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Elke Erdl freut sich auf ihre neue Aufgabe als Konrektorin - 308 Schüler an der Grund- und Mittelschule

"Menschlichkeit und Mütterlichkeit"

Riedenburg
erstellt am 10.09.2018 um 18:58 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Riedenburg (DK) Sie ist an der Schule keine Unbekannte: Seit 2010 ist Elke Erdl an der Riedenburger Grund- und Mittelschule tätig - und engagiert sich darüber hinaus in vielen Bereichen des Schul- und Gemeindelebens in der Dreiburgenstadt. Nun tritt sie als Konrektorin die Nachfolge von Bernhard Zierer an.
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Glückwünsche zum Einstand: Bürgermeister Siegfried Lösch (von links) gratuliert der neuen Konrektorin an der Riedenburger Grund- und Mittelschule Elke Erdl im Beisein von Kelheims Schulamtsdirektorin Sabina Meier und Schulleiter Norbert Nadler.
Glückwünsche zum Einstand: Bürgermeister Siegfried Lösch (von links) gratuliert der neuen Konrektorin an der Riedenburger Grund- und Mittelschule Elke Erdl im Beisein von Kelheims Schulamtsdirektorin Sabina Meier und Schulleiter Norbert Nadler.
Schmied
Riedenburg
Es waren die richtige Bewerbung und die richtige Entscheidung: "Elke Erdl ist eine Topfrau, die für die Kinder mit Menschlichkeit und Mütterlichkeit agieren wird", betont Bürgermeister Siegfried Lösch (CSU) bei der Bekanntgabe der Besetzung des Konrektoren-Postens an der Riedenburger Grund- und Mittelschule. Bernhard Zierer, der gemeinsam mit Schulleiter Norbert Nadler vor zwei Jahren in die Dreiburgenstadt gekommen war, wechselt zum neuen Schuljahr an die Grund- und Mittelschule seines Heimatortes Langquaid (wir berichteten). Mit Elke Erdl tritt nun eine Lehrerin aus dem hauseigenen Kollegium die Stelle als stellvertretende Schulleiterin an. "Man kennt sich schon. Das ist die optimale Konstellation", versichert Sabine Meier, Schulamtsdirektorin und fachliche Leiterin im Landkreis Kelheim. Und auch Nadler ist glücklich mit der Wahl. "Dieses Team gibt es schon länger, jetzt ist nur die Rollenverteilung eine andere", sagt er.

Schon in den vergangenen beiden Jahren habe Elke Erdl als Beratungslehrerin tatkräftig an der Entwicklung des Schulprofils Inklusion mitgearbeitet, klärt Nadler auf. Darüber hinaus ist die 48-Jährige am Schulamt in Kelheim im Bereich Inklusionsberatung tätig. Das wolle sie auf jeden Fall in diesem Schuljahr noch weiter machen, erklärt Erdl. Sie freue sich darauf, nun auch an der Riedenburger Grund- und Mittelschule weiter daran arbeiten zu können, was in den vergangenen zwei Jahren im Bereich Inklusion angestoßen wurde. In diesem Zusammenhang steht auch der barrierefreie Ausbau der Schule, der über das Kommunale Investitionsprogramm Schulinfrastruktur - kurz: KIP-S - des Freistaats gefördert wird. Geplant sind laut Lösch der Einbau eines Aufzugs sowie behindertengerechte Toiletten. "Und wenn wir noch mehr unterbringen, machen wir noch etwas am Pausenhof", so der Rathauschef. Der nächste Termin zum Thema stehe im Herbst oder Winter an, den maximalen Fördersatz von 90 Prozent werde man aber nicht erreichen, dafür stehe die Großgemeinde finanziell zu gut da, so Lösch. "Wahrscheinlich werden es um die 70 Prozent werden", schätzt er.

Der Großgemeinde Riedenburg steht darüber hinaus auch die Sanierung der Grund- und Mittelschule ins Haus. "Das Gebäude steht grundsätzlich gut da, da wäre nur das ewige Flachdachproblem", so Lösch. Es sollen darum Dach, Fenster und auch die Heizung unter die Lupe genommen werden. Bei letzterem Punkt könnte es auf eine Elektroheizung hinauslaufen - aus zweierlei Gründen. "Elektroheizungen sind derzeit wieder modern", sagt Lösch. Und: Erst vor zehn Jahren habe man den Brandschutz an der Schule erneuert. "Es wäre nicht sinnvoll, jetzt wieder alles aufzureißen, um neue Leitungen zu verlegen", stellt er klar.

Die Hauptschule ist laut Lösch ein wenig das "Problemkind" der Großgemeinde. Viele Kinder zieht es nach der Grundschule an weiterführende Schulen. "Aber wir kriegen das hin", versichert der Rathauschef. Gerade die Grundschule verzeichnete in den vergangenen Jahren regen Zulauf und damit steigende Schülerzahlen. Denn viele junge Familien siedelten sich in und um Riedenburg an. "Der Trend in der Region geht außerdem zu im Schnitt drei Kindern pro Familie. Das ist sehr erfreulich, da müssen wir dranbleiben", betont Lösch und verweist in diesem Zusammenhang auf die Familienheimförderung durch die Kommune. Diese "massive freiwillige Leistung" tätige man gerne, um die Lebensqualität junger Familien in Riedenburg zu steigern.

Insgesamt werden im neuen Schuljahr 308 Schülerinnen und Schüler die Grund- und Mittelschule besuchen. "Die Zahl ist relativ stabil", sagt Nadler. Heuer wird es zwei erste Klassen geben, in den beiden Jahren davor waren es jeweils drei. Elke Erdl übernimmt in diesem Schuljahr eine vierte Klasse. Die neue Konrektorin, der von Schulamtsdirektorin Meier "hervorragendes Engagement und Kompetenz" bescheinigt wird, ist aber nicht nur im Kollegium verwurzelt, sondern auch im gesellschaftlichen Leben Riedenburgs: Sie engagiert sich bei den Pfarrspatzen, bringt sich in der Gestaltung von Kindergottesdiensten, der Erstkommunion und dem Krippenspiel ein. "Es ist ein riesiges Plus, wenn man auch vor Ort gut vernetzt ist", betont Nadler. "Auch für mich ist die Kontinuität in solchen Ämtern wichtig", meint Lösch. "Wir brauchen sie noch mindestens 30 Jahre", formuliert Meier ihren Wunsch.

Wenngleich Elke Erdl und ihre Familie demnächst von Haidhof nach Ihrlerstein umziehen werden, wird sie Riedenburg - auch wegen der Aufgabe als Konrektorin - eng verbunden bleiben. Ihre Laufbahn als Lehrerin begann für die gebürtige Deggendorferin in Erding, wo sie sechs Jahre blieb. Mit ihrem Ehemann zog es sie dann für zehn Jahre nach Nördlingen. 2010 kam sie in den Landkreis Kelheim und hat sich in der Großgemeinde Riedenburg beheimatet, ihr Mann ist als Lehrer in Dietfurt tätig. Die Mutter von zwei Kindern hegt eine große Leidenschaft für die Musik, die sie auch in der Schule auslebt und der sie privat als Ausgleich zum Arbeitsalltag nachgeht. Elke Erdl spielt Cello und Klavier, unter anderem im Orchester in Kelheim und in einem Trio, das sich aber noch keinen Namen gegeben hat. "Musik macht mir einfach Spaß", sagt sie.
Kathrin Schmied
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