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Viermal alarmiert: Feuerwehr Neuenhinzenhausen und Sollern zieht Bilanz

Sollern
erstellt am 06.11.2018 um 18:24 Uhr
aktualisiert am 10.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Sollern (mdh) Ihre Jahresversammlung hat die Feuerwehr Neuenhinzenhausen/Sollern nach dem Gottesdienst abgehalten.
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Für ihre lange Treue zum Verein wurden von Kommandant Stephan Betz (r.) und Vorsitzendem Matthias Neumeyer (v. l.) Johann Eichenseer, Franz Frank, Christian Ciszek und Bernhard Pfäffl geehrt.
Für ihre lange Treue zum Verein wurden von Kommandant Stephan Betz (r.) und Vorsitzendem Matthias Neumeyer (v. l.) Johann Eichenseer, Franz Frank, Christian Ciszek und Bernhard Pfäffl geehrt.
Danhauser
Sollern
Eine stattliche Zahl an Uniformträgern der Wehr nahm an der Messfeier zu Ehren der gestorbenen Vereinsmitglieder teil. Der Vorsitzende Matthias Neumeyer begrüßte neben dem Marktrat Thomas Buchner, der zugleich Vereinskassier ist, knapp 22 Mitglieder. Mit einer Gedenkminute wurde an die gestorbene Mitglieder Andreas Weigl, Konrad Kornprobst, Wolfgang Lewandowsky und Alexander Ferzak seit der vergangenen Jahresversammlung 2016 erinnert.

Stephan Betz, Kommandant der Löschmannschaft, ließ das vergangene Jahr Revue passieren. Neben den Monatsübungen wurden Arbeitseinsätze im und um das Feuerwehrgerätehaus abgehalten. Ein Leistungsabzeichen wurde von elf Feuerwehrdienstleistenden abgelegt. Im Zuge der alle drei Jahre stattfindenden Inspektion wurden die Gerätschaften und die Mannschaft von den Inspektoren - Kreisbrandinspektor Franz Waltl sowie die Kreisbrandmeister Markus Feßlmeier, Alois Girtner und Alexander Heimisch - unter die Lupe genommen. In der anschließenden Inspektionsübung wurde das Anwesen Haunschild in Sollern als Übungsobjekt angenommen, so dass alle sechs beteiligten Feuerwehren mit eingebunden waren.

Viermal wurden die Feuerwehrleute aus Neuenhinzenhausen und Sollern zu Einsätzen alarmiert, wobei sich einer als Fehlalarm entpuppte. Betz dankte allen, die sich aktiv bei der Feuerwehr einbringen und ihre Freizeit zum Schutze der Allgemeinheit aufwenden.

Vereinskassier Thomas Buchner berichtete über einen soliden Kassenstand, der sogar minimal anstieg. Den Bericht des Feuerwehrvereins trug Vorsitzender Matthias Neumeyer vor. Er berichtete über ein sehr aktives Vereinsjahr mit traurigen und fröhlichen Terminen. So wurde an den Beerdigungen von Vereinsmitgliedern, darunter der Ehrenvorsitzende Andreas Weigl, der über Jahrzehnte als Vorsitzender den Verein geführt hatte, teilgenommen. Auch bei diversen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen war die Wehr mit einer Abordnung vertreten. Auch wurden Veranstaltungen von Nachbarfeuerwehren besucht, darunter die beiden 150-Jahr-Feiern der Feuerwehren aus Altmannstein und Riedenburg sowie das Starkbierfest in Sandersdorf und das Dorffest in Schamhaupten. Ebenso wurden eigene Vereinsfeiern bestritten, die "ohne euer Mitwirken, sei es bei der Planung oder bei der Ausführung, nicht möglich gewesen wären", so der Vorsitzende und dankte den Helfern. Auch war das Dorffest samt Kinderfest wieder ein großer Erfolg, so Neumeyer. Dies zeige, dass die Dorfgemeinschaft sowie die Zusammenarbeit mit anderen Ortsvereinen hervorragend funktioniere.

Vorausschauend kündigte Neumeyer für den 19. Januar den Feuerwehrball, der im Gasthaus Schlagbauer in Sandersdorf stattfinden wird, an. Dieser wird sich etwas anders präsentieren, verglichen mit dem Ball der vergangenen Jahre, so der Vorsitzende. Ebenso wurde auf das anstehende Wattturnier der Feuerwehren aus dem oberen Schambachtal hingewiesen, das die ausrichtende Wehr des Vorjahres aus Neuenhinzenhausen/Sollern als Turniersieger für sich entscheiden konnte.

Einen zusätzlichen Punkt gab es in der diesjährigen Jahresversammlung, dieser lautete: "Änderung der Vereinssatzung". Der Vereinsvorsitzende Neumeyer merkte an, dass im kommenden Jahr das Vorstandsteam turnusmäßig nach sechs Jahren Amtszeit neu gewählt werden muss. "Sechs Jahre sind eine lange Zeit und die wenigsten Personen binden sich in der heutigen Zeit so lange", so der Vorsitzende, der im kommenden Jahr die zweite Periode seiner Amtszeit absolviert hat. Deshalb habe sich der Vorstand in Vorgesprächen bereits abgestimmt, die Amtsperiode der Vereinsführung von sechs auf drei Jahren zu reduzieren. Laut Paragraf 1 der Vereinssatzung gehören zur Vereinsführung der erste und zweite Vorsitzende, der Schriftführer und der Kassier samt Kassenprüfern und Beisitzern. Eine Satzungsänderung bedarf einer mehrheitlichen Zustimmung der anwesenden Mitglieder während der Jahresversammlung. Mit 15 Ja-Stimmen der 22 anwesenden Mitglieder wurde der Satzungsänderung zugestimmt. Somit erhofft sich die Vereinsführung eine Erleichterung bei zukünftigen Wahlen zur Besetzung von Ämtern im Verein. Die Posten der aktiven Feuerwehr, wie Kommandant oder Gerätewart, bleiben bei sechs Amtsjahren, dies ist im Artikel acht des Bayerischen Feuerwehrgesetzes geregelt.

Nach den Tätigkeitsberichten wurden Mitglieder für 40- und 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Seit 40 Jahren Mitglied bei der Feuerwehr Neuenhinzenhausen/Sollern sind Josef Bauer, Johann Ber-werz junior, Christian Ciszek, Johann Eichenseer, Franz-Xaver Ferzak, Franz Frank, Georg Meier, Johann Meier, Nikolaus Mieslinger, Bernhard Pfäffl, Herbert Sommer und Gerhard Wolf. Für 25-jährige Vereinstreue wurden Markus Weigl, Martin Betz und Michael Weiß geehrt.

Der letzte Punkt auf der Agenda lautete: "Wünsche, Anträge und Fragen". Der ehemalige Kommandant Richard Pickl merkte an, dass seit Jahrzehnten keine Feuerlöscher-Prüfung bei Privathaushalten mehr stattgefunden habe. Er würde in Zusammenarbeit mit dem Kommandanten Stephan Betz eine Prüfung organisieren, falls Interesse bestehe. Betz kündigte an, dieses Thema weiter zu verfolgen und zu gegebener Zeit bekannt zu machen.

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