Montag, 15. Oktober 2018
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Spende an Pfarrvikar John Joseph überreicht - Bedauern über schrumpfenden Kirchenzug

Kolpingfamilie unterstützt Wiederaufbau in Südindien

Altmannstein
erstellt am 12.10.2018 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 12.10.2018 um 14:55 Uhr | x gelesen
Altmannstein (mby) Eine außergewöhnliche Monatsversammlung haben die Mitglieder der Kolpingfamilie Altmannstein am Montag erlebt. Der Vorsitzende Georg Wagner begrüßte insbesondere Pfarrvikar John Joseph, der das geistige Wort des Diözesanpräses verlas. Dann berichtete er über die Unwetterkatastrophe in seinem Heimatland Indien.
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500 Euro überreichte der Kolpingvorsitzende Georg Wagner an Pfarrvikar John Joseph für die Flutopfer in dessen Heimatland Indien.
500 Euro überreichte der Kolpingvorsitzende Georg Wagner an Pfarrvikar John Joseph für die Flutopfer in dessen Heimatland Indien.
Meyer
Altmannstein
Am 15. August hatten sich im Bundesstaat Kerala, die Heimat von Joseph, Überschwemmungen und Erdrutsche ereignet. Denn der Monsunregen war deutlich stärker als gewöhnlich. Seinen Heimaturlaub konnte der Priester nicht wie gewohnt antreten, da wegen der Überschwemmungen der Zielflughafen gesperrt war. Er machte deshalb in Nordindien Station. "Hier ist die Armut noch ziemlich groß", sagte Joseph.

Gemeinsam mit mehreren Priestern startete er Hilfsprojekte. Schon 47 Familien konnte Joseph mit seinen Spendengeldern helfen. Als er endlich weiterreisen konnte, sah er die Verwüstungen, die das Unwetter angerichtet hatte. "Meiner Familie ist nichts passiert", stellte er erleichtert fest. Überhaupt habe es in seinem Heimatdorf nur geringe Schäden gegeben. Aber bereits einen Kilometer entfernt war ein Erdrutsch abgegangen. An vielen Häusern seien Risse entstanden. Die Bewohner versuchten nun, die Gebäude abzustützen. Von der Regierung sei kaum eine Hilfe zu erwarten. Viele obdachlose Familien seien vorübergehend in Zelten untergebracht worden. Geld wird dringend benötigt, um lebenswichtige Medikamente und Nahrungsmittel zu kaufen.

"In Indien gibt es das Christentum erst seit etwa drei Generationen. Vorher gab es nur den Hinduismus und Buddhismus", sagte Joseph. In dieser Notsituation hätten aber alle Glaubensrichtungen zusammengeholfen.

Mehrere Spendenaktionen für Indien wurden bereits unter seiner Mitwirkung organisiert. Sein Urlaub diente in diesem Jahr also der Hilfe für seine Landsleute und nicht der Erholung. Die von der Kirche gesammelten Spendengelder werden über die Priester direkt an die Bedürftigen gegeben. So kommt die Hilfe auch dort an, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Der Vorstand der Kolpingfamilie überreichte dem Pfarrvikar 500 Euro, die er für die Flutopfer verwenden wird. Joseph hatte Fotos von den Flutschäden und dem Leben in seiner Heimat mitgebracht.

Der Vorsitzende Georg Wagner berichtete von der Teilnahme an der Bezirkswallfahrt in Pförring. Mit zwölf Personen stellte Altmannstein dabei die größte Gruppe. Leider sei der Prozessionsweg mit mehr als drei Kilometern entschieden zu lang gewesen.

Das Erntedankfest feierte man am Sonntag, 7. Oktober. "Der Kirchenzug wird immer kleiner", bedauerte Wagner. Pater Wolfgang Eggerbauer aus Ingolstadt zelebrierte die Messe. Die Kolpingmitglieder gestalteten den Gottesdienst mit und trugen die Erntekrone.

Als weiterer Termin steht die Altkleidersammlung am Samstag, 20. Oktober, auf dem Plan. Hierzu werden wieder mehrere Helfer benötigt. Ab 8.30 Uhr holt man die bereitgestellten Kleidersäcke mit Fahrzeugen ab.

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