Mittwoch, 19. September 2018
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Kirchlicher Segen für neues Rettungsboot und Fahrzeug der Wasserwacht Altmannstein

In zehn Jahren von der Badehose zur Top-Ausrüstung

Altmannstein
erstellt am 12.07.2018 um 18:29 Uhr
aktualisiert am 16.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Altmannstein (mby) Großes Lob hat die Ortsgruppe der Altmannsteiner Wasserwacht bei der Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges und Rettungsbootes erhalten.
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Mitglieder der Wasserwacht sowie deren Führungskräfte im Landkreis Eichstätt und Vertreter der Sponsoren waren zur kirchlichen Segnung der neuen Einsatzfahrzeuge nach Altmannstein gekommen.
Mitglieder der Wasserwacht sowie deren Führungskräfte im Landkreis Eichstätt und Vertreter der Sponsoren waren zur kirchlichen Segnung der neuen Einsatzfahrzeuge nach Altmannstein gekommen.
Foto: Meyer
Altmannstein
Der Wasserwacht-Kreisvorsitzende Peter Gampl und der BRK- Kreisverbandsvorsitzende und Landrat Anton Knapp (CSU) übergaben die Fahrzeugschlüssel an Wolfgang Schiereis, den Vorsitzenden der Ortsgruppe.

Zunächst feierte die Wasserwachtgruppe mit zahlreichen Ehrengästen einen Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche. Pfarrer Johann Kauschinger stellte die Aufgaben der Wasserwacht in den Mittelpunkt.

Dass die Wasserwacht sogar im Hochgebet genannt wurde, war etwas "ganz Besonderes" für Kreischef Gampl. Er dankte den Sponsoren und Wasserwachtmitgliedern für ihren finanziellen und ehrenamtlichen Einsatz. "Das Symbol der Wasserwacht ist das Kreuz - und davon geht Gnade aus", spannte Gampl den Bogen zurück zum Gottesdienst. "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir für Menschen in Not Hilfe leisten", sagte er.

Im Jahr 2015 habe die Altmannsteiner Ortsgruppe mit ihrem damaligen Boot an einer Großübung in Pförring teilgenommen, berichtete Gampl. Leider sei dabei das Boot kaputtgegangen. Eine Ersatzbeschaffung war also nötig. Als auch noch das Einsatzfahrzeug in die Jahre gekommen war, bedurfte es hier ebenfalls eines Ersatzes.

"Das Geld liegt nicht auf der Straße", wusste Gampl. Zur Finanzierung des neuen Einsatzfahrzeuges sollte die Ortsgruppe einen Teilbetrag von 10000 Euro selbst aufbringen. Schiereis fragte dazu bei einigen Firmen nach und hat es geschafft, den geforderten Betrag aufzutreiben. Die Willibald-Schmidt-Stiftung Beilngries, die örtlichen Banken und die Marktgemeinde Altmannstein trugen mit Spenden zur Finanzierung bei.

Gampl lobte den Einsatz der in der Ortsgruppe ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer. "Haucht den Fahrzeugen Leben ein", appellierte er an die Truppe. "Ohne menschliche Hilfe lässt sich das Blech nicht bewegen. "

Pfarrer Kauschinger spendete den Fahrzeugen den kirchlichen Segen. Im Anschluss traf man sich zu einer Feierstunde. Hier holte Gampl noch weiter aus und begründete, warum genau die Altmannsteiner Ortsgruppe ein neues Fahrzeug bekommen hat. Der Kreisverband müsse mit den zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel gut wirtschaften und genau überlegen, welche Investitionen getätigt werden sollten.

"Vor zehn Jahren war die einzige Ausstattung der Altmannsteiner Wasserwacht eine Badehose", beschrieb Gampl die Vergangenheit. Seitdem habe sich einiges getan und Altmannstein sei zur High-Tech-Gruppe aufgestiegen. Die Wasserwacht-Aktiven versehen ihren Wachdienst nicht nur im örtlichen Freibad. Auch am Kratzmühlsee in Beilngries wird die dortige Ortsgruppe unterstützt. Weitere Kooperationen gibt es mit Riedenburg und Großmehring. "Viele junge Frauen und Männer haben sich noch mehr in den Dienst der Wasserwacht gestellt. Sie bringen damit ihr wichtigstes Gut, ein Stück Lebenszeit für Aus- und Fortbildung sowie Einsatzstunden auf. 365 Tage im Jahr wird erwartet, dass wir da sind, wenn der Piepser geht. " Die Altmannsteiner Gruppe habe gezeigt, dass sie würdig sei, neue Aufgaben zu übernehmen. "Die Wasserwacht kann nicht nur Wasser", betonte Gampl. Die Mitglieder unterstützen auch den Helfer-vor-Ort-Standort, helfen bei den Blutspendeterminen und kümmern sich um Asylbewerber in Not.

"Warum funktioniert das System Altmannstein? " fragte Gampl. Denn überall werde es schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden. "Das Geld ist es nicht", stellte er fest. Der kameradschaftliche Führungsstil und ein positives Miteinander seien die Grundpfeiler des Erfolges. "Junge Menschen wollen Herausforderungen. In Altmannstein wurde es verstanden, ihnen Verantwortung zu übertragen, ohne sie zu überfordern. "

Landrat Knapp gratulierte der Altmannsteiner Ortsgruppe zu ihrer neuen technischen Ausstattung. "Man hat gemerkt, wie begeistert Peter Gampl von der Altmannsteiner Wasserwacht ist", sagte er. Es sei für ihn als BRK-Kreisvorsitzender eine Genugtuung, dass die Gelder hier richtig investiert wurden. Ein wesentlicher Punkt sei die Kameradschaft, meinte auch Knapp zum vorbildlichen Zusammenhalt in Altmannstein. "Bewahrt euch das positive Füreinander und Miteinander und steckt damit auch andere an", gab er den Aktiven mit auf den Weg. Er sprach von einem Stück mehr Sicherheit an den Gewässern, an denen die Ortsgruppe im Einsatz ist.

Bürgermeister Norbert Hummel (CSU) begrüßte es, dass Altmannstein als Standort gewählt wurde. "Ein Einsatzfahrzeug ist nicht nur erwünscht, sondern heiß begehrt. " Er unterstützte deshalb auch diese Anschaffung für Altmannstein. Auch in Zukunft werde er für die Belange der Wasserwacht ein offenes Ohr haben, wenn um es die Ersatzbeschaffung von Ausrüstungsgegenständen geht, sicherte das Gemeindeoberhaupt zu. Dank ihrer professionellen Ausbildung könne die Truppe die Einsätze meistern. Eine gute Mischung aus Erfahrung und jungen Mitgliedern habe sich bei der Wasserwacht entwickelt. Hummel wünschte erfolgreiche, aber nicht zu viele Einsätze. Wichtig sei dabei stets, dass sich die Einsatzkräfte nicht selbst in Gefahr begeben. Zum Schluss bedankte sich Schiereis bei allen Unterstützern. Er lobte die Zusammenarbeit mit den Helfern vor Ort, dem BRK und der Feuerwehr Altmannstein.
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