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Verein Live for Life und "Tun.Starthilfe für Flüchtlinge" tun sich zusammen

Gemeinsame Wege

Eichstätt
erstellt am 22.08.2013 um 19:23 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 23:35 Uhr | x gelesen
Eichstätt (awr) Was seit Längerem geplant war, ist nun endlich in die Tat umgesetzt: Der sozial-kreative Eichstätter Verein Live for Life und die Initiative „Tun.Starthilfe für Flüchtlinge im Landkreis Eichstätt“ gehen ab jetzt gemeinsame Wege. Gute Gründe für diesen Zusammenschluss gibt es laut den Verantwortlichen reichlich: „Aus der Sicht von Live for Life bestand seit geraumer Zeit der Wunsch, neben internationalen Projekten auch direkt vor Ort tätig zu werden.
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Die Arbeit mit Flüchtlingen ist auf bürgerliche Eigeninitiative angewiesen. Außerdem wäre es fahrlässig, essenzielle Bedürfnisse von Mitmenschen aus dem Nachbarort auf Grund globaler Problematiken zu übersehen, gerade wenn diese miteinander verknüpft sind“, erklärt Vorsitzender Andreas Wurtinger.

Der Zusammenschluss der Gruppierungen besteht überwiegend in der Veranstaltung von partnerschaftlichen Benefiz-Aktionen und der Nutzung einer gemeinsamen Vereinsstruktur. „Tun“ war es bisher als rechtlich formlose Initiative nicht möglich, Spendenquittungen sowie Praktikumsbescheinigungen auszustellen, was die Bereitstellung von finanziellen Ressourcen und die Anwerbung von Deutschlehrern für die Arbeit mit den Asylbewerbern deutlich erschwerte. Diese Möglichkeiten sind nun unter dem Dachverein Live for Life gegeben.

Mitarbeiter und Gelder können laut „Tun“-Gründern Anna Peschke, Deborah Foth und Christopher Knoll auch sinnvoll eingesetzt werden: „Mittlerweile bieten wir in sechs Unterkünften einmal in der Woche Deutschunterricht an. Außerdem findet vom 26. August bis 6. September eine Sommerschule in Eichstätt statt, in der jeweils morgens unterrichtet, mittags gemeinsam gekocht und nachmittags Freizeitveranstaltungen unternommen werden“, erzählt Peschke.

Neben der Finanzierung der Sommerschule sind generell immer die laufenden Fahrtkosten in die dezentralen Unterkünfte der Flüchtlinge sowie Materialkosten für den Unterricht zu decken. Neben Geldspenden hoffen die Verantwortlichen deshalb auch verstärkt auf die Unterstützung von örtlichen Unternehmen in Form von Sachspenden. „Dies ist ein wichtiger Schritt, um eine nachhaltige Struktur aufzubauen, um den Flüchtlingen verschiedene Starthilfen anbieten zu können“, so Foth, die in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die Notwendigkeit von Hilfen hinweist: „Das Wort Asylbewerber klingt danach, als ob die Menschen eine Option haben, als ob der Asylantrag aus einer freien Entscheidung heraus getroffen wird. Dabei handelt es sich um die Opfer von Zwangsmigration, die aus unterschiedlichsten Gründen ihr Land verlassen müssen.“

Von Andreas Wurtinger
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