Dienstag, 23. Oktober 2018
Lade Login-Box.

Riedenburger Bauausschuss beschäftigt sich bei der gestrigen Sitzung auch mit Problembäumen am TV-Sportplatz

Seebühne, Spielplatz und Schulhaus

Riedenburg
erstellt am 11.10.2018 um 18:02 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Riedenburg (DK) Das Gelände vor der Seebühne am Riedenburger Stadtweiher soll terrassiert werden, zudem will man einen weiteren Container anschaffen, der als Lager und Verkaufsstand dient. Dafür sprach sich der Ausschuss für Bauangelegenheiten, Verkehr und Umwelt in seiner gestrigen Sitzung aus.
Textgröße
Drucken
 
Schmied
Riedenburg

SEEBÜHNE

"Mir geht es um eine Belegung der Seebühne", sagte Bürgermeister Siegfried Lösch (CSU) bei dem Stopp am Stadtweiher. Gemeinsam mit Bauamtsleiter Walter Schattat und dessen Kollegen Sebastian Pirzer stellte der Rathauschef die Pläne für das weitere Vorgehen in Sachen Seebühne vor. So soll ein Container beschafft werden, der neben dem bereits errichteten Container mit den Toilettenanlagen seinen Platz finden soll. Darin soll es einen Kühlschrank sowie einen Wasseranschluss geben, man könnte darin auch Sitzgarnituren lagern, so der Gedanke. Der Container solle darüber hinaus die Möglichkeit bieten, ihn bei Veranstaltungen als Verkaufsstand zu nutzen. Dies könne durch die Stadt selbst geschehen oder auch durch Vereine, die über die Tourismusabteilung eine Vereinbarung treffen und den Container womöglich gegen Kaution ebenfalls nutzen können. "Die Anschaffung kostet rund 12000 Euro, 50 Prozent Förderung gibt es von der MDK-Schifffahrt", so Lösch. Die schriftliche Zusage liege zwar noch nicht vor, mündlich habe man sie aber schon. Der Fördersatz soll auch für die Terrassierung des Geländes vor der Seebühne gelten, die mit rund 10500 Euro zu Buche schlagen wird. Geplant ist ein Weg, der mittig zur Bühne führt, daran fächern sich mehrere Ebenen auf, die geraden sollen geschottert werden, die drei Meter breiten Terrassen selbst werden begrünt. Um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen, sprachen sich die Ausschussmitglieder für einen weiteren Weg nebenan aus. "Das wäre gut, damit man über diesen Weg auch Bühnenteile oder Ähnliches nach unten fahren kann", so Lösch.

SPIELPLATZ

Die Bäume beim TV-Sportplatz stellen eine Gefahr dar: Es könnten Äste herabfallen, darum sollen nun stattdessen Haselnussträucher gepflanzt werden. Der Bauausschuss beschäftigte sich auch mit einem geplanten Spielplatz in Gundlfing und dem alten Schulhaus.
Die Bäume beim TV-Sportplatz stellen eine Gefahr dar: Es könnten Äste herabfallen, darum sollen nun stattdessen Haselnussträucher gepflanzt werden. Der Bauausschuss beschäftigte sich auch mit einem geplanten Spielplatz in Gundlfing und dem alten Schulhaus.
Schmied
Riedenburg



Bei ihrer kleinen Tour machten die Ausschussmitglieder auch Halt in Gundlfing. Die Ortsbewohner wünschen sich einen Spielplatz, so Lösch. Aktuell gebe es elf Kinder im Alter zwischen null und zwölf Jahren, berichtete er, Tendenz steigend. "Wir haben uns dieses Areal schon einmal angeschaut", sagte er mit Blick auf eine Fläche im Kurvenbereich der Straße Sonnenhang. Eine Fläche zu pachten, sei schwierig, so Lösch. Darum habe man sich gemeinsam mit Bauhofmitarbeiter Klaus Metko, der sich im Gemeindebereich federführend um die Spielplätze kümmert, besagtes Grundstück angeschaut. Dies wird derzeit vom direkten Anlieger gepflegt, dieser würde diese Aufgabe auch weiterhin übernehmen, war zu erfahren. Angeschafft werden sollen eine Schaukel, ein Kletterturm mit Rutsche, eine Sitzgruppe sowie ein bis zwei Wipptiere. Noch heuer soll ein Zaun errichtet werden, dieser kostet laut Schattatt rund 4300 Euro. Zwei Lindenbäume, die derzeit noch auf der Fläche stehen, sollen verschwinden. "Sie sind nicht mehr so stabil und könnten bei einem Sturm umfallen. Zudem beseitigen wir so das Problem mit Harz, das die Spielgeräte verunreinigen könnte, wenn wir sie darunter aufbauen", sagte Lösch. Im Herbst bestehe auch aufgrund des herabfallenden Laubes Gefahr für die Autofahrer. Entlang der Straße soll zur weiteren Sicherheit eine 50 Meter lange Leitplanke errichtet werden. "Das müssen wir nicht, weil wir innerorts sind. Ich würde es trotzdem machen", so Lösch. Diese Maßnahme würde noch einmal mit 2700 Euro zu Buche schlagen. Zusammen mit der Anschaffung der Spielgeräte, der Anpflanzung von zwei Walnussbäumen als Ersatz für die beiden Linden sowie der Arbeit des Bauhofs komme man auf etwa 13000 Euro, rechnete Bauamtsleiter Schattat vor.
 

