Freitag, 16. November 2018
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Mit Hilfe eines Pferdegespanns und eines Scheibenpfluges wird in den Revieren Essing, Painten und Goldberg die Saat ausgebracht

Eicheln kommen mit zwei PS in den Staatswald

Kelheim
erstellt am 08.11.2018 um 18:48 Uhr
aktualisiert am 12.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Kelheim (DK) "Die Eichensaat ist ein seit Jahrhunderten bewährtes Verfahren zur Waldverjüngung", heißt es aus dem Forstbetrieb Kelheim.
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Mit einem Pferdegespann wurden Furchen in den Waldboden gezogen, um dann die Saat einbringen zu können.
Mit einem Pferdegespann wurden Furchen in den Waldboden gezogen, um dann die Saat einbringen zu können.
Forstbetrieb Kelheim
Kelheim
Allerdings erfordert diese ursprüngliche Form der Waldbegründung eine spezielle Bodenbearbeitung, um ein günstiges Keimbett für die Samen zu schaffen. "Wir sind sehr froh, in dem Unternehmer Weismann einen Pferdefachmann gefunden zu haben, der seine kräftigen Arbeitstiere vor seinen von ihm konstruierten Pflug spannt, um Furchen in den Waldboden zu ziehen, in die die Eicheln gelegt werden", erklärt Forstbetriebsleiterin Sabine Bichlmaier. In diesem Jahr bereiten uns die Bäume einen voll gedeckten Tisch: "Wir haben eine Vollmast. Das bedeutet, dass alle Bäume Früchte tragen und wir ein sehr ertragreiches Samenjahr haben", so die Forstfachfrau.

Von daher bot es sich an, dass der Forstbetrieb Kelheim in den Revieren Painten, Essing und Goldberg Eichensaaten vornahm. "Wir verwenden unser eigenes Saatgut. Das ist den örtlichen Gegebenheiten am besten angepasst. So erzielen wir hohe Pflanzenzahlen ganz ohne Pflanzschock und ohne Wurzelschäden, wie sie bei einer Pflanzung manchmal auftreten", zählt Revierleiter Ernst Süß die Vorteile der Saat auf. Die einheimische Traubeneiche ist eine leistungsfähige Baumart. Sie kommt mit der Klimaveränderung aller Voraussicht nach gut klar und weist eine geringe Gefährdung gegenüber Schadinsekten auf.

Rund 500 Kilogramm Traubeneicheln je zu verjüngendem Hektar wurden in den Boden eingebracht. Vorher wurde die Fläche eingezäunt, um das Wild von den Eicheln und den Sämlingen fernzuhalten. So können die aufkommenden kleinen Eichen unbeschadet heranwachsen, so die Hoffnung.
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