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Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Eichstätt: Beilngries überspringt die 10000er-Marke - Aber es gibt auch Sorgenkinder

Er wächst und wächst und wächst

Eichstätt
erstellt am 12.09.2018 um 18:18 Uhr
aktualisiert am 16.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Eichstätt (DK) Der Landkreis Eichstätt ist kräftig im Wachstum: Bis ins Jahr 2036 verzeichnet er nach aktuellen Berechnungen des Landesamts für Statistik eine fast doppelt so hohe Zuwachsrate wie ganz Bayern im Durchschnitt, nämlich 8,2 Prozent.
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Das bedeutet, dass der Kreis dann 141500 Einwohner hat; aktuell sind es rund 131000. Zur Gebietsreform 1972 hatten 88471 Männer, Frauen und Kinder im Landkreis gelebt.

Für die einzelnen Gemeinden sind gesicherte statistische Vorausberechnungen nur bis ins Jahr 2028, also für die nächsten zehn Jahre, möglich (siehe Grafik). Hier zeigt sich allerdings das bekannte Bild: Gerade im westlichen Landkreis und in der Kreisstadt selbst schaut es eher mau aus mit Bevölkerungswachstum. Auch wenn die Schwankungen sich eher im Zehnerbereich bewegen und bei einer groben Durchsicht vielleicht als Marginalie wirken: Für Gemeinden wie Mörnsheim oder Dollnstein sind schon zehn Bürger weniger binnen zehn Jahren ein schmerzlicher Verlust, gerade wenn man den östlichen Landkreis rund um die "Boom-Town" Ingolstadt anschaut mit Zuwächsen zwischen fünf und 13 Prozent.

Am schwächsten entwickelt sich den Berechnungen der Statistiker zufolge der Markt Mörnsheim: Dort soll die Zahl der Bürger von derzeit 1510 auf 1460 abnehmen - immerhin ein Minus von 3,3 Prozent. Dollnstein (2740 auf 2730) und Eichstätt (13590 auf 13540) verlieren gut 0,4 Prozent ihrer Bewohner, Titting muss ebenfalls ein Minus hinnehmen: von 2620 auf wohl 2600. Die gegensätzliche Entwicklung des Flächenlandkreises wird dann gerade in Gemeinden wie Stammham, Lenting, Kösching oder Eitensheim deutlich. Letzterer wird ein Wachstum von 3150 auf 3560 Bürger prognostiziert.

Hepberg wächst wohl auf bis zu 3170 Einwohner (heute: 2910), Kösching überspringt wahrscheinlich spätestens 2020 die 10000er-Marke und gehört dann neben Eichstätt und Gaimersheim (12710 Einwohner im Jahr 2028) zu den größten Gemeinden im Landkreis. Stammham wächst von 4030 auf etwa 4350 Bewohner, Lenting bleibt knapp unter der 5000er-Marke, nämlich bei rund 4980 (4870). Die Gemeinde Walting legt ebenso zu - von 2360 auf etwa 2400 Menschen.

Der einzige Ort, der in Sachen Einwohner zu stagnieren scheint, ist Oberdolling: Die Statistiker gehen von einem kontinuierlichen Stand von 1270 Bürgern aus. Das sind ungefähr so viele aktuell wie in Egweil (1240): Dort soll es aber wohl bis ins Jahr 2028 eine Steigerung auf 1410 Bewohner geben (plus 13 Prozent). Altmannstein überspringt die 7000er-Grenze (6940 auf 7030). In Wettstetten werden wohl 2028 etwa 5180 Bürger wohnen (4970), in Pförring 3750 (3670). Die Marktgemeinde Wellheim legt von 2820 auf etwa 2940 Menschen zu, Kinding von 2630 auf 2680. Denkendorf knackt die 5000er-Marke und verzeichnet in zehn Jahren rund 5150 Bürger (4870).

Die Gemeinde Beilngries überspringt die 10000er-Marke nach den Berechnungen der Statistiker wohl erst im Jahr 2031. In der Zehn-Jahres-Rechnung hat die Gemeinde Beilngries voraussichtlich 9910 Einwohner, knapp 570 mehr als heute.
Marco Schneider
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