Montag, 19. November 2018
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Der Riedenburger Jahrmarkt mit Gewerbeschau lockt viele Besucher in die Dreiburgenstadt

Rotes Höhenvieh, Trampolin und Köstlichkeiten

Riedenburg
erstellt am 09.09.2018 um 19:03 Uhr
aktualisiert am 13.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Riedenburg (DK) Zahlreiche Besucher sind am Sonntag in die Dreiburgenstadt gekommen, um bei strahlendem Sonnenschein die 32. Auflage des Riedenburger Jahrmarkts zu besuchen. Eine interessante Mischung aus langjährigen sowie neuen Ausstellern erwartete die Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten, Vorführungen, Informationen sowie antiken und neuen Waren.
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Von Gitarren bis zu Maßkrügen:  Der Flohmarkt bot viele Möglichkeiten, um ausgiebig zu stöbern. Auf dem Marktplatz ließen sich die Besucher gerne ihr Mittagessen schmecken.
Von Gitarren bis zu Maßkrügen: Der Flohmarkt bot viele Möglichkeiten, um ausgiebig zu stöbern. Auf dem Marktplatz ließen sich die Besucher gerne ihr Mittagessen schmecken.
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An der Uferpromenade bekamen die Besucher Informationen zum Thema Verkehrssicherheit von der Kreisverkehrswacht Kelheim dargeboten. In einem Überschlagssimulator konnten sie selbst das sichere Abgurten in Dachlage trainieren. Franz Dobesch, der zweite Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, erklärte den Besuchern, die sich traubenförmig um den Simulator versammelten, die wichtigsten Verhaltensweisen im Notfall. Immer wieder käme es durch falsches Abgurten zu schweren, sogar tödlichen Verletzungen. Nebenan bot die Gebietsverkehrswacht Riedenburg einen Seh- und Reaktionstest für Verkehrsteilnehmer an. Wer wissen wollte, wie sich Reaktion und Koordination unter Alkoholeinfluss verschlechtern, setzte eine Rauschbrille auf und simulierte einen Parcourslauf mit 0,8 beziehungsweise 1,3 Promille.

Fotostrecke: Jahrmarkt in Riedenburg
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Auch auf den Parkplätzen beim Kleiderladl und Fuchsgarten wurde das Thema Sicherheit großgeschrieben. Dort informierte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) zu Themen wie Erste Hilfe, Patiententransport mit Reanimation und Notfallseelsorge. "Im Notfall zählt jede Minute", betonte Bereitschaftsleiter Karl Puschmann und zeigte an einer Übungspuppe Wiederbelebungstechniken und den Einsatz eines Defibrillators.

 
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In der Wiesgasse konnten sich die Jahrmarktsbesucher heuer erstmals beim Stand von Oliver Riess über aktuelle Fitnesstrends informieren. Doch auch langjährige Aussteller waren dieses Jahr wieder anzutreffen. So kommt Josef Achhammer mit seinen selbst hergestellten Honigprodukten schon seit mindestens 15 Jahren zum Riedenburger Jahrmarkt. Heuer war er wieder sehr zufrieden mit dem Besucheraufkommen. "Bei schönem Wetter ist hier immer viel los. Bei Regen kann man allerdings zuhause bleiben", sagte der Imker mit einem Schmunzeln.
 
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Corinna Sollinger vom Organisationsteam des Riedenburger Jahrmarktes sorgte dafür, dass auch für die Kinder einiges geboten war: Neben einer Hüpfburg gab es dieses Jahr erstmals ein Bungeetrampolin, wo die jungen Besucher - gesichert an Gurten und Seilen - für drei Euro in schwindelerregende Höhen hüpfen konnten. Am Kinderschminkstand in der Austraße ließen sich die Kleinen farbenfrohe Kunstwerke auf Gesicht, Hände und Arme zaubern.
 
