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Pfarrgemeinderatswahl in der Seelsorgeeinheit Riedenburg: Künftig wird es nur noch ein Laiengremium geben

Aus drei mach eins

Riedenburg
erstellt am 15.02.2018 um 18:52 Uhr
aktualisiert am 19.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Riedenburg (DK) Aus drei Gremien wird künftig eines: Im Zuge der Wahlen am Sonntag, 25. Februar, formiert sich in der Pfarreiengemeinschaft aus Riedenburg, Eggersberg-Thann, Schambach und Prunn ein Gesamtpfarrgemeinderat.

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"Dies ist eine gewachsene Entscheidung aus den Reihen der Räte", betont der Riedenburger Stadtpfarrer Edmund Bock im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Geistliche wird als Vorsitzender nach den Pfarrgemeinderatswahlen, die auch in der Pfarreiengemeinschaft am Wochenende des 24. und 25. Februar über die Bühne gehen werden, einem großen Gremium vorstehen. Der Zusammenschluss der ehemals drei Pfarrgemeinderäte - Riedenburg, Schambach und Prunn - ist eine Konsequenz aus der Zusammenlegung der Pfarreien Riedenburg, Eggersbeg-Thann, Schambach und Prunn im Herbst 2016. Seit September, also seit dem Amtsantritt Bocks als neuer Geistlicher in Riedenburg, versammeln sich unter dem Dach dieser neuen Seelsorgeeinheit mehr als 3500 Katholiken. Stadtpfarrer Bock und Pfarrvikar Xavier Raj Chinnappan sowie der Ruhestandsgeistlicher Horst Mally kümmern sich seitdem um 14 Kirchen und mehrere Kapellen. Durch den Zusammenschluss gehört mit Hexenagger als Teil der Pfarrei Schambach auch ein Ort der Markgemeinde Altmannstein zum Verband.

Damit einher gehen selbstredend viele Aufgaben, bei deren Bewältigung Stadtpfarrer Edmund Bock auch auf die tatkräftige Mithilfe seitens der Mitglieder des Pfarrgemeinderats hofft. "Ein großer Dank gilt all jenen, die sich bereit erklärt haben, sich zur Verfügung zu stellen", betont er mit Blick auf die 20 Kandidaten. Er sei zu 100 Prozent überzeugt davon, dass jeder Einzelne davon aktiv am kirchlichen Leben mitwirken wird. Dabei solle sich jeder in dem Bereich engagieren, der ihm besonders am Herzen liegt, so der Geistliche. "Es geht darum, ein lebendiges Gemeindeklima zu schaffen", sagt Bock und nennt als Aufgabenfelder etwa die Kinder- und Jugendarbeit, Umwelt und Mission sowie die Erwachsenenbildung.

Wie der Stadtpfarrer weiter erklärt, gibt es die Laiengremien seit rund 50 Jahren. "Sie sind eine Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils. Damit will man in besonderer Weise das allgemeine Priestertum der Gläubigen betonen." Frauen und Männer können so aktiv im kirchlichen und auch gesellschaftlichen Leben mitwirken. "Diese Menschen tragen Mitverantwortung, das ist etwas sehr Wertvolles", hebt der Geistliche hervor.

Mit der Bildung eines großen Gremiums gehen seiner Ansicht nach viele Vorteile einher. Als erstes nennt Edmund Bock hier das Stichwort Vernetzung. Bei der Planung von Veranstaltungen und Projekten könne man sich besser absprechen, sich gegenseitig bei der Umsetzung unterstützen und Dopplungen vermeiden. Als Beispiel nennt er etwa eine Bußandacht, die Jahr für Jahr jeweils in einem anderen Gottesdienst abgehalten wird. Die ortsbedingten, gewachsenen Strukturen sollen dabei nicht aufgeweicht werden, das bisherige kirchliche Leben in den einzelnen Pfarreien soll laut Bock selbstverständlich erhalten bleiben. "Es geht darum, trotz aller Unterschiede und Eigenheiten und gewachsenen Strukturen einen für alle passenden Weg zu finden und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen." Damit, davon ist der Stadtpfarrer überzeugt, kann man den Gläubigen eine breitere Vielfalt an Angeboten bieten. "Wir helfen zusammen und bereichern uns gegenseitig", ruft er als Devise aus. Das sei vor allem deshalb wichtig, weil zwar die Seelsorgeeinheiten einerseits immer größer werden, die Anzahl der praktizierenden Christen dagegen schrumpft.

Stadtpfarrer Edmund Bock ruft darum alle Katholiken dazu auf, ein positives Signal zu setzen und sich an der Wahl zu beteiligen. Abgestimmt werden kann am Samstag, 24. Februar, jeweils von 18.45 bis 20 Uhr im Gemeinschaftshaus St. Georg in Georgenbuch und im Pfarrheim in Prunn sowie am Sonntag, 25. Februar, von 8.45 bis 10 Uhr im Kloster St. Anna in Riedenburg, von 9.15 bis 10.30 Uhr im Pfarrheim in Schambach und von 10.45 bis 12 Uhr im Christkönigshaus in Riedenburg und im Jugendheim in Thann. Wahlberechtigt sind alle Katholiken, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben und ihren ersten Wohnsitz in der Pfarreiengemeinschaft haben. Die Briefwahlunterlagen liegen zu Abholung im Pfarrbüro bereit. Sie sind dem Pfarramt durch die Post oder auf anderem Wege vor Schließung der Wahllokale am 25. Februar um 12 Uhr zu übermitteln. Danach eingehende Wahlbriefe sind ungültig.

In Riedenburg/Prunn stehen 13 Kandidaten zur Wahl, in Eggerberg-Thann drei und in Schambach vier. Es dürfen nicht mehr als 13 in Riedenburg, drei in Eggersberg-Thann und in Schambach vier Kandidaten auf dem Stimmzettel angekreuzt werden. Jeder Kandidat kann nur eine Stimme erhalten. Wenn mehr als die jeweils zulässigen Kandidaten angekreuzt werden, ist der Stimmzettel ungültig.

Von Kathrin Schmied
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