Am Mittwochnachmittag wurden der Polizei Eichstätt zwei Betrugsfälle gemeldet. Dabei wollten die Täter ihre vermeintlichen Opfer zur Überweisung von Geldbeträgen bringen. Es blieb allerdings beim Versuch. Ein Betrüger rief eine 64-jährige Frau in Eichstätt an und gaukelte ihr vor, sie hätte bei einem Gewinnspiel gewonnen. Sie müsste jedoch vorab einen Geldbetrag an einen Boten übergeben. Die 64-Jährige ging nicht darauf ein und beendete das Gespräch. Im zweiten Fall rief ein angeblicher Kriminalkommissar aus Berlin eine 54-jährige Frau aus dem Gemeindebereich Adelschlag an. Auch sie sollte 5000 Euro in die Türkei überweisen, um den Erlös eines Gewinnspiels zu bekommen. Die 54-Jährige erkannte sofort den Betrugsversuch und ging nicht darauf ein.

Weil die Polizei davon ausgeht, dass diese Betrugsmasche von den Tätern weiterhin fortgesetzt wird, gibt sie folgende Verhaltenstipps:

• Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!
• Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!
• Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Übergabe von Geldbeträgen oder Wertgegenständen ein!
• Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in dringenden Fällen auch unter der Notrufnummer 110!
• Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
• Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!
• Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie diese vor dem Vorgehen der Täter!