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Ball des Gemütlichkeitsvereins steht ganz im Zeichen von 1001 Nacht

Orient im Schambachtal

Sandersdorf
erstellt am 12.02.2018 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 16.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Sandersdorf (DK) Ein Höhepunkt in der Altmannsteiner Faschingszeit ist der Gemütlichkeitsball des Gemütlichkeitsvereins aus Neuenhinzenhauen und Sollern. Seit Jahrzehnten ist dieser Ball ein Erfolg und über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Auch heuer kamen rund 200 Gäste nach Sandersdorf.
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Sandersdorf: Orient im Schambachtal
Foto: Frank Waltinger
Sandersdorf

Jedes Jahr überlegen sich die Verantwortlichen des Vereins, allen voran ihr langjähriger Vorsitzender Michael Reichmann, ein neues Motto für den Ball. Am Faschingssamstag war es dann soweit. Der diesjährige Gemütlichkeitsball stand unter dem Motto 1001 Nacht. Schon nach dem ersten Lied war die Tanzfläche voll und es herrschte ausgelassene Stimmung im Saal in Sandersdorf, wofür die vielen Maschkerer und auch die Hauskapelle Die Wolpertinger sorgten. Fast alle Besucher waren nach dem orientalischen Motto verkleidet - ob als Scheich, Aladin oder auch als Bauchtänzerin. Gleich zu Beginn zogen die "Schindbergler" aus Neuenhinzenhauen als wilde Wüstenbewohner mit einem Säbeltanz in den Saal ein - eine Faschingsgruppe, die vom Gemütlichkeitsball nicht mehr wegzudenken ist.

Als erste Attraktion gab es eine große Verlosung mit über 200 wertvollen Preisen. Unter den zehn Hauptpreisen waren zum Beispiel Eintrittskarten zu einem Spiel des FC Bayern München, des FC Ingolstadt oder des TSV 1860 München sowie Tickets für die Grünwald-Freitagscomedy beim Bayerischen Fernsehen in München und für ein Konzert von Pam Pam Ida in Nassenfels. Den ersten Hauptpreis, einen Reisegutschein für eine Zwei-Tages-Fahrt ins Weinland Franken, gewann Martina Lintl aus Neuenhinzenhausen.

Mit großer Spannung erwarteten die vielen Ballbesucher den Höhepunkt des Abends mit einer großen Einlage der Aktiven des Gemütlichkeitsvereins. Natürlich handelte es sich hier um eine orientalische Aufführung. Ein herrlich geschmücktes Zelt wurde extra dafür auf der Tanzfläche aufgebaut. Der Großwesir des Reiches der roten Sonne (Michael Reichmann) begrüßte Altscheich Aloisalach den Unbehaarten (Alois Binder) und seinen jungen Nachfolger Martelsalech vom Schindelberg (Martin Betz). Mit ihnen zogen zehn Haremsdamen von unendlicher Schönheit, zwei Nebenfrauen mit großen Palmwedeln und weitere fünf Dienerinnen in den Saal ein.

Die beiden Scheichs erzählten von ihren Reisen in verschiedene Länder von "Eiropa" und dem Orient. Nachdem der Altscheich von seiner Reise nach München erzählt hatte, erschien die Spider Murphy Gang im Saal mit ihrer berühmten Rosi. Auf einer Reise "wegen Ölgeschäften" nach Ibiza traf er Andrea Berg (Sonja Huber) mit ihrem Hit "Du hast mich tausendmal belogen" und auf dem Ballermann in Mallorca Wolfgang Petry (Robert Donaubauer) mit seiner berühmten "Hölle".

Für den Jungscheich tanzten beim Après-Ski in Kitzbühel die Haremsdamen in Dirndl und Lederhosen zu "Hulapalu" von Andreas Gaballier (Thomas Buchner). Weiter ging die Reisedokumentation des Scheichs in die Türkei nach Istanbul. Dort sang Tarkan (Volker Drätzl) sein "Kiss Kiss". Die Haremsdamen übertrafen sich bei diesem orientalischen Tanz selber; die Ballbesucher wurden zu Beifallsstürmen hingerissen.

Kurz vor Mitternacht stand der Auftritt der Faschingsgesellschaft Silbania aus Altmannstein auf dem Programm. Zunächst zeigte die Garde beim Gardemarsch ihr Können. Der anschließende Walzer des Prinzenpaares Magdalena I. und Dominik I. war eine Augenweide. Nach einer kurzen Pause kamen die Besucher beim Showteil mit vielen Hebefiguren nicht mehr aus dem Staunen heraus.

Vereinsmitglied Alois Binder aus Sandersdorf bekam für sein 20-jähriges Engagement im Fasching des Gemütlichkeitsvereins einen Silbania-Orden. Mit viel Beifall wurde die Silbania dann verabschiedet. Bis weit nach Mitternacht wurde bei toller orientalischer Stimmung weiter getanzt.

Am nächsten Tag, dem Faschingssonntag, musste man schon wieder fit sein. Beim Faschingszug in Altmannstein waren die Aktiven des Gemütlichkeitsvereins mit etwa 50 Personen und einem orientalischen Mottowagen zu 1001 Nacht sicher wieder eine der größten und farbenprächtigsten Gruppen des Umzuges.

Von Frank Waltinger
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