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Steinsdorf feiert ein ganzes Wochenende lang das zehnjährige Bestehen seines Dorfgemeinschaftshauses

Heimspiel und Heimatabend

Steinsdorf
erstellt am 10.09.2018 um 18:57 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Steinsdorf (DK) Dass die Steinsdorfer nicht nur arbeiten, sondern auch genauso ausdauernd feiern können, haben sie beim vergangenen Festwochenende anlässlich des zehnjährigen Bestehens ihres Dorfgemeinschaftshauses eindrucksvoll bewiesen. Für jeden sollte beim Festprogramm etwas dabei sein, so die Intention der neuen Führungsriege des Dachvereins - und auch hier kann man nur sagen: Volltreffer.
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Hans Schmied
Steinsdorf
Richtete sich der Blick am Freitag noch manchmal sorgenvoll gen Himmel, mit dem Start um 18 Uhr kam die Sonne heraus, um das ganze Wochenende zu bleiben.

"HEIMSPIEL" AM FREITAG

Eine große Party mit angesagter frischer, frecher bayerischer Musik von Eigengewächsen aus der näheren Umgebung mit drei unterschiedlichen Musikausrichtungen sollte der Abend werden. Wer schon zum Start da war, wurde nicht nur mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt, die urbayerische Form der Blasmusik ohne große Technikunterstützung, die die Schambachtaler Blaskapelle in einer verstärkten Steinsdorfer Besetzung bot, war der gelungene Einstieg in einen abwechslungsreichen Abend.
 
Hans Schmied
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Die Saustoimusi aus Hepberg, die als nächstes aufs Podium trat, begeistert einfach immer wieder durch ihre unbeschwerte fröhliche Art, Musik zu machen. Deutsche und überseeische Schlagerklassiker werden von den acht Jungs auf ihre ganz eigene Art interpretiert. Ganz egal ob durch Tubapop oder anspruchsvolle Bläsersätze, unterstützt durch Quetschn und E-Gitarre, damit erhalten die Lieder einen zünftigen bayerischen Touch und weil sie alle bekannt sind, singt und tanzt das Publikum nach kurzer Zeit mit. Auf jeden Fall war der neue Partyhang am Fußballplatz nach 90 Minuten Saustoimusik so richtig auf Betriebstemperatur.

Es folgte ein echtes Heimspiel für die Hundskrippln, denn schließlich sind die sieben Musiker der Truppe alle aus dem Altmannsteiner Raum. Mit ihrer Erstlings-CD "Lederhosn amore" liegen sie nicht nur voll im Trend der Zeit, sondern sie haben damit auch ihren eigenen unverwechselbaren Musikstil definiert. Zu Keyboard, Schlagzeug, Bass und Gitarre gesellen sich je nach Titel zwei Saxophone, ein Akkordeon und ein Tenorhorn oder eine Posaune. Wie groß die Fangemeinde der Band mittlerweile ist, zeigt sich darin, dass alle Titel wie "Geile Nacht", "Ja oder Na", "Biergarten" oder "Bierfahrer" mitgesungen werden. Nach einer guten Stunde endete ein Konzert mit tollem Sound und ansprechender Lichtshow, natürlich mit dem "Gloana Bauer".
 
Hans Schmied
Steinsdorf



Aus? Nein! Die Hundskrippln gaben noch drei Zugaben und das letzte Gitarrensolo ging in ein Feuerwerk über, das der Dachverein zur Feier des Tages spendiert hatte. Und weil die Saustoimusi bei ihrem anschließenden zweiten Auftritt nochmals richtig Gas gab, ging die Party bis weit über Mitternacht hinaus.

HEIMATABEND AM SAMSTAG

Ein ruhigerer unterhaltsamer Abend war die Idee für den Samstag. Gleichzeitig wollte man den Leuten, die vor zehn Jahren das Dorfgemeinschaftshaus gebaut hatten, Danke sagen, sie bewirten und unterhalten.
Klassische, bodenständige Blasmusik boten die Schambachtaler. Einfach liebenswert und unverdorben zeigten sich die Musik der Saustoimusi. Bei den Hundskrippln (oben) war auch die Lichtshow gelungen, hier sind die Musiker in mystisches Grün getaucht. Bei der Ehrung des alten Vorstandsteams durch die Neuen wurde es kurzzeitig eng auf der Bühne. Die Schambachtaler Alphornbläser eröffneten den Heimatabend.
Klassische, bodenständige Blasmusik boten die Schambachtaler. Einfach liebenswert und unverdorben zeigten sich die Musik der Saustoimusi. Bei den Hundskrippln (oben) war auch die Lichtshow gelungen, hier sind die Musiker in mystisches Grün getaucht. Bei der Ehrung des alten Vorstandsteams durch die Neuen wurde es kurzzeitig eng auf der Bühne. Die Schambachtaler Alphornbläser eröffneten den Heimatabend.
Hans Schmied
Steinsdorf



