Dienstag, 16. Oktober 2018
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Seit 30 Jahren werden in Neuses Fatimafeiern gestaltet - Nächster Gedenktag am Montag

Anknüpfung an das Marianische Jahr

Neuses
erstellt am 09.08.2018 um 18:30 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
 Neuses (DK) Noch sehr gut an die ersten Fatimafeiern in Neuses kann sich der ehemalige Mesner Georg Knitl erinnern. War es doch auch in seinem Haus, in dem die Idee zur Gestaltung der Gedenktage geboren wurde. Den Abschluss der Außenrenovierung an der Wallfahrtskirche feierte man am 18. Oktober 1987 mit einem feierlichen Pontifikalamt. Weihbischof Karl Flügel zelebrierte damals den Gottesdienst gemeinsam mit Dekan Josef Rubenbauer und Pfarrer Josef Frey, Schamhaupten.
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Fotos: Meyer (Archiv)
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 Ein Jahr später kam Bischof Flügel am 13. August erneut in den Ort, um den Abschluss des Marianischen Jahres zu feiern. Nach dem Gottesdienst und der Lichterprozession waren Bischof Flügel, Dekan Rubenbauer, Pater Pfaller aus Thannhausen und der Fahrer des Bischofs zu Gast im Hause Knitl. Beim Abendessen regte Weihbischof Flügel an, anknüpfend an das Marianische Jahr, einen Fatimatag einzurichten. So hatten die heute nach 30 Jahren immer noch stattfindenden Fatimatage in Neuses ihren Anfang genommen.
 
Fotos: Meyer (Archiv)
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Die Entstehung der in der katholischen Bevölkerung weit verbreiteten Fatimatage geht auf die Marienerscheinungen des Jahres 1917 zurück. Am 13. Mai 1917 erschien die Mutter Gottes drei Hirtenkindern in Fatima, Portugal. Die Kinder hatten, während sie auf die Schafe aufpassten, den Rosenkranz gebetet. Da leuchtete plötzlich ein Blitz auf. In der Meinung, es käme ein Gewitter, trieben sie die Schafe zusammen und wollten heimkehren. Nach einem zweiten Blitz sahen die Kinder auf dem Gipfel einer Eiche eine Frauengestalt mit weißem Kleid und einem Mantel. Auf die Frage, wer denn diese Erscheinung sei, antwortete die Frauengestalt angeblich, dass die Kinder am 13. Juni sowie am 13. Oktober wieder an diesen Ort kommen sollten. Am 13. Oktober waren dann mehrere Tausend Menschen anwesend und erfuhren, dass die Mutter Gottes an dem Ort ein Heiligtum haben möchte. So entstand der Wallfahrtsort Fatima. Mittlerweile besuchen jährlich rund vier Millionen Pilger den Ort.
Zum 100. Jahrestag der Marienerscheinungen feierte man auch in Neuses einen feierlichen Gottesdienst mit Prozession und zahlreichen Gläubigen.
Zum 100. Jahrestag der Marienerscheinungen feierte man auch in Neuses einen feierlichen Gottesdienst mit Prozession und zahlreichen Gläubigen.
Fotos: Meyer (Archiv)
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2013 feierte man in Neuses bereits 25 Jahre Fatimatage. Die Priester Samuel Paickattethun (Urlaubsvertretung von Mathew Luka), Josef Frey und Georg Seitz zelebrierten damals gemeinsam mit vielen Gläubigen den Festgottesdienst. Sehr festlich war die Kirche geschmückt und zur Begrüßung waren die Kirchenfahnen gehisst und ein großes "Ave Maria"-Schild war über dem Kirchenportal angebracht worden. Mehrere Fahnenabordnungen zogen mit den Priestern in das Gotteshaus ein. Neben dem Gemütlichkeitsverein aus Neuses waren auch der Frauenbund Pondorf sowie die Marianischen Männerkongregationen aus Riedenburg und Jachenhausen mit ihren Fahnen gekommen.

Im Oktober 2013 stattete auch Weihbischof Reinhard Pappenberger den Fatimatagen einen Besuch ab. Gemeinsam mit dem damaligen Spiritual Josef Graf feierte er den Gottesdienst. Den Jahrestag der Marienerscheinungen vor 100 Jahren feierte man 2017 ebenfalls mit einem besonders festlichen Gottesdienst. Pfarrer Johann Kauschinger zelebrierte mit dem Pondorfer Geistlichen Mathew Luka den Gottesdienst und wies in seiner Predigt auf die Bedeutung des Rosenkranzgebetes hin.

Am Montag, 13. August, feiert man nun den 30. Jahrestag der Fatimatage in Neuses. Ein stolzes Jubiläum für die kleine Kirche. Der Rosenkranz wird um 18.30 Uhr gebetet und die Heilige Messe um 19 Uhr gefeiert. Zum Fatimajubiläum wird auch eine Erinnerungskerze gesegnet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Einkehr im Gasthof Mayrhofer.
Bernhard Meyer
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