Dienstag, 21. August 2018
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Vereine informieren sich über die jüngere deutsche Geschichte

Mindelstetten
erstellt am 12.06.2018 um 18:17 Uhr
aktualisiert am 16.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Mindelstetten (fj) Er ist eher eine Lehrfahrt zurück in eine finstere Zeit unserer jüngeren deutschen Geschichte gewesen, der Vereinsausflug, den die beiden Krieger- und Kameradenvereine aus Mindelstetten und Offendorf zusammen mit der Feuerwehr und der CSU-Ortsgruppe unternommen haben.
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Für die Mitglieder der Mindelstettener Vereine gab es beim Ausflug nicht nur leichte Kost.
Für die Mitglieder der Mindelstettener Vereine gab es beim Ausflug nicht nur leichte Kost.
Foto: Feldmann
Mindelstetten
Hauptziel war die KZ-Gedenkstätte in Dachau.

Auf dem Weg dorthin gab es eine kurze Rast mit Weißwurstfrühstück. In Dachau teilte sich die Gesellschaft in zwei Gruppen. Nach ausführlichen Informationen über die Geschichte der Gedenkstätte erfuhren die Besucherinnen und Besucher in einem zweieinhalbstündigen Rundgang, was die Insassen im KZ erlebten - oder oft nicht überlebten. Es war etwas von der Ankunft die Unterbringung, den Tagesablauf und auch die möglichen Strafen der dort Untergebrachten zu erfahren. Mit großem Interesse verfolgen die Besucher die Geschichte des Widerstandskämpfers Georg Elser, der dort am 9. April 1945, kurz vor Ende des Krieges, hingerichtet wurde. Besonders schockierend war die Besichtigung der Gaskammer und des Krematoriums.

Zutiefst betroffen darüber, wie Menschen mit ihresgleichen umgehen und was diese anderen Menschen antun können, ging die Reise weiter zum nächsten Ziel.

Noch unter dem Eindruck des bisher Gesehenen und Gehörten erreichte man das Kloster Andechs. Dort erwartete die Ausflügler im bekannten Biergarten ein deftiges Mittagessen und ein kühles Bier. Anschließend teilte man sich wieder in zwei Gruppen zum geführten Rundgang durch die historische Klosteranlage, bei der man vieles über die Geschichte des Klosters und die Wallfahrt dorthin erfuhr. Nach der schweren Kost am Vormittag zogen es einige vor, nicht an der Führung durch Kirche, Kloster und Wirtschaftsbetriebe teilzunehmen, sondern die benediktinische Gastfreundschaft am Heiligen Berg zu genießen, ehe gegen 18 Uhr die Heimfahrt angetreten wurde.
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