Montag, 10. Dezember 2018
Lade Login-Box.

Der Keller Steff erweist sich beim Auftritt in Steinsdorf wieder als begnadeter Entertainer

Lieder und ein wenig Chaos

Altmannstein
erstellt am 04.12.2018 um 14:42 Uhr
aktualisiert am 08.12.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Steinsdorf (ied) Mit dem Auftritt des Keller Steff bei der Weihnachtsfeier hat der Steinsdorfer Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft am Sonntag zum Abschluss der Veranstaltungsserie zum zehnjährigen Bestehen des Dorfgemeinschaftshauses nochmals einen Volltreffer gelandet.
Textgröße
Drucken
Zum Haareraufen sind die  bisweilen die Erlebnisse des Keller Steff,  die  er in seine  Stücke einfließen lässt.
Zum Haareraufen sind die bisweilen die Erlebnisse des Keller Steff, die er in seine Stücke einfließen lässt.
Schmied
Altmannstein
Vor ausverkauftem Haus begeisterte der weit über seine Heimat, das Chiemgau, hinaus bekannte Liedermacher, Musikkabarettist und Entertainer bei seinem mittlerweile vierten Auftritt in Steinsdorf erneut seine Fangemeinde. Der erste glückliche Fan des Abends dürfte Luca Blank gewesen sein. Luca hatte beim WM-Tipp des Dachvereins gewonnen, das Freibier aber aus Altersgründen nicht erhalten. Vorstandsmitglied Andi Winkler, der die Gäste zu Beginn begrüßte, überreichte Luca deshalb ein Ersatzgeschenk, zu dem der Keller Steff gleich noch zwei seiner CDs plus Autogramm dazulegte.

Was dann folgte, war ein Feuerwerk aus Liedern und Geschichten aus dem Leben des Künstlers und immer auch ein wenig Chaos. Schon nach dem ersten Titel war das Publikum gut angewärmt. Dank der Mitmachteile in den Lieder waren die Steinsdorfer ins Programm eingebunden und begeistert dabei. Nach einem Song auf Englisch, "der sich über Mimik und Gestik erklärt", erzählte der Keller Steff die Geschichte vom zehnjährigen Umbau seines Hauses, woraus das Lied "Er mogs gern rund" entstand.

Geschichten aus dem Leben gegriffen, gespickt mit Pointen, die sofort zündeten, strapazierten die Lachmuskeln der Besucher und waren als Vorspann zu den Liedern fester Bestandteil des Programmes. Der Keller Steff zeigte damit, dass er nicht nur ein exzellenter Musiker, sondern auch ein fesselnder Geschichtenerzähler ist, der mit seiner Spontanität neben Aufmerksamkeit auch immer lachende Gesichter bei seinem Publikum erzeugt. "Der Baggerfahrer" ist so ein Lied mit forderndem Mitmachteil, das die Steinsdorfer aber sofort beherrschten. Die Geschichte, die der Steff dazu über seine Erfahrungen bei einem Konzert in Landshut zu erzählen wusste, wurde vom Publikum immer wieder mit Beifallsstürmen bedacht.

Dass er aber auch die ruhigen und nachdenklichen Töne gut beherrscht, zeigten die Stücke "Kurven" und "Marionettenlied", bei denen es im Publikum mucksmäuschenstill war. Nach der "Hex" und dem Titel "Narrisch", das von einer intensiven Vater-Sohn-Beziehung berichtet, hatten sich das Publikum und der Künstler eine Pause redlich verdient.

Für den zweiten Teil war "Der Bulldogfahrer" genau der richtige Wiedereinstieg. Es folgte die Geschichte von der Hackschnitzelheizung, die mit ihren unerwarteten Wendungen immer wieder Lacher erzeugte. "Milli von da Kua" oder "Warum passiert des olwei mir" und "Da Bauwong" - alle mit entsprechender Entstehungsgeschichte im Vorspann oder auch mittendrin - waren die nächsten Kracher im Feuerwerk des Keller Steff.

Zum Schluss gab es noch etwas Kultur und der Steff wurde mit Unterstützung des Rüttelgurtes vom Opa zum Opernsänger. Das Publikum war rundum begeistert und dankte dem Künstler mit stürmischem Applaus. Als Zugabe folgten natürlich noch "Kaiweziagn" und "Dill", ehe der Keller Steff mit "Bin wieda frei" nochmals seine besinnlichere Seite zeigte.

Nach dem Konzertende musste der Steff noch viele Hände schütteln und CDs signieren. Auch dabei war dem sympathischen und publikumsnahen bayerischen Künstler die Freude an seinem Tun anzumerken.




 
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!