Sonntag, 19. August 2018
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Zauberkünstler Pierre Breno zeigt den Kindern beim Ferienprogramm Tricks und findet dabei Zauberernachwuchs

Verflixte Klammern, verschwundene Eier und entfesselte Kugeln

Riedenburg
erstellt am 12.08.2018 um 17:50 Uhr
aktualisiert am 16.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Riedenburg (DK) Zehn Kinder haben im Rahmen des Riedenburger Ferienprogramms am Donnerstagvormittag am Zauberworkshop mit dem Ingolstädter Zauberkünstler Pierre Breno teilgenommen.
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Ihre selbst gebastelten Zauberstäbe haben die Zwillinge Antonia und Christina Halbritter (7) aus Ried mitgebracht. Maximilian Hierl (10) aus Riedenburg gläntze mit dem Trick ?Verschwundenes Ei?. Nach dem Zauberworkshop mit Pierre Breno erhielten die zehn Teilnehmer eine Urkunde.
Ihre selbst gebastelten Zauberstäbe haben die Zwillinge Antonia und Christina Halbritter (7) aus Ried mitgebracht. Maximilian Hierl (10) aus Riedenburg gläntze mit dem Trick "Verschwundenes Ei". Nach dem Zauberworkshop mit Pierre Breno erhielten die zehn Teilnehmer eine Urkunde.
Fotos: Trattner
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Im Kursraum der Volkshochschule (VHS) war es mucksmäuschenstill, als sich Breno vorstellte. Das lag jedoch keinesfalls an den hochsommerlichen Temperaturen und der damit einhergehenden Sommermüdigkeit, es war die Spannung auf das Eintauchen in die Welt der Magie.
 
Fotos: Trattner
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"Wer möchte einmal Zauberer werden? ", war die erste Frage des Zauberkünstlers. Der eine oder andere blickte zwar etwas unsicher in die Runde, aber ein klares Bekenntnis blieb zu diesem Zeitpunkt noch aus. Deshalb ging Breno schnell zum wichtigsten Werkzeug eines Zauberers über - den Zaubersprüchen. Anfangs noch etwas zurückhaltend, übten die Zauberlehrlinge mit wachsender Begeisterung die drei Zaubersprüche "Hokuspokus Fidibus - Dreimal Schwarzer Kater", "Simsalabim" und "Abrakadabra". Und als die Kinder ihren ersten Trick - "Die verflixten Büroklammern" - erfolgreich meisterten, war jegliche Anspannung verflogen.
 
Fotos: Trattner
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Als Pierre Breno plötzlich eine Münze aus einer vermeintlich leeren Papiertüte hervorzauberte, war das Staunen groß. Die Vermutung, Breno hätte diese aus seiner Hosentasche hervorgeholt, sollte sich nicht bewahrheiten. Woher die Münze letztendlich kam, bleibt das Geheimnis der Zauberlehrlinge. Denn wie Zauberer Breno mehrfach betonte, verrät ein guter Zauberer seine Tricks niemals. Mit einer Ausnahme - der Nachwuchsförderung. Und diese liegt Breno besonders am Herzen, denn junge Zauberer und besonders Zauberinnen gäbe es viel zu wenige.

Insgesamt lernten die Zauberlehrlinge an diesem Vormittag vier Tricks, deren Höhepunkt die Entfesselung einer Holzkugel war. Die Kinder staunten nicht schlecht, als Assistentin Christina mit nur einer Handbewegung eine Holzkugel aus zwei Seilen samt Verknotung befreite. Auch wenn es mit dem Nachahmen der Tricks nicht immer auf Anhieb klappte, stand Zauberer Breno mit Rat und Tat zur Seite und betonte, dass Übung und Vorbereitung bereits die Hälfte des Erfolgs seien. Auf die Frage hin, wer selbst einen Zaubertrick vorführen möchte, meldete sich Maximilian Hierl (10) aus Riedenburg. Er ließ ein Ei aus einem Eierbecher wie von Zauberhand verschwinden. Als es plötzlich in der Hand seiner Tischnachbarin auftauchte, erntete er regen Beifall. Selbst Pierre Breno war so begeistert, dass er Maximilian zu seiner Zaubervorführung in Ingolstadt einlud, um dort einige Zauberkunststücke zum Besten zu geben.

Die Kinder durften die Requisiten samt Anleitung mit nach Hause nehmen, um dort ihren Familien und Freunden die erlernten Kunststücke vorzuführen. Pierre Breno riet ihnen außerdem, keine teuren Zauberrequisiten zu kaufen. Gegenstände des Alltags oder Selbstgebasteltes seien meist genauso hilfreich und tragen zur Individualität eines Zauberers bei. Ob die Kinder ihre Tricks verraten, bleibt letztendlich ihnen überlassen. Auf die abschließende Frage, ob nun doch jemand Zauberer werden möchte, schossen sofort fünf Hände in die Höhe. Der Fortbestand der regionalen Zauberer dürfte so zumindest bis auf Weiteres gesichert sein.
Katrin Trattner
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