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Jahresversammlung beim Obst- und Gartenbauverein Mehr Ausgleichsflächen mit Blütenpflanzen angedacht

"Mindelstetten brummt"

Mindelstetten
erstellt am 13.03.2018 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 17.03.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Mindelstetten (fj) Zur diesjährigen Jahresversammlung haben sich die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Mindelstetten getroffen. Martina Golda, die Vorsitzende, begrüßte dazu neben mehr als 30 Mitgliedern auch Bürgermeister Alfred Paulus und die Referentin des Nachmittags, Christina Holzapfel aus Kirchdorf.
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Mindelstetten: "Mindelstetten brummt"
Die Führung des Obst- und Gartenbauvereins Mindelstetten im Gespräch mit der Referentin Christina Holzapfel (3. v. l.). - Foto: Feldmann
Mindelstetten

Gleich zu Beginn der Veranstaltung ergriff Bürgermeister Paulus das Wort. Er lobte den Gartenbauverein für seine Arbeit, die von den Mitgliedern das ganze Jahr über für die Gemeinde unentgeltlich geleistet werde. Ganz besonders hob er die Pflege des Friedhofs, die Bepflanzung und Sauberhaltung der Verkehrsinseln und die Beteiligung am Ferienprogramm der Gemeinde hervor. Dabei vergaß das Gemeindeoberhaupt nicht, die aktive Truppe darum zu bitten, diese Arbeiten auch in Zukunft so weiter zu erledigen.

Als Neuerungen kündigte Paulus an, in diesem Jahr Ausgleichsflächen mit Blütenpflanzen anzulegen, die Ränder der Gemeindewege nur noch einmal jährlich zu mähen und sie dadurch der Natur zurückzugeben. Auch für den Friedhof Mindelstetten gibt es Überlegungen, größere Rasenflächen umzugestalten, dort Blütenpflanzen zu säen und diese nur noch einmal jährlich zu mähen. "Mindelstetten brummt", gab er als Thema für die Zukunft aus.

Martina Golda erinnerte bei ihrem Jahresrückblick an die vielen Aktivitäten im zurückliegenden Jahr. So wurde im April ein Ostereierbaum zusammen mit der Schule und dem Kindergarten auf dem Kirchplatz aufgestellt. Man beteiligte sich an der Aktion "Saubere Landschaft". Zur Jahresversammlung wurde die Kräuterpädagogin Kathi Bayer eingeladen, die zum Thema "Körperpflege im Einklang mit der Natur" referierte. Im April fanden auch die große Putzaktion des Friedhofs und die Pflege und Neugestaltung der Verkehrsinseln statt. Dabei vergaß sie nicht, Johann Graumann zu danken, der im Sommer stets dafür sorgte, dass die Pflanzen in den Verkehrsinseln nicht vertrocknen. In guter Erinnerung sind auch noch das Grillfest am Forstner-Weiher in Oberoffendorf, die Beteiligung am Ferienprogramm der Gemeinde, die Herbstaktion im Friedhof und natürlich der gemeinsame Besuch des Mindelstettener Marktes.

Die Vorsachau auf das laufende Jahr brachte keine großen Änderungen. Die erste Aktion heuer wird wieder die Aufstellung eines Ostereier-Baumes am Kirchplatz in der kommenden Woche sein. Ludwig Nigl, der Kassenverwalter, berichtete von einer geringen Schmälerung der Rücklagen, die durch die Anschaffung eines neuen Vertikutiergerätes verursacht wurde. Sonst verfügt der Verein über ein solides Rücklagenpolster.

Mit Spannung warteten anschließend alle auf den Vortrag von Christina Holzapfel, der Ernährungswissenschaftlerin aus Kirchdorf. Ihr Thema "Die Dickmacher unserer Zeit - und wie Sie trotzdem gesund abnehmen" interessierte alle, manche sogar brennend. Ihr lockerer, sachlich fundierter und von Bildern unterstützter Vortrag erinnerte manche an ihre sehr lieb gewordenen Schwächen. Die von vielen so oft gebrauchte Ausrede "das liegt an den Genen" stimmt nur sehr bedingt. In erster Linie komme Übergewicht von den Essgewohnheiten, zu hastig, zur Unzeit, zu viel, zu fett, zu süß, zu wenig Gemüse und Ballaststoffe - und das alles zusammen mit wenig Bewegung. Die Entwicklung zum Übergewicht sei eine schleichende Angelegenheit. Bereits die Aufnahme von täglich 50 Kalorien über dem Bedarf ergebe eine Zunahme von 2,6 Kilo jährlich. Dabei gelte es, den täglichen Verführungen der Werbung zu widerstehen. "Hier werden Dinge verheimlicht oder hinter schönen Formulierungen versteckt, die Kalorienbomben harmlos erscheinen lassen", so die Referentin. Dazu komme: Übergewicht tut leider nicht weh - wenn es schmeckt, wird der überfüllte Teller leer gegessen. Es gelte, Zucker, Fett, Alkohol und die vielen Fast-Food-Angebote und Fertiggerichte zu meiden. "Bei Pellkartoffeln gibt es keine Einschränkung, diese sind gesund und für alle bekömmlich", meinte die Referentin.

Von Josef Feldmann
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