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Fünftklässlerinnen der Mädchenrealschule erfahren, wie man sich im Bus richtig verhält

Spielerisches Sicherheitstraining

Riedenburg
erstellt am 28.06.2017 um 20:04 Uhr
aktualisiert am 20.10.2017 um 10:11 Uhr | x gelesen
Riedenburg (ksm) Wo ist in einem Bus eigentlich der Feuerlöscher untergebracht? Was ist ein Nothammer? Und wie komme ich aus dem Bus, falls tatsächlich einmal ein Unfall passiert und er auf der Seite landet? Diese Fragen und zahlreiche andere haben Stefan Grüttner und Martin Grübl von der Regionalbus Ostbayern GmbH (RBO) den gespannt lauschenden Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Anna in einer ganz besonderen Unterrichtsstunde erklärt.
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Riedenburg: Spielerisches Sicherheitstraining
Um die Tür mit der Hand öffnen zu können, muss man einen speziellen Knopf betätigen. Um ihn zu erreichen, kletterte diese Schülerin kurzerhand an den Haltegriffen nach oben. - Foto: Schmied
Riedenburg

Schauplatz war nicht das Klassenzimmer, sondern - dem Anlass entsprechend - ein Linienbus.

Mit ihren Schultaschen auf dem Rücken marschierten erst die 33 Mädchen der ersten und eine Stunde später die 32 Schülerinnen der zweiten Gruppe aus der fünften Jahrgangsstufe mit ihren Lehrern und Mitgliedern des Elternbeirates auf den Volksfestparkplatz, wo Grüttner und Grübl schon auf sie warteten. Mit dabei war auch Josef Petz, Geschäftsführer der Gebietsverkehrswacht Riedenburg. "Wir tragen gern zu dieser Aktion bei. Es ist wichtig, dass die Kinder wissen, wie man sich bei einer Fahrt mit dem Bus richtig verhält", betonte er. Seit 2007 gibt es diesen besonderen Unterricht. Auf Anregung der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Kelheim, deren Vertreterin Carola Reichl ebenfalls in Riedenburg war, hat die RBO ein spezielles Sicherheitstraining ausgearbeitet, das nun seit bereits zehn Jahren an allen weiterführenden Schulen im Kreis für die Schüler der fünften Klassen stattfindet.

Denn für viele Kinder und Jugendliche ist es Alltag, mit dem Bus zur Schule zu fahren. Durch unbedachtes Verhalten an der Haltestelle oder im Bus kann es dabei leicht zu Unfällen kommen. Wenngleich dieser Hintergrund ein ernster ist, führten Grüttner und Grübl die Mädchen spielerisch, mit viel Geduld und in lockerem Ton an die Materie heran. Sie schilderten ihnen das richtige Verhalten vor und im Bus, wiesen auf Gefahren durch herumstehende Schultaschen etwa im Gang hin und erläuterten, wie man den Nothammer, den es in jedem Bus gibt, richtig anwendet.

Die Vollbremsung, die den Schülerinnen aufzeigen sollte, wie gefährlich es ist, bei der Fahrt nicht richtig auf dem Sitz zu sitzen oder sich, falls man einen Stehplatz hat, nicht festzuhalten, macht Konrektor Alfred Henneberger jedes Jahr gerne mit, wie er am Rande der Veranstaltung verriet. Auch diesmal ließ er sich das nicht nehmen. Ein mit Wasser gefüllter Kanister zeigte dabei deutlich, was beim Bremsen passieren kann: Durch die Wucht des Bremsvorgangs wurde der Kanister einmal quer durch den Gang geschleudert. Durch die Anleitung der Profis passierte den Kindern bei dieser Demonstration selbstredend nichts. Dass sie dafür nun für einfach vermeidbare Gefahrenquellen sensibilisiert sind, ist das Ziel der Aktion.

Von Kathrin Schmied
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