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Improvisationstheater kommt beim Nachwuchs besonders gut an

Schauspiel ohne Kostüme

Tettenwang
erstellt am 29.08.2012 um 19:39 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 23:29 Uhr | x gelesen
Tettenwang (bid) Das „LebensLust“-Improvisationstheater von Angelika Weigl aus Tettenwang hat nichts mit herkömmlichem Theater zu tun. Die Kinder machten jedenfalls begeistert mit bei den beiden Veranstaltungen im Rahmen des Ferienprogramms.
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Tettenwang: Schauspiel ohne Kostüme
Gestik und Mimik spielen beim Improvisationstheater eine große Rolle. Die Kinder konnten beides nach Herzenslust üben - Fotos: bid
Tettenwang
Angelika Weigls Improvisationstheater ist ein Renner im Ferienprogramm der Marktgemeinde Altmannstein. Die erste Veranstaltung war innerhalb von Minuten ausgebucht. Auch bei dem kurzfristig angebotenen zweiten Termin im ehemaligen Schulhaus in Tettenwang war es nicht anders. Die Mädchen und Buben im Grundschulalter waren mit Begeisterung dabei, sie wollten selbst erfahren, worum es beim Improvisationstheater geht. Dabei durfte es auch schon einmal laut und lustig zugehen. Auch Heidi Halbritter aus Sandersdorf (CSU/PW), eine der beiden Jugendbeauftragten der Marktgemeinde, gefiel das „LebensLust“-Theater.

„Ja, da sind ja einige Wiederholungstäter dabei“, stellte Angelika Weigl zu Beginn fest. „Das freut mich echt und zeigt, dass es den Kindern gefallen hat.“ Vermutlich hätte sie noch zwei weitere Termine anbieten können, die ebenfalls schnell ausgebucht gewesen wären, so groß war die Nachfrage.

Beim „LebensLust“-Improvisationstheater gibt es keine Bühne und keine Kostüme. Den kleinen Schauspielern wird stattdessen zwei Stunden lang pure Lebenslust geboten. Dabei lernen sie aber gleichzeitig noch viel, das sie im richtigen Leben anwenden können.

„Ich als Tettenwangerin will ehrenamtlich etwas tun und mich deshalb aktiv ins Altmannsteiner Ferienprogramm einbringen“, erklärte Weigl, während die Kinder nach und nach eintrudelten. Sie war doch etwas überrascht, dass ihr Angebot so gut ankam. Denn viele könnten sich zunächst nichts unter „LebensLust“-Theater vorstellen. Eine Begrenzung auf zehn Kinder sei aber notwendig. „Ich will auf alle eingehen können.“

Angelika Weigl erklärte auch, dass Improvisationstheater in der Schauspielschule ein Teil der Ausbildung ist. „Ich bin ein Quereinsteiger, habe an Seminaren und Workshops teilgenommen und dabei schnell gemerkt, welche Auswirkungen das Gelernte auf das ganze Leben hat.“

Das Improvisationstheater sei „wie eine Mannschaftssportart. Rücksicht nehmen, aufeinander achten, sich nicht ausspielen, sondern dem anderen helfen“, stehe dabei im Mittelpunkt.

„Von dieser sozialen Komponente bleibt etwas hängen. Das Ganze geschieht natürlich in spielerischer Form, dafür sind die Kinder offen.“ Ein Spieler, der stecken bleibt, wird also nicht bloßgestellt, sondern man hilft ihm.

 

Von Ingrid Binder
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