Der Abend zeigte auch, wie viele unterschiedlichen Talente in Steinsdorf vorhanden sind, die irgendwie alle einen Bezug zum Dorfgemeinschaftshaus haben. Die ersten beiden Programmpunkte, die Schambachtaler Alphornbläser und die Schambachtaler Blaskapelle, starteten vor dem Haus im zum Biergarten umfunktionierten Vorplatz. Beide Gruppen fanden im DGH eine Bleibe für ihre Musikproben und haben deshalb gerne mit einem musikalischen Gruß dafür Dankeschön gesagt.

Wussten Sie, dass Steinsdorf eine Hausmusi hat? Rita Kolbinger, Lena Mayer und Lea Kuffer, das heißt zwei Gitarren und ein Hackbrett unterhielten als nächste Gruppe mit gmüatlicher bayrischer Stubenmusi.
 
Hans Schmied
Steinsdorf



Das neue Führungsteam des Dachvereins nutzte den Abend, um seinen Vorgängern offiziell danke zu sagen. Bernhard Winkler, Max Binder, Anton Schmidt und Gitta Nunner wurden mit Partnern auf die Bühne gebeten und es gab Blumen für die Damen und Gutscheine zu einem gemeinsamen Krimidinner. Nach einem kurzen Grußwort von Bürgermeister Norbert Hummel folgte der nächste Programmpunkt: das mit Spannung erwartete Comeback der Heimatbühne. Eigens für den Heimatabend hatten die "Theaterer" den Einakter "Die Traumhochzeit" einstudiert.

Die Schauspieler waren zwar nach zwei Jahren Pause doch etwas nervös, aber die erste Lachsalve und der erste Applaus der Zuhörer und sie liefen zur alten Form auf. Das Publikum war begeistert und dankte den Mimen mit langanhaltendem Schlussapplaus. "Super, klasse, einfach guat und bitte demnächst mehr und wieder ein abendfüllendes Stück", so die Rückmeldung an die Theatertruppe.

Nach einer weiteren Umbauphase war nun die Zeit der Musikgruppen angesagt. Als erstes stieg die Band Ned scho wieda in den Ring. Keyboarder Anton Bergmoser, Schlagzeuger Thomas Krug und Sängerin Vroni Bacherl hatten ein buntes Potpourri bekannter Schlagermelodien dabei und vor allem bei Liedern von Nicki kam die Stimme von Vroni voll zur Geltung. Blieb noch ein Programmpunkt: de Oidn Hundskrippln, die, wie Bernhard Winkler sagte, schon mal für eine Karriere im betreuten Singen üben. Was sie aber dann an musikalischem Feuerwerk abbrannten, zeigte, dass Winkler und seine Mitmusikanten Alex Schilling und Erwin Lintl nichts verlernt haben. Nach kurzer Zeit war der Saal am Mitklatschen und Mitsingen. Der Refrain zu einem eigens komponierten Steinsdorflied, das den guten Zusammenhalt im Dorf thematisiert, wurde begeistert mitgesungen. Er heißt: "So is in Steinsdorf, mitten in Bayern, bei uns zöht die Freunschaft und mia hoitn zam. So is in Steinsdorf, mittn in Bayern do mecht i bleibn, a ganz Leben lang." Und wie wir aus gut informierter Quelle wissen, wurde das Lied auch in der etwas längerdauernden Aftershowparty im Stüberl mehrmals intoniert. Der Saal musste nämlich für den Gottesdienst vorbereitet werden.

MESSE UND RALLYE

Der Sonntag begann nach guter Tradition mit einem Dankgottesdienst im Dorfgemeinschaftshaus und einem anschließenden Frühschoppen im Biergarten. Der Nachmittag gehörte ganz den Kindern. Als erstes wurde eine XXL-Hüpfburg aufgebaut und von den Kindern sofort in Beschlag genommen.

Die Radlrallye rund ums Dorf auf zwei unterschiedlich langen Strecken brachte die ganze Familie in Bewegung, denn alle wollten ja zum Auftritt des Donikkltrios - dem Höhepunkt des Kindernachmittags - wieder zurück sein (siehe eigener Bericht). Nach der Donikklshow gab es noch für alle Teilnehmer der Radlrallye einen Turnbeutel mit dem Logo zehn Jahre DGH Steinsdorf und ein tolles Wochenende fand im Biergarten seinen Ausklang.
Johann Schmied
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