Sonntag, 15. Juli 2018
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Marlene Joppich und Anna Heider nehmen bei "Jugend musiziert" in Lübeck teil

Am Sonntag gehts zum Bundeswettbewerb

Schrobenhausen
erstellt am 17.05.2018 um 16:04 Uhr
aktualisiert am 21.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) "Knockin' on Holstentor" heißt es derzeit in Lübeck: Seit Donnerstag läuft in der Hansestadt der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". Am Sonntag haben Marlene Joppich aus Schrobenhausen und Anna Heider aus Kühbach ihren großen Auftritt.
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Freuen sich auf ihren großen Auftritt am Sonntag: Marlene Joppich (l.) und Anna Heider.
Freuen sich auf ihren großen Auftritt am Sonntag: Marlene Joppich (l.) und Anna Heider.
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Schrobenhausen
Gehofft, dass man zum Bundeswettbewerb fahren darf, hatten sie beide. Marlene Joppich hat den Augenblick, in dem dann klar war, dass das auch tatsächlich geklappt hat, noch gut in Erinnerung: "Ehrlich gesagt hätte ich das nicht so erwartet, ich war sehr erleichtert und glücklich in dem Moment", erzählt sie. Seit neun Jahren macht die 14-Jährige Musik, spielt Geige und Flöte, wird derzeit von Mina Bartholomé-Voet unterrichtet. Bartholomé-Voet ist es auch, die Marlene zusammen mit den Musiklehrern Cora Krötz und Gabi Rosendorfer nennt, wenn es um musikalische Vorbilder geht. Genau wie Marlene hat auch Anna Heider beim Landeswettbewerb in Regensburg einen ersten Preis mit Weiterleitung erhalten. Da sie jedoch "nur" die Begleitung sei, "ist meine Bewertung für die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb unwichtig", erzählt die 17-Jährige, die seit über zehn Jahren Gitarre spielt und von Peter Maklar unterrichtet wird.

Nun ist es ja so, dass viele gerne ein Instrument beherrschen würden - wenn nur das tägliche Üben nicht wäre? Während sich Marlene "von den Erfolgen und schönen Konzerten und natürlich von meinen Musiklehrern" motivieren lässt, findet Anna: "Wenn man schöne Stücke spielt, fällt einem das Üben nicht so schwer. Allerdings muss ich zugeben, dass ich im Moment trotzdem eher wenig übe, weil ich mit dem Abitur beschäftigt bin." Trotzdem: Durchhänger, also so gar keine Lust zu üben, die kennen sie beide. "Klar, die hat jeder", sagt Marlene. Bei Anna ging einer dieser Durchhänger sogar mal so weit, dass sie dazwischen ein ganzes Jahr Pause einlegte. "Seitdem übe ich aber wieder - mehr oder weniger - regelmäßig", erzählt die 17-Jährige.

Ohne eine gewisse Leidenschaft fürs Instrument funktioniert dennoch freilich überhaupt nichts. "Wenn ich es selbst höre, wie gut es dann klingt und wie man zusammenspielen kann", das fasziniere sie an der Blockflöte, erzählt Marlene Joppich. Während sich Marlene privat eher Musik von Cardi B. anhört, stehen am Sonntag in Lübeck die Werke "Entr'acte" von Jacques Ibert, "Faronells Ground" und "Doulce Memoire" von Diego Ortiz auf dem Programm.

Was dabei überwiegt - Vorfreude oder Nervosität? "Es ist beides ziemlich ausgeglichen", erzählt Marlene Joppich, fügt dann jedoch hinzu: "aber vielleicht ein bisschen die Vorfreude". Exakt festlegen kann sich Marlene beim Thema "Lampenfieber bei öffentlichen Auftritten", ohnehin nicht so recht. Das habe sie "manchmal mehr, manchmal weniger", sagt sie, "kommt auf den Auftritt an". Ein allzeit gültiges Rezept dagegen hat sie jedenfalls noch nicht gefunden, "wenn, dann ist es so, dass ich zittere und dagegen machen kann ich leider nichts". Anders sieht es bei Anna aus: "Eigentlich bin ich kaum nervös und eher damit beschäftigt, Marlene zu beruhigen."

Den großen Traum, etwa auf einem bestimmten Festival aufzutreten, oder in einer der großen Konzerthallen der Welt, hat Marlene nicht. "Ich spiele lieber für mich selber und auf nicht so großen Konzerten", erzählt sie - "aber nein sagen würde ich natürlich nicht." Privat kommt es da schon eher vor, dass sich Marlene, beispielsweise an Weihnachten, von ihrer Mutter am Klavier begleiten lässt; und Anna musiziert privat gern mit einer Freundin. Ein musikalisches Vorbild hat die 17-Jährige nicht: "Ich könnte noch nicht einmal einen Stil nennen, der mich irgendwie besonders fasziniert." Wenn, dann hört sie sich gern Musik von den 1960er- bis 90er-Jahren an. "Auch Film- und Videospielmusik höre ich gerne."

Der Musikwettbewerb "Jugend musiziert" unter dem Dach des Deutschen Musikrates ist ein Leuchtturmprojekt zur Förderung junger Musikerinnen und Musiker, das weltweit Beachtung findet. Über eine dreiviertel Million Kinder und Jugendliche haben in der 55-jährigen Geschichte des "Jugend musiziert"-Wettbewerbs daran teilgenommen.
 
Ute De Pascale
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