Sonntag, 16. Dezember 2018
Lade Login-Box.

 

Historisch niedriger Wert beim Schiffsumschlag

Riedenburg
erstellt am 06.12.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 09.12.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Riedenburg/Kelheim (ksm) Der Schiffsumschlag ist heuer auf einen historisch niedrigen Wert gesunken: Das teilte Herbert Engl, Geschäftsführer des Hafenzweckverbands Kelheim, bei der jüngsten Verbandsversammlung mit.
Textgröße
Drucken
Allein an der Güterlände in Haidhof habe man nur rund 20570 Tonnen umgeschlagen. 2017 waren es noch 26960 Tonnen. Im gesamten Bereich des Hafenzweckverbands beläuft sich der Umschlag auf dem Wasser zwischen Januar und Oktober dieses Jahres auf knapp 255480 Tonnen (2017: 304550 Tonnen), das bedeutet einen Rückgang um 16 Prozent. "2018 ist gelaufen", so das Fazit Engls.

Der Einbruch resultiert laut Engl aus der langen Trockenheit während der Sommermonate. "Seit Juni waren die Pegelstände sehr niedrig. Die Schiffe konnten nur mit einer Auslastung zwischen 20 und 30 Prozent fahren. " Rund 50000 Tonnen an Güterumschlag auf dem Wasserweg habe man so auf jeden Fall verloren, die Fracht habe sich andere Wege gesucht, sei etwa mit Lastwagen transportiert worden, um die Versorgungssicherheit der Betriebe aufrechterhalten zu können. Man hoffe, nun bis zum Jahresende noch einige landwirtschaftliche Güter umschlagen zu können. "Wenn wir insgesamt zwischen 260000 und 290000 Tonnen erreichen, wäre das gut. "

Man hoffe nun, so Engl weiter, dass die diesjährige Trockenperiode, wegen der der Schiffsverkehr "arg ins Hintertreffen" geraten sei, eine einmalige Sache war. "In den vergangenen 30 Jahren, die ich kenne, hat es vielleich ein- oder zweimal harte Winter und trockene Sommer gegeben. Klimawandel hin oder her: Ich denke, das kommt nicht jedes Jahr vor", so der Geschäftsführer des Hafenzweckverbands. Am Haushaltsansatz von 400000 Tonnen für 2018 wolle man auch im kommenden Jahr dennoch festhalten.

Der Umschlag auf der Schiene habe sich nur etwas reduziert, er ist von 66203 Tonnen im Vorjahreszeitraum auf 56737 Tonnen gesunken. Der Kranumschlag beläuft sich auf gut 191000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr mit 219996 Tonnen. "Diese Zahl hängt natürlich mit dem Schiffsumschlag zusammen", erläuterte Engl. Der verminderte Umschlag wirke sich auch auf das Betriebsergebnis aus. "Dank unserer Grundstücksverwaltung sind wir aber in der komfortablen Lage, wirtschaftlich noch einigermaßen im Lohn zu stehen", betonte der Geschäftsführer. Die Erlöse belaufen sich mit Stand zum 31. Oktober auf rund 2,4 Millionen Euro und liegen rund 35000 Euro unter dem Haushaltsansatz. Besonders die Unterhaltskosten seien heuer deutlich gestiegen, statt der angesetzten 199000 Euro stehen tatsächlich 355000 Euro zu Buche. Dies sei der Schlammbeseitigung an der Güterlände Riedenburg geschuldet (siehe eigenen Bericht). Abzüglich aller Kosten verzeichne man einen "immer noch ansehnlichen" Überschuss von 432000 Euro - vor Steuern. Der steuerliche Verlustvortrag sei mittlerweile aufgebraucht, zum ersten Mal müsse man nun die Steuern abführen. Insgesamt sei man mit einem blauen Auge davongekommen, meinte Landrat und Zweckverbandsvorsitzender Martin Neumeyer (CSU).

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!