Vohburg (PK) "Wir fahren dahin, um unser Bestes zu geben, um Spaß zu haben und um vielleicht den einen oder anderen Großen ein bisschen zu ärgern." So lautete das Ziel, das sich Spieler und Trainer der U11 des TV Vohburg vor ihrer Reise zum Cordial-Cup-Finale Ende Mai in den Kitzbüheler Alpen gesetzt hatten.

Nun sind sie wieder zu Hause, haben das normale Training wieder aufgenommen und schwelgen, das hört man im Gespräch mit ihnen schnell, noch immer in Erinnerungen - und das liegt nicht nur an der Veranstaltung selbst, sondern auch an ihrer eigenen, durchaus beachtlichen Leistung. "Was ist euch denn im Gedächtnis geblieben von dem Turnier?", fragt Trainer Andreas Amann. "Das Tor vom Lukas", wird da genannt, "das die alle unglaublich stark und schnell waren und sehr hart gespielt haben", "ja, hart, aber nicht unfair", "wie fit und perfekt trainiert manche Mannschaften waren", und zuletzt auch, "dass Viele gar nicht alles essen durften, was sie wollten."

Ja, bestätigen auch die Trainer, die Unterschiede zwischen den Mannschaften seien schon deutlich sichtbar gewesen und dennoch hätten sich ihre Schützlinge gut geschlagen. Sehr gut sogar, denn die jungen Fußballer aus Vohburg haben ihr selbst gestecktes Ziel, einen Großen zu ärgern und nicht Letzter zu werden nicht nur erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen.

Drei Siege (gegen Red Star Zürich, die Asian Pacific Soccer School aus Hongkong und am Ende gegen den FC Speyer) und ein hervorragendes Unentschieden (gegen Austria Wien) aus acht Spielen gegen durchaus namhafte Mannschaften standen am Ende auf dem Konto der Vohburger. Genug für den 35. von 49 Plätzen in der Altersklasse in der der Sieg an die U11 von Ajax Amsterdam gefolgt vom FC Augsburg und dem VfB Stuttgart ging.

"Die ersten beiden Spiele waren ein bisschen schwierig für uns", analysierten die Trainer. "Allerdings waren das mit Augsburg und Krsko natürlich auch ganz schöne Kaliber." Dann aber, so erzählen sie, hatten die Vohburger ihren Rhythmus gefunden und genau das bekam im dritten Spiel des ersten Tages die Austria aus Wien zu spüren, bei der sich die kleinen Vohburger ein beachtliches 0:0 erkämpften.

Der eigentliche Höhepunkt des Tages war aber, da waren sich Spieler und Trainer einig, der Sieg gegen Zürich nach dem, wie hinter vorgehaltener Hand berichtet wird, "bei der einen oder anderen Mama wohl schon ein paar Freudentränen geflossen sind". Zwei weitere Siege am Folgetag rundeten den Erfolg der Vohburger ab.

Ähnlich wichtig wie die eigenen Spiele war aber auch all das, was die Spieler und eine Spielerin, wie auch die Trainer an Erfahrungen mit nach Hause nehmen konnten: "Wir haben viel bei anderen Spielen zugeschaut und uns vielleicht auch das Eine oder Andere abgeschaut", erzählen sie.

Und dann war da natürlich noch die großartige, fulminante und atemberaubende Eröffnungsfeier, bei der alle Mannschaften durch den Ort zogen und jede einzeln ins voll besetzte Stadion einziehen durfte: "Wie bei den ganz Großen", sagen sie und erzählen von der professionellen Show und dem DJ, der im Stadion aufgelegt hat.

Eines aber bemängeln die Vohburger dann doch, wenn auch mit einem kleinen Augenzwinkern: "Die Preisverleihung war bei uns in Vohburg in der Vorrunde schon viel schöner gestaltet. Da hätte man sich dort mehr Mühe geben können. Aber mei, da haben wir halt auch Maßstäbe gesetzt!"