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Bei der gut besuchten Bürgerversammlung in Oberdolling werden viele Themen angesprochen

Von Rasern und schweigenden Glocken

Oberdolling
erstellt am 07.11.2018 um 18:17 Uhr
aktualisiert am 10.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Oberdolling (DK) Verkehrsprobleme, Fragen zu Abwassergebühren und zu künftigen Neubaugebieten: Ganz verschiedene Anliegen hat Josef Lohr (CSU) am Sonntagabend bei der Bürgerversammlung in Oberdolling gehört.
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Der Bürgermeister hatte in die Roßschwemm geladen - und über 70 Interessierte kamen.

"Oberdolling hat den kleinsten Anteil an der Sanierung der Pförringer Kläranlage. Warum zahlen wir bei den Geschossflächen den höchsten Betrag? " Dies wollte der erste Fragesteller wissen. Bürgermeister Josef Lohr antwortete, jede Gemeinde sei kalkuliert worden, die Kalkulation habe ein Planungsbüro erstellt. Demzufolge hatte Pförring mehr Geschossflächen anzusetzen - dort hatte ein Planungsbüro alle Häuser begangen. Schmunzelnd riet der Rathauschef, alle vorhandenen Geschossflächen zu melden. "Dann wird es billiger. "

Derselbe Fragesteller wollte auch wissen, ob Oberdolling bisher bei den Abwassergebühren von 2,20 Euro "draufgezahlt" hatte. Lohr bejahte dies. Es habe sich insgesamt eine Unterdeckung von rund 175000 Euro ergeben. Die Gemeinde will das Geld allerdings nicht mehr einfordern, sondern bei den Bürgern lassen.

Um eine mögliche Verkehrsberuhigung im Bereich Sankt-Georg-Straße drehten sich die nächsten Wortmeldungen. Ein Bürger warf der Gemeinde vor, dass bereits seit 2015 über das Thema geredet, aber nichts gemacht werde. Der Bürgermeister widersprach dem entschieden. Es seien zusätzliche Schilder aufgestellt, außerdem sei ein Geschwindigkeitsmessgerät angebracht worden. Er selbst habe kein Problem mit einer Bodenschwelle, aber die Anwohner daneben hätten Lohr zufolge dann halt den Dreck und den Lärm. Die Polizei habe außerdem an zwei Tagen geblitzt. "Zu den falschen Zeiten", kritisierte der Fragesteller. Wie das Problem gelöst werden kann, darüber war man sich in der Versammlung nicht einig. Schwellen brauche man keine, meinte ein Bürger, da schüttle es einen auf dem Bulldog nur so durch. Dafür forderte er für sein landwirtschaftliches Fahrzeug künftig eine Durchfahrtsbreite von drei Metern. Momentan sei dies aufgrund parkender Autos oft nicht gegeben. Grundsätzlich sollte seiner Meinung nach dort nur Anliegerverkehr gestattet werden. Weitere Forderungen aus der Bürgerschar waren mehr Schilder und mehr Polizeikontrollen. Lohr wird sich nun mit der Polizei, die bereits informiert ist, über das weitere Vorgehen abstimmen.

Nach Lohrs Sachvortrag (siehe eigenen Bericht) über die Pläne zur Erschließung weiterer Baugebiete in Unter- und Oberdolling wollte eine Frau wissen, wo diese hinkommen werden. Der Rathauschef entgegnete, dass in Oberdolling eine Erweiterung des Baugebiets "Oberdorfer Berg West" geplant sei. In Unterdolling kämen verschiedene Bereiche infrage, da gebe es noch Verhandlungen.

Nach der Fragerunde wandte sich Pfarrer Michael Saller an die Bevölkerung. Er informierte zum Thema Kirchensanierung in Unterdolling. "Wie bereits bekannt ist, schweigen die Glocken in Unterdolling seit einem Jahr", sagte er. Man verzichte aus Sicherheitsgründen auf das Glockengeläute, weil der Riss im Turm gewachsen sei. Sonst laufe man Gefahr, dass sich der Zustand verschlechtere. Grundsätzlich soll die Unterdollinger Kirche laut Saller erhalten und weiter genutzt werden. Man wolle so bald wie möglich in die Bauphase gehen, ein Sanierungskonzept liege vor, betonte der Geistliche.

Verena Vogl
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