Mittwoch, 14. November 2018
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Planungen laufen noch - Verkehrsberuhigung erneut bei Bürgerversammlung in Griesstetten ein Thema

Radweg nach Zell kommt erst nach 2019

Griesstetten
erstellt am 09.11.2018 um 17:37 Uhr
aktualisiert am 14.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Griesstetten (khr) Die vierte Bürgerversammlung, diesmal für die Dietfurter Ortsteile Griesstetten, Hallenhausen, Einsiedel und Arnsdorf, hat Bürgermeisterin Carolin Braun (SPD) am Donnerstag nach Griesstetten geführt. Neben kleineren örtlichen Belangen ist auch dort die Juraleitung heiß diskutiert worden.
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Ein Geschwindigkeitsmessgerät soll in Arnsdorf dazu beitragen, dass die Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen. In Hallenhausen haben zwei Familien in Eigenregie ein Feldkreuz aufgestellt.
Ein Geschwindigkeitsmessgerät soll in Arnsdorf dazu beitragen, dass die Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen. In Hallenhausen haben zwei Familien in Eigenregie ein Feldkreuz aufgestellt.
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Die Ortssprecher Maximilian Meier (Griesstetten) und Markus Sturm (Arnsdorf) freuten sich über viele Besucher, darunter auch einige Stadträte. Zunächst berichtete Braun über Projekte, die 2018 angegangen und abgeschlossen wurden. Im Anschluss gab Meier einen Rückblick auf die Aktivitäten in Griesstetten. So befreiten im Frühjahr die Dorfbewohner bei der Aktion "Rama Dama" das Areal vom Wehr Töging bis zur Fischtreppe von Unrat. Ein neues Feldkreuz schmückt den Ortseingang von Hallenhausen, zwei Familien haben es in Eigenregie aufgestellt.

Meier erinnerte an diverse Mähaktionen und an Bänke, die freigeschnitten wurden. Nach dem DSL-Ausbau wurden bei der Endabnahme einige Mängel festgestellt. Erwin Rabl vom Bauamt will dies mit den zuständigen Firmen klären, denn auch in anderen Orten habe es Reklamationen gegeben.

Im Anschluss erkundigte sich Sturm nach Arnsdorfer Dauerthemen. Ein Anliegen waren ihm der Neubau des Leichenhauses, die Verkehrsberuhigung und der Radweg nach Zell. Zum Leichenhaus merkte Bürgermeisterin Carolin Braun an, dass eine neue, wesentlich günstigere Planung vorliege, über die demnächst im Stadtrat entschieden werde. Das Thema Verkehrsberuhigung, das im vergangenen Jahr bei der Bürgerversammlung groß diskutiert wurde, ist laut Braun an die Polizei weitergegeben worden, die auch schon einmal im Dorf geblitzt habe. Ein neues Geschwindigkeitsmessgerät werde aufgestellt. "Wir haben auch eine Verkehrsbegehung mit der Polizei gehabt", so Braun. Dabei wurde empfohlen, Kennzeichnungen auf der Straße anzubringen, um den Verkehr zu beruhigen. Braun appellierte an alle Bürger der Großgemeinde, den Fuß vom Gas zu nehmen, denn vermehrt seien es Autos mit heimischen Kennzeichen, die zu schnell unterwegs sind.
 
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Der Radweg Richtung Zell sei in der Planung enthalten, werde aber 2019 noch nicht gemacht, so Braun. Ein Ingenieurbüro sei damit beauftragt. Wenn die Planungen abgeschlossen sind, werde man Kontakt mit den Anliegern aufnehmen. Der Radweg soll von Arnsdorf in Richtung Zell auf der linken Seite liegen. Ein Bürger monierte, dass die Kanaldeckel im Ort abgesenkt werden müssten, da sie bei regem Durchgangsverkehr ein lästiges Geräusch verursachten. Braun schlug den Arnsdorfern vor, gemeinsam einen Brief an den Zuständigen der Tiefbauabteilung im Landratsamt Neumarkt zu schreiben.

Ein weiterer Bürger wollte wissen, ob Radwege auch in Vogelthal und Hallenhausen angedacht seien. Braun erklärte, dass mit dem Kreis vereinbart wurde, dass alle neu geplanten Kreisstraßen einen Radweg enthalten sollen. Frühestens 2021 werde sich hier etwas tun. "Wer ist für den alten Weg über den Berg zuständig?", wurde gefragt. Er sei in keinem guten Zustand. Braun sicherte zu, sich darum zu kümmern.
 

"Wir werden ganz genau hinschauen"


Irgendwann war man auch hier beim Thema Juratrasse angelangt, das heiß diskutiert wurde. Wie Bürgermeisterin Carolin Braun informierte, habe die mit dem Ausbau der bestehenden Leitung beauftragte Firma Tennet gesagt, dass direkt unter der Leitung die vorgeschriebenen Grenzwerte knapp eingehalten würden. Sie will einen Doktoranden der Uni Regensburg, der über Magnetfelder forsche, mit Messungen der derzeit bestehenden Leitungen beauftragen. Daraus könne man wichtige Erkenntnisse ableiten, denn die Strahlungsbelastung sei ein ernstzunehmendes Problem.

Sturm erkundigte sich, ob die Stadt Dietfurt in den Jahren 2014 und 2015 beim Konsultationsverfahren für den Netzentwicklungsplan eingebunden war und falls ja, welche Stellungnahme damals abgegeben wurde. Braun antwortete, dass die Stadt eingebunden gewesen sei und dieselbe Stellungnahme abgegeben habe wie jetzt die Bürgerinitiative: Dietfurt sei ein Erholungsgebiet, die Stadt wolle die Trasse nicht. Es sollten verstärkt erneuerbare Energien genutzt werden. Dann brauche man die Trasse vielleicht überhaupt nicht.

"2014 haben wir also von den Plänen schon gewusst", stellte Sturm fest. Warum die Planung dann nicht in den neuen Flächennutzungsplan mit den neuen Baugebieten in Zell oder Grünäugl eingeflossen sei, wollte er wissen. Eine Leitung, für die es noch keine Planung gibt, könne auch nicht berücksichtigen werden, so Braun. "Nicht die Leitung ist näher an die Leute herangerückt, sondern die Leute näher an die Leitung! "

Ein Bürger meinte, dass er von der Stadt Dietfurt erwarte, dass diese sich konsequent gegen die neue Stromtrasse stellen sollte. "Ich kann nicht gegen ein Gesetz sein", so die Bürgermeisterin. Aber die Stadt werde darauf bestehen, dass die 400 Meter Abstand von der Bebauung eingehalten werden. Jeder Betroffene werde gehört, so die Bürgermeisterin.

Dass Bayern das einzige Bundesland ist, in dem der Abstand von 400 Metern kein Muss, sondern nur ein Soll ist, merkte der Dritte Bürgermeister Bernd Mayr (FW) an. "Wir werden ganz genau hinschauen", versicherte Braun.
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