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Nikolaus Höfler wird mit 100 Prozent der Stimmen im Amt des Kreisbrandrats im Landkreis Kelheim bestätigt

Wiederwahl mit Traumergebnis

Siegenburg
erstellt am 17.09.2017 um 18:24 Uhr
aktualisiert am 21.09.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Siegenburg (DK) Mit einem Traumergebnis von 100 Prozent haben die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Kelheim Nikolaus Höfler im Amt des Kreisbrandrats bestätigt. Alle 102 auf der Dienstversammlung der Feuerwehrchefs am Donnerstagabend in Siegenburg abgegebenen Stimmen lauteten auf den 39-jährigen Teugner, der diese Aufgabe seit sechs Jahren wahrnimmt.
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Siegenburg: Wiederwahl mit Traumergebnis
Die gesamte Feuerwehrführung des Landkreises Kelheim sowie Landrat Martin Neumeyer (4.v.l.) gratulierten Nikolaus Höfler (4.v.r.) zu dessen Wiederwahl als Kreisbrandrat. - Foto: Bruckmeier
Siegenburg

Nikolaus Höfler konnte es selbst nicht fassen, als Wahlleiterin Rita Festl, die Sachgebietsleiterin für öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt, das Ergebnis verkündete. Erst als Landrat Martin Neumeyer (CSU) zur Wiederwahl gratulierte, realisierte Höfler, welchen Vertrauensbeweis ihm seine Kollegen da soeben entgegengebracht hatten. Alle 102 anwesenden Kommandanten aus den insgesamt 110 Freiwilligen Feuerwehren und drei Werksfeuerwehren im Kreis hatten sich damit für den vom Landrat vorgeschlagenen Kandidaten ausgesprochen.

Das Feuerwehrrecht räumt dem Landrat das alleinige Vorschlagsrecht für den obersten Feuerwehrmann eines Landkreises ein. Für Neumeyer führte an Höfler kein Weg vorbei. Der Teugner hat dieses Amt seit sechs Jahren inne und sich laut Kreischef in dieser Zeit bewährt. "Bei Nikolaus Höfler spürt man, dass er seine Aufgaben mit Herz und Verstand wahrnimmt", begründete er.

Gerade in einer Zeit, in der die Aufgaben der Feuerwehren immer vielfältiger und technisch anspruchsvoller werden, sei Sachverstand wie der von Höfler an der Spitze der Einsatzkräfte gefragt, sagte Neumeyer. "Die Feuerwehren werden in unseren Dörfern gebraucht", schickte er hinterher.

Freilich sind es die großen, spektakulären Einsätze, die in Erinnerung bleiben. Doch für die Feuerwehrleute ist jede Alarmierung eine Herausforderung. Darauf wollte Höfler in seinem Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre hinweisen, als er die 11 227 Einsätze seit seinem Amtsantritt 2011 erwähnte. Und das alles in einer Hilfsfrist von in den meisten Fällen weniger als zehn Minuten ab Eingang des Notrufes in der Integrierten Leitstelle.

Mit einem Großbrand bei eisiger Kälte in der Nacht zum 5. Februar 2012 im Hafen Kelheim-Saal, der Hochwasserkatastrophe Anfang Juni 2013 und der Havarie eines Personenschiffs auf der Donau im Juni des Vorjahres nannte der Kreisbrandrat die drei größten Einsatzszenarios unter seinem Kommando. Sein Fazit: "Wir haben eine sehr starke Feuerwehr in unserem Landkreis." Und dennoch weiß er um die Grenzen der Leistungsfähigkeit seiner Kräfte, insbesondere im Katastrophenfall wie dem Hochwasser von 2013: "Es ist trotzdem beruhigend zu wissen, dass wir auch Nachbarn haben, auf die man sich verlassen kann."

Natürlich hat der oberste Feuerwehrmann im Landkreis die Ausbildung seiner knapp 4500 Einsatzkräfte stets im Blick. Dieses hohe Niveau zu halten und nach Möglichkeit sogar noch zu erhöhen, ist sein erklärtes Ziel. Ein weiterer seiner Schwerpunkte ist die Jugendarbeit. 666 Nachwuchskräfte werden in den Jugendabteilungen der Wehren an ihren Dienst herangeführt. Besonderen Wert legt Höfler nach eigenen Worten auf Teamwork und vor allem die Kameradschaft untereinander.

Diese Kameradschaft bewiesen die Kommandanten bei der anschließenden Wahl. "Jetzt habt ihr es geschafft, mich sprachlos zu machen", so die erste Reaktion von Nikolaus Höfler auf sein phänomenales Wahlergebnis. Er verstehe dies als einen "großen Vertrauensbeweis", aber genauso als eine "echte Herausforderung für die Zukunft". An seine Kameraden hatte er für die nächsten sechs Jahre nur einen Wunsch: "Bitte kommt von euren Einsätzen immer gesund und unversehrt zurück. Das sind wir nicht zuletzt unseren Familien schuldig."

Donaukurier
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