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Nächster Schritt für Nibelungen

Riedenburg
erstellt am 09.11.2018 um 17:34 Uhr
aktualisiert am 12.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Riedenburg (ksm) Das Leader-Projekt "Die Nibelungen - ein Schauspiel auf Burg Prunn" hat die nächste Hürde genommen.
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Bei der Mitgliederversammlung der Lokalen Aktionsgruppe im Kreis Kelheim (LAG) wurden die Änderungen in der Konzeption des Projekts abgesegnet. So fungiert nun nicht mehr die Stadt Riedenburg als Projektträgerin, sondern eine Privatperson: Alexander Etzel-Ragusa. Er hatte das Schauspiel um Liebe, Sex und Gewalt auf Burg Prunn in den Jahren 2012 bis 2015 bereits erfolgreich inszeniert. "Ich bin froh, dass er diese Aufgabe übernimmt. Alexander Etzel-Ragusa ist ein guter Mann und war früher schon ein Quotenbringer", sagt Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch (CSU) im Gespräch mit unserer Zeitung.

Grund für den Wechsel der Projektträgerschaft waren die Bestimmungen des Vergaberechts (wir berichteten). Wäre ungewollt ein Fehler passiert, hätte die Stadt womöglich Fördermittel zurückzahlen müssen - ein zu hohes Risiko. Riedenburg wird aber dennoch seinen Teil zur Realisierung des Nibelungenschauspiels beitragen, wie Lösch betont: "Wir unterstützen das Projekt - wie vom Stadtrat im März bereits beschlossen - mit 10000 Euro verteilt auf zwei Haushaltsjahre. " Auch die Bewerbung der szenischen Darstellung wolle man gezielt verfolgen, zum Beispiel in Kombination mit weiteren Attraktionen in der Großgemeinde wie Rosenburg oder Sommerrodelbahn. "Mir persönlich wäre wichtig, das wir vor allem Schulklassen ansprechen", erklärt Lösch. Aus Erfahrung wisse er, dass zum Beispiel Menschen, die mit ihrer Klasse einmal die Rosenburg besucht haben, später mit ihrer eigenen Familie immer wieder gern zurück kommen.

"Ich bin guter Dinge, dass das etwas wird", meint der Rathauschef mit Blick auf die Realisierung des Projekts unter den neuen Vorzeichen. Die Stadt befinde sich nun auf der rechtlich sicheren Seite, eine Vereinbarung mit dem Generaldienstleister Etzel-Ragusa, der das Schauspiel betreiben soll, werde es geben. Diese sei notwendig, falls er vor Ablauf der fünfjährigen Zweckbindungsfrist - sie ist Voraussetzung für das Fließen von Leader-Mitteln - das Handtuch wirft. Anteilig müssen dann pro verbleibendem Jahr Fördermittel zurückgezahlt werden.

Auch Klaus Amann, Leader-Manager im Landkreis Kelheim, ist froh, dass das Projekt in die nächste Phase gehen kann. "Das war eine verzwickte Sache. Alle wollen das Nibelungenschauspiel, aber die rechtlichen Bestimmungen waren schwierig", erklärt er. Nun geht es endlich an die Erarbeitung des Förderantrags.
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