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Kliniken schreiben tiefrote Zahlen

Kelheim
erstellt am 28.11.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 02.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Kelheim (DK) Um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen, brauchen die Goldberg-Klinik und die Ilmtalklinik jeweils eine Langzeittherapie.
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Die Fallzahlen in der Goldberg-Klinik steigen.
Die Fallzahlen in der Goldberg-Klinik steigen.
Ehrlich
Kelheim
Wer sich schnelle Erfolge bei der Senkung der Defizite des Krankenhauses in Kelheim sowie des Verbundes der Häuser in Pfaffenhofen und Mainburg erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Beide Betriebe schreiben nach wie vor tiefrote Zahlen, wie den Berichten der jeweiligen Geschäftsführer am Dienstag im Kreisausschuss zu entnehmen war.

Sowohl Dagmar Reich für die Goldberg-Klinik, als auch Ingo Goldammer und Christian Degen für die Ilmtalklinik sprachen zwar von Besserung, die schwer angeschlagenen Betriebe sind aber noch lange nicht über den Berg. Reich sah ihre Klinik "mehr oder weniger punktgenau im Wirtschaftsplan unterwegs". Konkret bedeutet das einen Zuschussbedarf von voraussichtlich etwa 3,45 Millionen Euro aus dem Kreissäckel, die so auch im Haushalt eingestellt sind.

"Wir sind damit auf einem vernünftigen Weg", kommentierte Landrat Martin Neumeyer (CSU) die Zahlen. Nach wie vor hat die Klinik am Kelheimer Goldberg mit den laufenden Baumaßnahmen zu kämpfen, was der Kreischef aber nicht als Ausrede gelten lässt. "Wir müssen so weitermachen, damit wir nach Abschluss der Sanierung in einigen Jahren dann auch voll durchstarten können. "

Wenigstens lässt die Entwicklung der Fallzahlen hoffen. Geschäftsführerin Dagmar Reich berichtete von 8876 stationären Behandlungen in den ersten zehn Monaten des Jahres, was gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Steigerung von 3,5 Prozent bedeutet. Sehr gut läuft es laut der Geschäftsführerin auch in der Geburtshilfe, wo man dieser Tage das 600. Baby in diesem Jahr erwartet. "Licht am Ende des Tunnels" konnte Landrat Neumeyer in den Zahlen der Ilmtalklinik entdecken, auch wenn der operative Jahresfehlbetrag von knapp vier Millionen Euro zum Jahresende wohl um rund 814000 Euro höher als im Wirtschaftsplan prognostiziert ausfallen wird. Bis Ende Oktober lagen die Leistungen laut Goldammer um 6,7 Prozent unter Plan und auch unter dem Ergebnis des Vorjahres. Positive Entwicklungen zeigen seinen Worten zufolge die Akutgeriatrie und auch die Unfallchirurgie in Pfaffenhofen. Auch in der Gynäkologie setze sich der positive Trend fort. 

Der Kreisausschuss stellte mit jeweils einstimmigen Empfehlungen an den Kreistag die Weichen für die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft "Klinikallianz Mittelbayern" und der Umwandlung der Klinikallianz Mittelbayern GmbH in ein Kommunalunternehmen. Bereits auf den Weg gebracht ist der Antrag auf Bezuschussung des Kreißsaal-Rufdienstes für die Hebammen an der Goldberg-Klinik.
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