Sonntag, 23. September 2018
Lade Login-Box.

 

Ein Jahr lang mit der Kamera durch die Weltenburger Enge

Kelheim
erstellt am 11.09.2018 um 17:07 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Kelheim/Abensberg (DK) Der Bayerische Rundfunk hat eine Naturdokumentation über die Weltenburger Enge produziert.
Textgröße
Drucken
Die Gebietsbetreuerin Franziska Jäger begleitete den Autor Bernd Strobel bei den über ein ganzes Jahr andauernden Dreharbeiten. So ist nicht nur die beeindruckende Natur mit zahlreichen spektakulären Bildern Thema des Films, sondern es werden auch zahlreiche Maßnahmen, wie etwa die Pflegearbeiten an den Felsen oder Bestandserfassungen bei Uhus und Wanderfalken dokumentiert. Auch die vielen Freizeitaktivitäten im Naturschutzgebiet, wie Klettern, Mountainbiken und Kanufahren werden im Film thematisiert.

Die Redaktion Tiere und Natur des Bayerischen Rundfunks sowie der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF zeigen bei einer Preview die Natur-Dokumentation "Die Schlucht - Ein Jahr in der Weltenburger Enge" im Roxy Kino in Abensberg am Mittwoch, 26. September, um 18 Uhr. Für alle Interessierten gibt es die Möglichkeit, den Film am Montag, 1. Oktober, um 21 Uhr im Bayerischen Fernsehen anzuschauen.

Als "erstes Nationales Naturmonument Bayerns" soll das Gebiet um den Donaudurchbruch nun ausgezeichnet werden. Das Bayerische Umweltministerium schätzt die Weltenburger Enge damit als "einmaliges Naturschauspiel von höchstem Rang" ein. Die Sehenswürdigkeit im Landkreis Kelheim besticht durch "außergewöhnliche Schönheit und Einzigartigkeit", heißt es. Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, den führt dieser Film tief hinein ins malerische Gelände: Kurz bevor die breite, träge dahinfließende Donau sich durch die enge Kalksteinschlucht zwängt, macht der Strom eine erhabene Schleife. Wo früher eine keltische Kultstätte war, steht heute Kloster Weltenburg. Die Stelle ist ein Kraftort, man spürt es sofort. Und diese Kraft ist anziehend. Zu Tausenden strömen an heißen Sommertagen die Touristen in die Klosterschenke. Die wenigsten dieser Menschen ahnen etwas von der faszinierenden Vielfalt an Lebensformen, die sich von hier an flussabwärts auf einer Länge von fünfeinhalb Kilometern findet. Wenn im Sommer langsam die Dämmerung über den großen Strom hereinbricht, beginnen die Wasserfledermäuse mit der Jagd. Erst in Zeitlupe erkennt man die Jagdtechnik der nächtlichen Flugakrobaten. Mit ihren Ohren orientieren sie sich per Echolot in der Umgebung. Im Flug fangen sie die Beute mit ihren Beinen und führen sie zum Maul. An den feuchten Hängen der Schluchtwälder lebt der geheimnisvolle Feuersalamander, im schnell strömenden Wasser der Donau gibt es Donauwaller und große Flussbarben. Eine artenreiche Vogelwelt lebt in den Wäldern rundum. In den Klüften der steilen Kalkfelsen ziehen Wanderfalken und Uhus ihre Jungen groß.

Der Film begleitet die Gebietsbetreuerin Franziska Jäger ein Jahr lang bei ihrer Arbeit. Ihre Aufgabe ist es, durch zum Teil erstaunliche Maßnahmen den spezifischen Lebensraum der Tiere und Pflanzen zu erhalten und zu schützen. Von der Zählung "ihrer" Uhus in eiskalten Januarnächten bis hin zur Planung umfangreicher Felsfreistellungen von inzwischen verbuschten Felsköpfen - Franziska Jäger engagiert sich mit ganzem Herzen für dieses Naturschutzgebiet, das zu den ältesten im Freistaat Bayern gehört.
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!