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Auftritt in Riedenburg: Petra Högl und Hannelore Langwieser kandidieren für den Landtag und den Bezirkstag

Mit Freude in den Wahlkampf

Riedenburg
erstellt am 13.04.2018 um 20:49 Uhr
aktualisiert am 16.04.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Riedenburg (rat) Sie hegt keinen Zweifel, dass sich die vielfachen Pflichten einer vierfachen Mutter mit den schwierigen Aufgaben einer Landtagsabgeordneten vereinen lassen.
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"Meine Familie steht voll hinter mir", betonte Petra Högl am Donnerstagabend bei der Jahresversammlung der Riedenburger CSU. Die 46-Jährige aus Volkenschwand will für die Christsozialen das Direktmandat erobern, das durch den Wechsel von Martin Neumeyer vom Maximilianeum ins Kelheimer Landratsamt frei geworden ist. "Die Kinder sind mein Antrieb", meinte Högl, deren Mann einen Kompostierbetrieb mit Biogasanlage führt.

Seit knapp 20 Jahren gehört die CSU-Kommunalpolitikerin als stellvertretende Vorsitzende dem Vorstand der Kreis-CSU an, seit 2014 ist sie die Sprecherin ihrer Fraktionskollegen im Kreistag. "Ich unterstütze die Arbeit von Neumeyer, um den Kreis Kelheim zukunftsfähig zu machen", sagte Petra Högl. Sie formulierte ein klares Ja zum Weiterbestehen der Krankenhäuser in Mainburg und Kelheim. Gerade eine leistungsfähige Goldberg-Klinik sei wegen der Nähe zu Riedenburg für die hiesigen Bürger wichtig. Petra Högl plädierte außerdem für die Renovierung der Kelheimer Berufsschule, der Erhalt des bewährten dualen Bildungssystem liege ihr am Herzen. Sollte sie am 14. Oktober ins Maximilianeum gewählt werden, dann wolle sie als ein "Bindeglied zwischen Bürgern, Bürgermeistern und dem Landtag" wirken.

Der 14. Oktober ist ein wichtiges Datum, ergänzte Landrat Neumeyer. "Das wird eine Söder-Wahl", prophezeite er im Hinblick auf den neuen bayerischen Ministerpräsidenten. Zur Kandidatur von Hubert Faltermeier, seinem Amtsvorgänger im Kelheimer Landratsamt, äußerte sich Neumeyer nicht. "Faltermeier ist nun auch ein Kandidat und der Wahlausgang ist nicht vorhersehbar. "

Der Landrat berichtete, dass er Ministerpräsident Markus Söder aufgefordert habe, rasch einen Beschluss über den geplanten dritten Nationalpark zu fällen: "Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung bald kommt. " Bezüglich der finanziell schwierigen Lage für die beiden Krankenhäuser im Kreis bat Neumeyer um Geduld. Man werde gewiss eine Lösung finden, versprach er. Die Schließung der Goldberg-Klinik und des Mainburger Krankenhauses sowie die Errichtung einer komplett neuen Klinik lehnte der Landrat strikt ab. Die Kosten für einen möglichen Neubau bezifferte er auf rund 120 Millionen Euro. Zudem müsse man mit einer fünfjährigen Planungsphase sowie einer ebenfalls fünfjährigen Bauzeit rechnen.

Im Mittelpunkt seiner Bemühungen stehe zudem der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). "Wir haben einen eigenen Nahverkehrsplan für den Kreis Kelheim entwickelt", berichtete er. Obendrein werde die ÖPNV-Abteilung im Landratsamt neu strukturiert. Dass Kelheim über eine Art S-Bahn-Zubringer mit der Bahnlinie zwischen Ingolstadt und Regensburg verbunden werden könnte, schloss der Landrat definitiv aus. "Die Gleise sind weg und es wird sie auch nicht mehr geben", erklärte er auf die Tatsache anspielend, dass früher in Kelheim ein Bahnhof existierte. Neumeyer begrüßte, dass die Züge zwischen Ingolstadt und Regensburg im 30-Minuten-Takt verkehren würden. Er mahnte die Anwesenden aber auch, öffentliche Verkehrsmittel verstärkt zu nutzen: "Den ÖPNV darf man nicht nur fordern - man muss auch damit fahren. "

Die CSU-Bezirkstagskandidatin Hannelore Langwieser bedauerte, dass ihre wichtige Arbeit in diesem Gremium oft nicht wahrgenommen werde. "Der Bezirk fällt nur auf, wenn die Bezirksumlage steigt", beklagte sie. Leider würden die Leistungen der Bezirksregierung nur wenige Bürger interessieren.

Langwieser gehört dem Bezirkstag seit dem Jahr 2003 an. In dieser Zeit habe sich dessen Etat von 300 Millionen auf rund 800 Millionen Euro erhöht. In den kommenden Jahren werde der Bezirk Niederbayern weitere 120 Millionen Euro vorwiegend in soziale Einrichtungen investieren. Niederbayern sei früher das Schlusslicht unter den sieben Bezirken im Freistaat gewesen. "Derzeit liegen wir auf Rang zwei hinter Oberbayern", betonte Langwieser. Zur Kandidatur von Hubert Faltermeier für die Freien Wähler sagte sie nur: "Ich freue mich auf den Wahlkampf, denn jetzt haben wir einen Gegner. "

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