SPORTPLATZ

Am Sportplatz des TV Riedenburg gebe es einige Problembäume, erklärte Lösch bei einem Zwischenstopp in der Austraße. "Vor 20 Jahren wurden die Bäume radikal geköpft. Die nachgewachsenen Triebe führen dazu, dass die Bäume nicht mehr verkehrssicher sind", berichtete er. Herabfallende Äste seien eine Gefahr sowohl für die Spieler auf dem Feld als auch für parkende Autos. Der Vorschlag lautete, die Baumreihe bis auf etwa einen Meter herabzukürzen und stattdessen Haselnusssträucher zu pflanzen. Diese würden etwa sechs Meter hoch, so Lösch.
 
Schmied
Riedenburg


 

GROSSPARKPLATZ

In Bucht 3 des Großparkplatzes könnte eine Ladestation für E-Fahrzeuge entstehen. Das Start-up-Unternehmen E-Altmühltal ist laut Lösch derzeit in der Region unterwegs und hat bereits in Dietfurt und Bad Abbach Ladesäulen errichtet. "Mir ist wichtig, dass wir als Stadt keinen Strom verkaufen. In diesem Fall würde das Unternehmen die Säule betreiben", erklärte er. Die Stadt habe dabei lediglich dafür zu sorgen, dass die Stromkabel entsprechend zur Verfügung stehen, kosten würde dies 3000 Euro, davon werden 40 Prozent gefördert. Wie Bauamtsleiter Schattat erläuterte, befinden sich die Leitungen an der gegenüberliegenden Straßenseite, jedoch führt ein Leerrohr in die dritte Bucht des Parkplatzes. "Wir könnten das also machen, ohne die Straße aufreißen zu müssen", betonte er. Zwei Autos könnten sich dann an die Säule hängen, die Parkplätze sollen entsprechend für E-Autos reserviert bleiben. Der Vorschlag des Bürgermeisters lautete, dem Unternehmen die beiden Stellplätze pachtfrei zur Verfügung zu stellen. "Das könnte eine Attraktion für Riedenburg werden. Das sollte es uns wert sein." Die Ausschussmitglieder sahen dies genauso.
 

ALTES SCHULHAUS

Die letzte Station der gestrigen Sitzung war das alte Riedenburger Schulhaus, in dem noch bis vor Kurzem die Zahnmanufaktur untergebracht war. Erbaut wurde das Gebäude 1908, darin befanden sich vier Schulsäle, eine Hausmeisterwohnung und zwei weitere für Lehrer. "Dieses Gebäude ist ein Schmuckstück. Obwohl Sanierungsbedarf besteht, wäre es schade, wenn man es nicht erhält oder städtisch nachnutzt", sagte Lösch. Derzeit sei das Gebäude kein Baudenkmal. Er wolle sich in den kommenden Wochen darüber informieren, welche Förderungen es gibt, wenn es eines wäre. Da das Grundstück im Sanierungsbereich des ISEK liegt, kämen noch einmal 60 Prozent Förderung oben drauf, erklärte Lösch weiter. Baupläne lägen keine vor, eventuell gebe es beim Staatsarchiv noch welche, dies wolle man erfragen. "Das alte Schulhaus wird schon lange inoffiziell als Heimatmuseum gehandelt. Darüber kann man nachdenken. Vielleicht könnte man auch ein Sachgebiet aus dem Rathaus hierher auslagern, dann müssten wir nicht anbauen", erläuterte der Bürgermeister. Bei der Klausurtagung des Stadtrats mit der Stadtverwaltung will man sich Gedanken über die künftige Nutzung machen. "Bis dahin werden wir den Bereich um das Gebäude auf jeden Fall als Parkplatz für die Rathausmitarbeiter nutzen, um die Parksituation zu entzerren", kündigte Lösch an.
Kathrin Schmied
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!