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"Von der Weide auf den Teller" - das war das diesjährige Motto im Fuchsgarten, wo es einen Bio-Rotviehochs am Spieß gab. Der Ochs stammte aus der kleinen Rotviehherde, die nun bereits den dritten Sommer am Gleiselhof weidet. Die Tiere kommen von der Familie Graml aus Kallmünz, gepflegt werden sie von der Familie Schöls aus Frauenberghausen. Zum Anschnitt der regionalen Köstlichkeit kamen unter anderen Landrat Martin Neumeyer, Bürgermeister Siegfried Lösch, Klaus Blümlhuber und Andreas Frahsek vom Landschaftspflegeverband Kelheim VöF, Bezirksrätin Hannelore Langwieser, Landtagskandidatin Petra Högl und Pfarrer Edmund Bock. "Beim Fuchs gibt's heut an Ochs", scherzte Martin Neumeyer bei seiner Begrüßung und freute sich darüber, die Themen Natur und Genuss verbinden zu können. Für Bürgermeister Lösch war es nicht selbstverständlich, einen heimischen Rotviehochs grillen zu können, denn durch die zunehmende Spezialisierung der Landwirtschaft sei das Tier zunehmend in Vergessenheit geraten und wäre beinahe schon ausgestorben. Deshalb freute es ihn umso mehr, dass sich der Rotviehbestand in der Region erholt habe.
Eine Vorführung im Kampfsport  boten die Karateschüler von Oliver Riess. Martha Krieger vom Riedenburger Brauhaus sorgte für kühle Erfrischungen, bei Josef Achhammer gab es Honigprodukte jeglicher Art.  Neben der Riedenburger Stadtkapelle sorgte auch ein Leierkastenspieler für musikalische Unterhaltung auf dem Jahrmarkt.
Eine Vorführung im Kampfsport boten die Karateschüler von Oliver Riess. Martha Krieger vom Riedenburger Brauhaus sorgte für kühle Erfrischungen, bei Josef Achhammer gab es Honigprodukte jeglicher Art. Neben der Riedenburger Stadtkapelle sorgte auch ein Leierkastenspieler für musikalische Unterhaltung auf dem Jahrmarkt.
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Davon konnten sich die Besucher auch persönlich überzeugen: Am Nachmittag fand eine Exkursion zu den Weiden auf dem Gleiselhof statt, bei der Interessierte vom Rinderhalter und dem Landschaftspflegeverband Kelheim VöF allerhand Wissenswertes über Beweidung, Naturschutz und das Rothvieh erfuhren. Wer nicht an der Exkursion teilnahm, konnte vor dem Fuchsgarten am Stand der Familie Graml vom Rotviehhof am Jurasteig ein lebendes Exemplar des Roten Höhenviehs begutachten und diverse Bio-Spezialitäten kosten.
 
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Auch sonst kamen die Gaumenfreuden nicht zu kurz. Die Jahrmarktbesucher stärkten sich bei den Riedenburger Gaststätten sowie an diversen Ständen. Am Marktplatz wurde sogar ein weiterer Ochs am Spieß gegrillt. Musikalisch sorgte die Stadtkapelle für Unterhaltung.
 
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Sandra Schmid vom Organisationsteam des Riedenburger Jahrmarkts zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. "Wir haben 20 Prozent mehr Aussteller als im Vorjahr und die Standeinteilung am frühen Morgen lief problemlos und harmonisch ab", freute sie sich. Vor allem aber hätte sich das neue Finanzierungskonzept bewährt. Es sei bereits alles bezahlt und man müsse definitiv nicht "draufzahlen". Auch die enge Zusammenarbeit mit ihren Organisationskollegen Katrin Krieger, Frank Baumer und Corinna Sollinger habe wunderbar funktioniert. Einen besonderer Dank spricht die Gastronomin der Stadt Riedenburg aus: Bürgermeister Siegfried Lösch habe das Team tatkräftig unterstützt und vor allem die Mitarbeiter vom Bauhof hätten hervorragende Arbeit geleistet.
 
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Katrin Trattner
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