Etwa 50-mal war die Polizei zu Beginn und Ende des Unterrichtes vor den verschiedenen Lehranstalten im gesamten Zuständigkeitsbereich (Roth, Abenberg, Spalt, Georgensgmünd, Röttenbach, Schwanstetten, Büchenbach, Rednitzhembach) personell präsent, um jeweils ein besonderes Auge auf das Verkehrsgeschehen im direkten Schulumfeld zu werfen. Zusätzlich wurden aber auch sieben Mal Geschwindigkeitsmessungen sowohl vor Schulen als auch auf den Wegen dorthin durchgeführt.

Als Ergebnis der Aktionstage bleibt festzuhalten, dass sich die Kleinen überwiegend vernünftig im Straßenverkehr bewegen, was nicht zuletzt auch Verdienst der mittlerweile über 30 Jahre laufenden, polizeilichen Verkehrserziehung ist. Wirkliches Fehlverhalten zeigen hauptsächlich erwachsene Verkehrsteilnehmer. So mussten mehr als 30 Kraftfahrer beanstandet werden, weil sie sich über bestehende Halte- und Parkregelungen vor Schulen hinwegsetzten, nicht selten einhergehend mit Sichtbehinderungen für die Kinder auf den fließenden Verkehr. In neun Fällen waren die Großen durch Missachtung von Gurtanlege- bzw. Kindersicherungspflichten kein wirklich leuchtendes Vorbild. Vier Personen wurden schließlich gerügt, weil sie sich als Radfahrer grob daneben benommen hatten. Den größten Aufwand erforderte es aber wieder einmal, Fußgängern ihr Fehlverhalten und die daraus resultierende negative Signalwirkung auf Kinder vor Augen zu führen.

Im Rahmen der im Vorfeld schon angekündigten, verstärkten Geschwindigkeitskontrollen wurden exakt 298 mehr oder weniger zu schnell fahrend erwischt. Während die ganz große Masse von ihnen mit einem Verwarnungsgeld davonkommen wird, wird ungefähr jedem Zehnten der Ertappten demnächst unangenehme Post in Form eines Bußgeldbescheides ins Haus flattern.

Wie schon in den zurückliegenden Jahren wurde Kindern von vielen Schulklassen in enger Kooperation mit dem ADAC Nordbayern bei der Aktion „Hallo Auto“ deutlich vor Augen geführt, dass nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Menschen ihren Anhalteweg bis zum Stillstand brauchen. Viel Zeit wurde dabei investiert, den Schulkindern den möglicherweise lebensrettenden Sinn und Zweck richtiger Sicherung von Fahrzeuginsassen näher zu bringen, angefangen bei kindgerechten Sitzerhöhungen bis hin zur ganz „normalen“ Gurtbenutzung.

Mag das Ergebnis der ersten Schulwochen durchaus positiv sein, so wird die Polizei auch für den Rest des Schuljahres nicht untätig bleiben und den Fokus auch weiterhin auf die Verkehrssicherheit vor Schulen und Kindertagesstätten richten.