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Monsignore Richard Distler in Neumarkt verabschiedet – Nun soll der frühere Dekan zum Ehrenbürger ernannt werden

Mit Beifall in den Ruhestand

Neumarkt
erstellt am 01.08.2017 um 15:45 Uhr
aktualisiert am 05.08.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neumarkt (fxm) Nach 28 Jahren als Pfarrer der Hofpfarrei Neumarkt und 24 Jahren als Dekan ist Monsignore Richard Distler in den Ruhestand verabschiedet worden.
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Durch ein Spalier von 120 Ministranten schritt Dekan Monsignore Richard Distler nach dem Gottesdienst aus Anlass seiner Verabschiedung aus Neumarkt..
Durch ein Spalier von 120 Ministranten schritt Dekan Monsignore Richard Distler nach dem Gottesdienst aus Anlass seiner Verabschiedung aus Neumarkt.
Meyer
Neumarkt
Im Dekanat Neumarkt leben rund 68000 Katholiken.

Der Dekan benötigte an seinem offiziell letzten Arbeitstag als Hofpfarrer eine gute Kondition. Denn es gab einen Festgottesdienst mit Chor und Bläsern, einen Stehempfang im Pfarrgarten, eine gesungene Vesper der Männerschola am Nachmittag, einen zweieinhalbstündigen Verabschiedungsfestakt im Historischen Reitstadel und danach noch endloses Händeschütteln.

Dekan Monsignore Richard Distler, der aus dem zur Gemeinde Berngau gehörenden Röckersbühl stammt, war während seiner Abschiedspredigt im übervollen Gotteshaus voller Dankbarkeit: „Ich danke für die Berufung nach Neumarkt im April 1989 und für die mich erfüllende Aufgabe hier“, sagte er. Die vielen Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen, Alten und Kranken hätten ihm gezeigt: „In jedem Menschen, egal welchen Glaubens, ist etwas vom Glanz Gottes zu entdecken.“ Distler vergaß nicht, das große Engagement der Laien, insbesondere der Frauen, die sich auf vielfältige Weise in die Gemeindearbeit eingebracht hätten. Auch für seine allseits geschätzte Pfarrhaushälterin Elisabeth Harrer, die ihm seit 37 Jahren treu zur Seite steht, hatte Distler ein Lob parat. Nach der Eucharistiefeier schritt der Seelsorger durch ein Spalier von 120 Ministranten, die ihm zuwinkten und ihn beklatschten. Jedes Jahr fuhr Distler zum Zeltlager der Minis, unterhielt sich mit ihnen und feierte einen Gottesdienst.

Bei der Vesper dankte Generalvikar Isidor Vollnhals seinem Mitbruder im Auftrag des Bischofs für den unermüdlichen Einsatz. Beim Festakt für die Mitarbeiter, Ehrenamtlichen und Weggefährten wurden bei den Einlagen von Pfadfindern und Ministranten, Kindergruppen und Weggefährten viele Facetten aus der Amtszeit des Dekans ins Gedächtnis gerufen. Besonders bewegend war die Szene, als alle Kleinen des KISI-Clubs nach einem Lied dem Geistlichen ein Kreuzzeichen auf die Stirn machten.

Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann (UPW/FW) betonte, dass der scheidende Dekan ein Seelsorger im besten Sinne des Wortes sei und vielen Menschen Wege für ihr persönliches Leben aufgezeigt habe. Aufgrund seiner respektablen Lebensleistung wird das Stadtoberhaupt dem Stadtrat deshalb in der nächsten Sitzung vorschlagen, Dekan Monsignore Richard Distler zum Ehrenbürger von Neumarkt zu ernennen.

Landrat Willibald Gailler (CSU) hob hervor, dass Distler aufzeigte, dass der Glaube ein froh machendes Erlebnis sein könne. Die evangelische Dekanin Christiane Murner, die erst seit Kurzem dieses Amt bekleidet, schätzte an Distler dessen ökumenische Dienste und den interreligiösen Dialog.

Als Geschenk erhielt der Geistliche, dem zum Schluss das Auditorium mit stehenden Ovationen die Reverenz erwies, einen Quellstein für den Garten in seiner neuen Heimat in Meckenhausen. Mit einem oberpfälzischen „Pfüa Gott“ verabschiedete sich Distler von seiner ihm ans Herz gewachsenen Hofpfarrei.

Franz Xaver Meyer
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