Und der Beton braucht seine Zeit bis er so fest ist, dass er die großen Ampelmasten auch bei Sturm und Wind festhält. Darum sei beim Bau jetzt auch Beton genutzt worden, der nicht die üblichen 28 Tage zum kompletten Aushärten benötige, so Schönbrodt weiter.
Läuft derzeit nach Plan: Das Staatliche Bauamt ist zufrieden mit dem Umbau der B300-Kreuzung bei Mühlried. Bis Ende des Monats sollen die Arbeiten erledigt sein.
Läuft derzeit nach Plan: Das Staatliche Bauamt ist zufrieden mit dem Umbau der B300-Kreuzung bei Mühlried. Bis Ende des Monats sollen die Arbeiten erledigt sein.
Spindler
Mühlried



Wann die Ampel genau in Betrieb geht, ist maßgebend für eine Neuerung an der Einmündung in die viel befahrene Bundesstraße. Die neue Rechtsabbiegerspur von Mühlried auf die B300 werde erst freigegeben, wenn auch die Ampel ihren Dienst tut, erklärt Schönbrodt. Alles andere wäre einfach viel zu gefährlich. Und noch etwas hängt mit dem Betrieb der Ampel zusammen: Die bislang gesperrte Rechtsabbiegerspur von der B300 nach Mühlried soll dann ebenfalls wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Während also an der provisorischen Ampel am der B300-Kreuzung gebaut wird, laufen auch die Planungen für den richtigen Ausbau des Knotenpunkts weiter, wie Stefanie Giestl-Rieß auf Anfrage erklärt. Denn die Ampel soll keine Dauerlösung sein. Vielmehr möchte das Staatliche Bauamt so schnell wie möglich einen sogenannten höhenfreien Übergang schaffen. Soll heißen, niemand, der in Zukunft auf die B300 auffahren möchte, muss die Straße - so wie jetzt - direkt überqueren, sondern kann Über- oder Unterführungen benutzen. "Die Planungen liegen nicht auf Eis", sagt Giestl-Rieß klar und deutlich. Die für die großen Planvorhaben des Staatlichen Bauamtes zuständige Abteilungsleiterin sagt aber genauso deutlich, dass die B300-Kreuzung bei Mühlried eines von vielen Projekten der Ingolstädter Behörde ist. Und aus Sicht des Bundes, der den größten Batzen der Kosten tragen muss, sei das Vorhaben eines von noch sehr viel mehr Vorhaben in der Republik. Im Bundesverkehrswegeplan sei der Ausbau des Knotenpunktes jedenfalls nicht vorgesehen, deswegen müsse das Staatliche Bauamt in Ingolstadt auch um die Haushaltsfreigaben beim Bund kämpfen. Sobald die Mittel in Berlin zur Verfügung gestellt würden, könnte auch das Planfeststellungsverfahren auf den Weg gebracht werden. Einen klaren Zeithorizont, wann der Ausbau beginnen könne, kann und will Giestl-Rieß derzeit nicht aufzeigen.

 

Die Ruhe genießen, solange es noch geht

Mühlried (jsp) Ruhe. Hans Steinberger (Foto) in Mühlried genießt sie in seinem Garten. Der Initiator der Mühlrieder Bürgerinitiative für den Bau einer Ortsumgehung spürt dank einer Baustelle, wie es im Mitterweg sein könnte: "Es ist so, wie wir es uns vorstellen. "

 
Picasa, Spindler, Jürgen, Schrobenhausen
Mühlried

So möchte es Steinberger am liebsten haben und das so schnell wie möglich. Dank der Baustelle zwischen dem Mühlrieder Kreisel am Mitterweg und der Einmündung zur B300 bekommt Steinberger einen Vorgeschmack darauf, wie es ist, wenn mal keine schweren Lastwagen mehr durch seinen Heimatort brausen. Denn vor allem der Schwerverkehr, der durch Mühlried direkt zur B300 rollt, macht einen gehörigen Lärm. Von den Abgasen mal ganz zu schweigen.

Während der laufenden Bauarbeiten hat Steinberger bisher vor allem sogenannten Ziel- und Quellverkehr wahrgenommen. Im Vergleich zu den sonstigen Verhältnissen ist es ihm fast schon etwas zu ruhig. Vor allem, weil er natürlich auch weiß, dass diese Ruhe nicht mehr lange anhalten wird, weil der Umbau der Kreuzung in ein paar Wochen ja beendet sein wird. Und dann brechen wieder alte - laute - Zeiten an.

Steinberger setzt darauf, dass das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumfahrung - auch als Nordost-Tangente bekannt - bald beendet sein wird. Ob dann auch gebaut werden kann, weiß Steinberger nicht. Aber, er hofft sehr, dass er noch zu seinen Lebzeiten den Bau der Umgehung erlebt. Mit einem Schmunzeln im Gesicht sagt er dazu: "Dafür müssen wir aber sehr alt werden. . . "
Jürgen Spindler
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