Dienstag, 16. Oktober 2018
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Schaden am Breitenbrunner Kirwabaum rasch behoben - Unterhaltsame Gesangseinlagen am Marktplatz

Beim Aufstellen bricht die Spitze ab

Breitenbrunn
erstellt am 16.08.2018 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 20.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Breitenbrunn (swp) Mit viel Musik, dem Aufstellen eines stattlichen Kirchweihbaums, einem Festgottesdienst zum Patrozinium der Pfarrkirche sowie bei ausreichend Speis und Trank, haben die Breitenbrunner am Dienstag und Mittwoch ihre traditionelle Frauentag-Kirchweih gefeiert.
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Der samt Spitze rund 30 Meter große Baum aus dem Gemeindewald wird mit Kränzen und weiß-blauen Bändern geschmückt.
Der samt Spitze rund 30 Meter große Baum aus dem Gemeindewald wird mit Kränzen und weiß-blauen Bändern geschmückt.
Foto: Sturm
Breitenbrunn
Vor allen anderen Marienfesten steht Mariä Himmelfahrt in Verbindung mit dem Brauchtum. In Breitenbrunn ist die altbayerische Kirchweih stets eine Mischung aus Religiosität und weltlicher Feier, aus Moderne und Tradition.

Im Mittelpunkt des Frauentages stand der Festgottesdienst in der Pfarrkirche, zelebriert von Pfarrer Jacek Machura und musikalisch umrahmt vom gemischten Chor des Gesangvereins. Der Geistliche weihte die zu Sträußen zusammengebundenen Kräuter der Gottesdienstbesucher. Dem Volksglauben nach sollen die Kräuterbüschel kopfüber aufgehängt vor Unwettern und Krankheiten schützen.

Nach der Messe ging es zur weltlichen Kirchweih auf den Marktplatz. Im historischen Ambiente der guten Stube des Marktfleckens hatten viele helfende Hände vom Sportverein, der war heuer Ausrichter der Kirchweih, Tische, Bänke und Buden aufgestellt. Vom Kirchturm herunter und am Festplatz wehten Fahnen im Wind. Die Musikanten der Blaskapelle spielten auf. Beim Frühschoppen wartete ein typisch bayerisches Frühstück mit Weißwürsten, Brezeln und Weißbier. Bratwürste und Steaks gab es auch.

Das Wetter meinte es an Mariä Himmelfahrt gut mit den Menschen. Viele Breitenbrunner wanderten am Nachmittag den Berg hinauf zum Fußballplatz und kamen danach zufrieden wieder zum Kirchweihfest zurück. Die erste Mannschaft des SV Breitenbrunn hatte soeben ihren ersten Sieg in der noch jungen Kreisligasaison eingefahren, die Reserve musste sich zuvor in der Kreisklasse mit einer Punkteteilung begnügen, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Gegen 16.30 Uhr nahmen die Musiker der Blaskapelle ihre Plätze auf der großen Bühne vor dem Haus des Gastes ein und sorgten mit originaler Blasmusik aus Bayern und Böhmen für gute Laune und beste Stimmung. Der neue musikalische Leiter des Orchesters, Matthias Dietz, gab seinen Kirwa-Einstand. Zusammen mit Marina Braun erfreute er die vielen Besucher mit unterhaltsamen Gesangseinlagen. Es wurde gefeiert bis in den Abend hinein.

Begonnen hatte die Kirchweih am Dienstagabend mit dem Aufstellen des Kirchweihbaums. Das ist immer eine große Gaudi in Breitenbrunn. An den Tischen und Bänken machten es sich die ersten Festgänger bequem. "Kirwamoila" in schicken grünen Shirts versorgten sie mit einer frischen Maß, einer Halben und diversen alkoholfreien Getränken und der Grill wurde angeworfen.

Auf den Terrassen der Wirtshäuser ging es hoch her. Auch von dort aus verfolgten die Menschen das Spektakel bei einer Kirchweih-Maß. Die Stimmung war großartig, als die Kirwaburschen eine stattliche, blitzblank geschälte Fichte zum Marktplatz brachten. Dort wurde der samt Spitze rund 30 Meter große Baum aus dem Gemeindewald mit Kränzen und weiß-blauen Bändern geschmückt. Nach dem ersten Hau-Ruck von Christoph Weidinger, knackste es aber und die grüne Spitze war ab. Motorsäge angeworfen, Schaden beheben, nach einer kurzen Pause ging es weiter.

Mit kräftigen Händen packten die Kirwaburschen zu und in knapp einer halben Stunde erstreckte sich das Festsymbol, fest verankert in einer speziellen Vorrichtung, hoch in die Luft. Beifall brandete auf.

Zum Schluss der Frauentag-Kirchweih versteigerten Maximilian Gmelch und Thomas Ehrl dann noch den Kirchweihbaum für einen guten Zweck. Der Erlös wird für die Beschaffung einer archimedischen Schraube für den Kindergarten St. Marien verwendet. Dabei handelt es sich um ein Spielgerät, so die Veranstalter: eine schraubenförmige Schnecke, mit der man Wasser ohne Eimer und ohne größeren Kraftaufwand in die Höhe transportieren kann.
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