Frau in Ingolstadt aus der Donau gerettet
Ein Großaufgebot der Rettungskräfte waren vor Ort im Einsatz.
Schuhman
Ingolstadt
Am Sonntag um 11.36 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Wasserwacht zu einer in der Donau treibenden Person. Die zwischen Schillerbrücke und Donaustrand am Nordufer treibende Frau konnte gerettet werden und wurde dort notfallmedizinisch versorgt.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilt, trieb die Frau mit dem Gesicht unter Wasser. Ein Beamter lief laut Polizei rund 200 Meter am Ufer entlang und sprang in den Fluss. Demnach gelang es ihm nach 30 Metern die offensichtlich bewusstlose Frau zu greifen und mit seinem Streifenpartner ans Ufer zu bringen. Die 76-jährige Rentnerin trieb zu dem Zeitpunkt rund 20 Meter vom Ufer entfernt. 

Mit dem Rettungshubschrauber kam die Patientin in ein Krankenhaus, ihr Zustand war kritisch.
Rettungseinsatz an der Donau
Bei der Frau handelte es sich um eine 76-Jährige aus dem Landkreis Pfaffenhofen.
Schuhmann
Ingolstadt
Wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord am Montagmittag mitteilte, verstarb die Frau daraufhin in einem Krankenhaus. Ein Suizid kann derzeit laut Polizei nicht ausgeschlossen werden.
 
Im Einsatz waren die Wasserwachten Ingolstadt, Manching, Reichertshofen sowie die Feuerwehren Ingolstadt und Mailing. Vom BRK waren der Einsatzleiter Rettungsdienst, ein Notarzteinsatzfahrzeug und die Fa. MKT mit einem Rettungswagen sowie der Christoph 32, meldet die Kreis-Wasserwacht Ingolstadt.

Die Ermittlungen zur Identität und den Umständen des Todes wurden von der Kriminalpolizei Ingolstadt übernommen. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ordnete eine Obduktion an, die am Dienstag durchgeführt wird. Derzeit ist laut Mitteilung der Polizei vom Dienstag noch unklar, warum die Frau, die zuletzt in psychiatrischer Behandlung war, in der Donau trieb. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden haben sich bei den bisherigen Feststellungen der Kripo nicht ergeben.
 

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen oder Suizidversuche – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Sollten Sie selbst das Gefühl haben, dass Sie Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. Weitere Hilfsangebote gibt es beim Krisendienst Psychiatrie Oberbayern unter der Telefonnummer 0180-6553000 sowie der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.