Samstag, 15. Dezember 2018
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Samuel Radlhammer gewinnt beim Vorlesewettbewerb an der Riedenburger Grund- und Mittelschule

Mit Fantasy zum Sieg

Riedenburg
erstellt am 07.12.2018 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 12.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Riedenburg (DK) Beim Vorlesewettbewerb der sechsten Jahrgangsstufe der Riedenburger Grund- und Mittelschule hat sich Samuel Radlhammer aus Gleisl-hof gegen seine drei Mitstreiter durchgesetzt. Der Zwölfjährige überzeugte sowohl die Jury als auch seine Mitschüler mit seiner Lesekompetenz und darf nächstes Jahr beim Kreisentscheid antreten.
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Alle vier Schüler haben beim Vorlesewettbewerb an der Riedenburger Grund- und Mittelschule überzeugt. Altin Dvorani (von links), Klassenleiterin Julia Penzkofer, Gewinner Samuel Radlhammer, Leiter der AWO-Ganztagsbetreuung Jürgen Faget, Büchereileiterin Gisela Aschenbrenner, Sophie Simonis, Rektor Norbert Nadler und Simon Bodisch stellten sich zum Erinnerungsfoto auf.
Alle vier Schüler haben beim Vorlesewettbewerb an der Riedenburger Grund- und Mittelschule überzeugt. Altin Dvorani (von links), Klassenleiterin Julia Penzkofer, Gewinner Samuel Radlhammer, Leiter der AWO-Ganztagsbetreuung Jürgen Faget, Büchereileiterin Gisela Aschenbrenner, Sophie Simonis, Rektor Norbert Nadler und Simon Bodisch stellten sich zum Erinnerungsfoto auf.
Trattner
Riedenburg
Im Klassenzimmer der sechsten Jahrgangsstufe ist die Spannung nahezu greifbar, als Rektor Norbert Nadler den Startschuss für den Schulentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs gibt. Eigentlich sind es die vier Teilnehmer schon gewohnt, vor ihrer Klasse vorzulesen - schließlich haben sie erst vor drei Wochen beim Klassenentscheid gewonnen. Doch vor einer Jury anzutreten, ist noch einmal etwas ganz anderes.

Und so sind die restlichen 18 Schüler mucksmäuschenstill, als Altin Dvorani als Erster mit dem Vorlesen beginnt. "Das geheimnisvolle Spukhaus" von Henriette Wich hat der Zwölfjährige mitgebracht und nimmt das Publikum in seiner dreiminütigen Vorlesezeit mit zu einer Geistergeburtstagsparty, bei der so einige unheimliche Dinge passieren.

Sophie Simonis hat sich für "Ostwind - Auf der Suche nach Morgen" von Lea Schmidbauer entschieden - eine spannende Geschichte über das Fohlen Ora, das plötzlich spurlos verschwindet und so für viel Aufregung und Trubel sorgt. Und auch bei Simon Bodisch und Samuel Radlhammer fiel die Wahl auf actionreiche Geschichten: Simon liest aus "Im Bann des Tornados" von Annette Langen und Samuel zieht die Zuhörer mit einem Abenteuer aus der Fantasyreihe "Beast Quest" von Adam Blade in den Bann.

Im Anschluss an ihre Lieblingsgeschichten lesen die vier Teilnehmer noch Auszüge aus einer ihnen unbekannten Geschichte vor und zeigen so ihr Können, aus dem Stegreif zu lesen. Beide Aufgaben meistern alle Vier und so ist es für die dreiköpfige Jury kein Leichtes, einen Sieger zu ermitteln. Basierend auf Kriterien wie Lesefluss, Betonung und Lautstärke bewerten Rektor Norbert Nadler, Büchereileiterin Gisela Aschenbrenner und der Leiter der AWO-Ganztagsbetreuung, Jürgen Faget, die Vorleser und geben ihr Urteil gleich im Anschluss bekannt: Altin Dvorani erreicht den dritten Platz, Sophie Simonis und Simon Bodisch teilen sich Platz zwei. "Samuel, du bist der Gewinner und darfst dich jetzt richtig freuen", verkündet Nadler und überreicht dem stolzen Sieger eine Urkunde. Von Gisela Aschenbrenner erhalten alle Teilnehmer einen Gutschein über eine dreimonatige kostenlose Lesezeit in der Riedenburger Stadtbücherei.

Klassenleiterin Julia Penz-kofer verteilt Schokolade, um "das Lesen zu versüßen". "Die Leseeinladung geht an uns alle, denn Lesen kann etwas ganz Spannendes sein", appelliert der Rektor. "Und Frau Aschenbrenner hat in ihrer Bücherei so viele Bücher, dass sie für uns alle reichen", fügt er mit einem Schmunzeln hinzu.

Norbert Nadler freut sich, mit der Teilnahme am Vorlesewettbewerb einen Beitrag zur Leseförderung seiner Mittelschüler zu leisten: "Lesen ist eine zentrale Grundkompetenz. Als Schule nehmen wir Projekte zur Leseförderung dauerhaft ernst und wollen diese nie zurückschrauben." Und auch Lehrerin Julia Penzkofer liegt die Lesekompetenz ihrer Schüler am Herzen. Um diese regelmäßig und dauerhaft zum Lesen zu animieren, schließt sie mit ihnen monatlich einen Lesevertrag ab. "Das Lesen ist eigentlich jeden Tag eine Hausaufgabe", erklärt sie. Da man das Pensum nicht kontrollieren könne, sei das regelmäßige Lesen Zuhause eine "Vertrauenshausaufgabe". Auf einem Vordruck tragen die Schüler ein, wie viel sie in einem Monat gelesen haben. Basierend auf den Auswertungen dieser Leseverträge werde dann jährlich ein Lesekönig ermittelt.

"Lesen macht einfach Spaß", sagt Samuel Radlhammer nach der Siegerehrung und freut sich auf seinen Auftritt beim Kreisentscheid nächstes Jahr. "Ich lese schon recht viel. Am liebsten Krimis wie ,Beast Quest', manchmal lese ich auch in Englisch", fügt der Zwölfjährige hinzu. Bei so viel Übung und Spaß am Lesen dürfte einer guten Platzierung beim Kreisentscheid wohl nichts im Wege stehen.

Der Wettbewerb

Der bundesweite Vorlesewettbewerb startet jeden Oktober an den Schulen und verläuft danach über mehrere regionale und überregionale Etappen bis zum Landesentscheid, das Bundesfinale findet im Juni statt.Teilnehmen können alle Schüler im sechsten Schuljahr. Die besten Vorleser werden zunächst in den Klassen ermittelt, anschließend wird ein Schulsieger gekürt. Wenn der Gewinner feststeht, meldet sich die Schule für den Kreisentscheid an. Die Kinder lesen ein Stück aus einem selbst gewählten Lieblingsbuch und zusätzlich einen unbekannten Text. Wer am höchsten bewertet wird, kommt eine Runde weiter. tkr

Katrin Trattner
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