Sonntag, 23. September 2018
Lade Login-Box.

Gesamter Verkehr aus dem und ins Donaumoos wird über das Stadtgebiet und Waidhofen abgeleitet

B300-Abfahrt Mühlried ab Montag für sechs Wochen dicht

Schrobenhausen
erstellt am 11.09.2018 um 14:25 Uhr
aktualisiert am 15.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (mpy) Ab kommenden Montag, 17. September, wird in Mühlried an der B300-Kreuzung gebaut. Eine Ampelanlage soll dafür sorgen, dass es hier künftig nicht mehr zu schweren Unfällen kommt. Mehrmals sind hier in den vergangenen Jahren Autofahrer ums Leben gekommen.
Textgröße
Drucken
 
Wie das Staatliche Bauamt in Ingolstadt als Bauherr mitteilt, muss die B300-Kreuzung bei Mühlried voraussichtlich für sechs Wochen komplett gesperrt werden. Der Kreisverkehr im Mitterweg und die B 300 selbst bleiben während der Bauzeit aber befahrbar.

Im November soll die Ampel auf der B300 bei Mühlried in Betrieb gehen. Während der Bauphase ist die gesamte Abfahrt gesperrt.
Im November soll die Ampel auf der B300 bei Mühlried in Betrieb gehen. Während der Bauphase ist die gesamte Abfahrt gesperrt.
SZ-Archiv
Schrobenhausen
Nachdem es in Schrobenhausen keine Umgehungsstraße gibt, werden auch die Nachbargemeinden diese Sperrung zu spüren bekommen. Der Verkehr, der die B300-Abfahrt Mühlried normalerweile benutzt, wird von Osten her über Waidhofen, Gröbern und Brunnen umgeleitet. Der Verkehr von Western her muss ebenfalls durchs Stadtgebiet, wie auch der gesamte Verkehr, der sonst aus Neuburg und dem Donaumoos über Mühlried auf die B300 fährt.

Auch für die Schwerlasttransporte von Schrobenhausener Unternehmen ändert sich etwas. Die werden sonst des Nächtens über die Rieselbrücke und durch Mühlried zum überörtliche Fernstreckennetz geleitet. "Da sind entsprechende Absprachen mit den betroffenen Firmen getroffen worden", berichtet Arne Schönbrodt vom Staatlichen Bauamt.

Er ist guter Dinge, dass die Bauarbeiten in Mühlried bis voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen sein sollten. Da die Arbeiten witterungsabhängig sind, können sich die genannten Termine verschieben.

Das Staatliche Bauamt setzt sehr darauf, dass die Ampelanlage dafür sorgt, dass es künftig keine schweren Unfälle mehr gibt. Zumindest solange, bis in Mühlried eine richtige Überführung gebaut wird, damit dort niemand mehr die Bundesstraße ebenerdig kreuzen muss. Aber bis es so weit ist, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. Wie viele Jahre das Verfahren in Anspruch nimmt, kann zurzeit noch niemand prognostizieren.

Neben der Errichtung der temporären Ampel auf der Bundesstraße wird an den Mitterweg eine zusätzliche Rechtseinbiegespur angebaut, damit künftig Links- und Rechtseinbieger, die vom Mitterweg in die B 300 einbiegen wollen, zeitgleich und sicher nebeneinander einbiegen können. "Durch das parallele Einbiegen können die Rotzeiten auf der B 300 verkürzt und somit auch die Wartezeiten und Rückstaus für den Bundesstraßenverkehr verringert werden", kündigt Schönbrodt an.

Und noch etwas wird bei dieser Gelegenheit mit gemacht: Zwischen dem Kreisverkehr und der B300 gibt es einige Straßenschäden, die im Zuge der Arbeiten beseitigt werden.

Um die temporären Ampelanlage zu errichten, müssen die Fahrstreifen der B 300 im Kreuzungsbereich zeitweise eingeengt werden. Die Geschwindigkeit der B 300 wird dann im Baustellenbereich vorübergehend auf Tempo 40 begrenzt. "Die B300 bleibt aber während der gesamten Bauzeit für den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen befahrbar", verspricht Schönbrodt. Die Ampelanlage soll dann nach Beendigung der Straßenbauarbeiten im November oder Dezember dieses Jahres in Betrieb genommen werden.

Sicherheit ist teuer, auch hier:
Die Kosten für die aufwendigen Straßenbauarbeiten belaufen sich auf rund 360.000 Euro. Die Kosten für die temporäre Ampel betragen weitere 40.000 Euro. Knapp drei Viertel der Kosten trägt die Staatskasse, den Rest muss der Freistaat Bayern einbringen.

Das Staatliche Bauamt Ingolstadt bittet alle Anlieger und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die dringend erforderlichen Straßenbauarbeiten und die hieraus erforderlichen Sperrungen und Umleitungen.
 
Mathias Petry
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!