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Bei Riedenburger Güterlände ausgebaggertes Material nicht kontaminiert - Kosten niedriger als gedacht

Schlamm frei von Giftstoffen

Riedenburg
erstellt am 06.12.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 10.12.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Riedenburg (DK) Entgegen der Befürchtungen ist der Schlamm im Bereich der Güterlände Riedenburg nicht kontaminiert gewesen. Dies geht aus einem Gutachten hervor, das der Hafenzweckverband Kelheim laut dessen Geschäftsführer Herbert Engl in Auftrag gegeben hatte. Auch die Kosten für die Beseitigung des Schlamms fielen niedriger aus als erwartet.
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Im Bereich der Riedenburger Güterlände wurde in diesem Jahr Schlamm aus der Fahrrinne entfernt. Kontaminiert ? sowie zunächst befürchtet ? war das Material nicht. Der Schiffsumschlag ist zwischen Januar und Oktober im Vergleich zum Vorjahr von 26960 auf 20570 Tonnen gesunken. Grund ist die lange Trockenphase während der Sommermonate und der dadurch niedrige Pegelstand.
Im Bereich der Riedenburger Güterlände wurde in diesem Jahr Schlamm aus der Fahrrinne entfernt. Kontaminiert - sowie zunächst befürchtet - war das Material nicht. Der Schiffsumschlag ist zwischen Januar und Oktober im Vergleich zum Vorjahr von 26960 auf 20570 Tonnen gesunken. Grund ist die lange Trockenphase während der Sommermonate und der dadurch niedrige Pegelstand.
Schmied
Riedenburg
Noch im März war man davon ausgegangen, dass sich im Bereich der Güterlände Riedenburg zwischen 4000 und 5000 Tonnen verseuchter Schlamm abgesetzt haben, die man noch in diesem Jahr ausbaggern und wohl teuer entsorgen müsse. Geschätzt wurden die Kosten für diese Maßnahme auf rund 300000 Euro. Wie Herbert Engl, Geschäftsführer des Hafenzweckverbands Kelheim, nun bei der jüngsten Verbandsversammlung mitteilte, schlug sie tatsächlich mit 170000 Euro zu Buche. Der Grund: "Wir mussten nicht so viel Material ausbaggern wie gedacht", so Engl.

Zuvor vorgenommene Untersuchungen zur Dicke und Festigkeit des Schlamms, der sich in der vier Meter tiefen Ausbuchtung des Main-Donau-Kanals auf Höhe der Güterlände abgesetzt hatte, führten zur dem Ergebnis, dass die anlandenden Schiffe bald zu wenig Wasser unter dem Kiel haben dürften. Es bestand Handlungsbedarf, der Hafenzweckverband Kelheim hat in dem Bereich die Verkehrssicherungs- und Unterhaltspflicht und musste so für die Kosten aufkommen. Mit speziellen Schwimmbaggern wurde das Material herausgeholt. "Während der Arbeit hat sich herausgestellt, dass ein Teil des Schlamms stichfest und damit greifbar ist - aber weitem nicht so viel, wie angenommen", erläuterte Engl. Als man gemerkt habe, dass der Greifer mehr Wasser als Schlamm aus der Fahrrinne holt, wurden die Arbeiten eingestellt.

Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch (CSU) erkundigte sich bei der Verbandsversammlung noch einmal, wie es um die befürchtete Kontaminierung des Schlamms steht. Wäre dies der Fall gewesen, hätte man das Material teuer entsorgen müssen, Anlaufstellen wären Roth bei Nürnberg, das Rheingebiet oder die Niederlande gewesen. Ein Gutachten wurde angefertigt, erklärte Engl. Auch, um mögliche Auswirkungen auf die Fische feststellen zu können. Bekanntlich werfen die Mitglieder des Riedenburger Altmühlfischereivereins ihre Angelrute auch im Kanalbereich aus. "Es hat sich herausgestellt, dass sich die Situation nicht so dramatisch gestaltet, wie angenommen", betonte Engl. Denn wenn der betreffende Schlamm austrocknet, fielen zunächst hohe Werte oft doch sehr niedrig aus. Mit der Maßnahme habe man nun auf jeden Fall "für die nächsten zehn bis 15 Jahre wieder Ruhe an der Lände", so der Geschäftsführer.

Kathrin Schmied
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