Donnerstag, 13. Dezember 2018
Lade Login-Box.

Ein Denkmal für den Orgelbauer

erstellt am 19.09.2003 um 20:10 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 11:52 Uhr | x gelesen
Kühbach (ech) Das altehrwürdige Gotteshaus St. Magnus in Kühbach verfügt über eine neue Orgel. Als ein besonderes Instrument für eine besondere Kirche kann man die "Offner Orgel" sicherlich bezeichnen. Orgelbaumeister Andreas Offner aus Kissing dürfte sich mit dem neuen Instrument im Kühbacher Gotteshaus ein Denkmal gesetzt haben.
Textgröße
Drucken
Geweiht wurde das Instrument von Pater Stefan Kling vom Amt für Kirchenmusik der Diözese Augsburg. Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat hatten es sich im Vorfeld nicht leicht gemacht, um ein passendes Musikinstrument zu finden. Mit der Vergabe an die Orgelbauerfamilie Offner wird eine langjährige Firmentradition fortgesetzt. Bereits in der vierten Generation nämlich arbeitet die Firma Offner in der Kühbacher Kirche. Dies dürfte sicherlich auch den Schritt von Andreas Offner begründen, der ohne Aufpreis die Registerzahl von ursprünglich 21 auf 29 ausbaute. Nach der feierlichen Weihe der Orgel hatte Michael Huber die Ehre, als erster Organist in die Klaviatur greifen zu dürfen. Die Kosten für das Meisterwerk belaufen sich insgesamt auf fast 242 000 €. Beim Festgottesdienst erinnerte Kühbachs Pfarrer Pater Josef daran, dass Orgelmusik "eine eigene Sprache" besitze. Pater Stefan vom Amt für Kirchenmusik gab der Kühbacher Pfarrei den Leitsatz mit auf den Weg: "Mit der Orgel gestärkt in die Welt gehen". Nach der Festpredigt erinnerte Alexandra Höß mit einer alten Orgelpfeife symbolisch an die Vorgängermodelle des jetzigen Instrumentes. Die erste Klosterorgel wurde 1689 erbaut und tat ihren Dienst bis 1854. Ihre Nachfolgerin hielt 110 Jahre. Die 1968 installierte Orgel erklang 30 Jahre lang, bis sie anlässlich der großen Kirchenrenovierung 1998 abgebaut wurde.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Gasteiger bezeichnete die Orgelweihe als krönenden Abschluss eines langen Prozesses. Sein besonderer Dank ging besonders an Kirchenpfleger Alfons Widmann.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!