Montag, 25. Juni 2018
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Kindergartengebühren, das Mittagessen an den Schulen und die Erdaushubdeponie werden moderat teurer

Marktrat passt Kosten an

Altmannstein
erstellt am 14.06.2018 um 18:56 Uhr
aktualisiert am 18.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Altmannstein (DK) In der Sitzung des Altmannsteiner Marktrats am Dienstagabend ist es unter anderem um die Gebühren für Kindergarten und Kinderkrippe in Schamhaupten gegangen. Auch die Gebühren für das Mittagessen an den Schulen in Sandersdorf und Altmannstein wurden angepasst.
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Die Kirchenstiftung Altmannstein will in Kindergarten und Krippe in der Kerngemeinde die Preise moderat erhöhen. Ebenso hat es der Marktrat für Schamhaupten beschlossen. Hier soll im Kindergarten eine monatliche Erhöhung um fünf bis sieben Euro erfolgen, je nach gebuchten Stunden. Bis vier Stunden zahlen Eltern beispielsweise künftig nicht mehr 55 sondern 60 Euro. Bei sechs bis sieben Stunden sind es statt 70 im nächsten Kindergartenjahr 77 Euro. Und beim Höchstsatz von acht bis neun Stunden werden statt 80 dann 87 Euro fällig. In der Krippe wird um zehn Euro erhöht. Bis drei Stunden bedeutet das statt 140 künftig 150 Euro, bei der Maximalzahl von sieben bis acht Stunden werden statt 215 dann 225 Euro fällig.

Insgesamt haben Kindergarten und Kinderkrippe in Schamhaupten im Haushaltsjahr ein Defizit von 344583 Euro erwirtschaftet. "Man merkt alleine an den Personalkosten, dass diese locker um zehn Prozent gestiegen sind - und das ist auch gerechtfertigt", begründete Bürgermeister Norbert Hummel (CSU) die Erhöhung. Zwar bekäme die Gemeinde einen Teil der Personalkosten ersetzt, aber eben nicht alles. Auch wolle man die Differenz zu den Gebühren, die die Stadt Beilngries verlangt, nicht zu groß werden lassen. Schließlich gehen aus der Großgemeinde Altmannstein - im Pondorfer Bereich - auch Kinder in Beilngrieser Einrichtungen. "Wir haben einen hohen Standard, qualifiziertes Personal, wir zahlen nach Tarif und bieten Zusatzangebote beispielsweise bei Sprachschwierigkeiten an - trotzdem sind wir bei den Preisen moderat", so Hummel weiter. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Ebenso einig waren sich die Markträte bei der Anpassung der Beiträge für das Mittagessen an den Schulen Altmannstein und Sandersdorf. Bislang war die Abrechnung nach eingenommenen Mahlzeiten erfolgt, was für die Schulen und auch die Verwaltung im Rathaus einen hohen Verwaltungsaufwand bedeutete. Deshalb wurde die Abrechnung mit dem Schuljahr 2016/17 in der Schule Altmannstein testweise umgestellt. Dort können für die Kinder nun feste Wochentage gebucht werden, an denen sie in der Schule zu Mittag essen. Ist ein Schüler beispielsweise jeden Mittwoch über Mittag in der Schule, zahlt er monatsweise gleich für alle Mittagessen an Mittwochen. So ein fester Tag im Monat mit Mittagessen kostete bislang elf Euro. Schulleiter Richard Feigl schlug nun vor, dies anzupassen, denn ein Grundschüler esse weniger als ein Mittelschüler. Sein Vorschlag: Grundschüler sollen künftig zehn Euro pro festem Tag für den ganzen Monat zahlen, Mittelschüler zwölf Euro. Für Erwachsene wird das Essen weiter nach Portion abgerechnet, hier schlug er eine Erhöhung von vier auf 4,50 Euro vor. Der Marktrat stimmte zu.

Das System, das Mittagessen gleich für den ganzen Monat nach Wochentagen buchen zu lassen, "hat sich mehr als bewährt", verkündete Hummel. Die Kosten nur für den Verwaltungsaufwand seien von 3300 Euro im Schuljahr 2015/16 auf 1700 in 2016/17 gesunken. Deshalb soll das System künftig auch in der Schule in Sandersdorf angewandt werden.

Angepasst wurden auch die Gebühren für die gemeindliche Erdaushubdeponie und die Kompostieranlage Altmannstein. Die letzte Gebührenerhöhung fand im Jahr 2002 statt. Drei Euro kostete der Kubikmeter abgegebenes Material bislang in der Erdaushubdeponie, zwei Euro in der Kompostieranlage. Im Jahr 2013 ergaben sich so Einnahmen von 18700 und 3600 Euro. Im Jahr 2017 waren es 48833 und 4300 Euro. Hummel schlug vor, die Kosten für den Kubikmeter Material in der Erdaushubdeponie auf vier Euro zu erhöhen. In der Kompostieranlage sprach er sich dafür aus, die Kosten gleich zu belassen. "Hier ist es mir wichtiger, die Leute fahren es raus und kippen es nicht in die Flur." Wer Material außerhalb der Öffnungszeiten abgeben will, soll künftig außerdem pro Stunde statt zehn Euro 14 Euro zahlen. Der Marktrat stimmte zu.

Im Schnitt besuchen 9,41 Kinder aus dem Gemeindegebiet Altmannstein den Kindergarten in Wolfsbuch. Dieser hat 2017 ein Defizit von 67373 Euro erwirtschaftet. Pro Kind sind das kanpp 2300 Euro. Für die Gemeinde Altmannstein bedeutet das ein anteilsmäßiges Defizit von 21587 Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 3090 Euro Defizit pro Kind. Die Verbesserung liege an mehr Kindern und einem höheren Personalkostenzuschuss vom Land. Markträtin Maria Böhm (CSU/PW) wies darauf hin, dass man über bessere Öffnungszeiten in Wolfsbuch reden sollte, weil sonst immer mehr Kindergartenkinder aus Pondorf nach Schamhaupten gehen würden.

Einem Wunsch aus Hexenagger konnte der Marktrat in seiner Sitzung entsprechen. Bürger hatten sich gewünscht, dass die neue Erschließungsstraße im Baugebiet "Auf der Holzen II" nicht wie vom Marktrat festgelegt "Bärenweg" heißen soll. Ihr Wunschname: "Hirschweg".

Marktrat Josef Semmler (CSU/PW) merkte an, dass am Weg zwischen Mendorf und Tettenwang ein Schild stehe "Landwirtschaftlicher Verkehr frei". Das Schild sei eigentlich - vom Marktrat beschlossen - entfernet worden, nun sei es aber wieder da. Der Weg könne nun von Tettenwang aus befahren werden, von Mendorf aus aber nur von landwirtschaftlichem Verkehr. Hummel sagte, dass das Taferl eben wieder entfernt werde, wenn es dazu schon einen Gemeinderatsbeschluss gebe.

Marktrat Günther Müller regte an, eine Kurzparkzone für einen Platz vor der Apotheke in der Kerngemeinde auszuweisen. Der Vorschlag sei nicht neu, so Hummel, damals hätten die Anlieger das nicht gewollt. Der Marktrat beschloss, einen Parkplatz auf eine Parkdauer von 15 Minuten zu beschränken.
Isabel Ammer
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