Die Vohburger Sozialdemokraten  um Vorsitzenden Oliver Rechenauer (links) diskutierten über die Wahlschlappe der SPD.
Die Vohburger Sozialdemokraten um Vorsitzenden Oliver Rechenauer (links) diskutierten über die Wahlschlappe der SPD.
Lamprecht
Vohburg
Daran besteht spätestens seit den Wahlen in Bayern und Hessen kein Zweifel mehr. Analysen, woran das liegen könnte und was nun zu tun ist, gibt es viele - und auch die Basis macht sich ihre ganz eigenen Gedanken. Das gilt auch für den Ortsverein Vohburg, der sich in seiner jüngsten Monatsversammlung zum Großteil dem Abschneiden der eigenen Partei bei den Landtagswahlen in Bayern widmete.

"Wir haben im Kreisverband Pfaffenhofen einen sehr engagierten Wahlkampf geführt. Wir mussten aber leider auch feststellen, dass der große persönliche Einsatz, auch von Landtagskandidat Markus Käser, nichts genutzt hat. Dennoch sind wir mit unserem Ergebnis unter den Schlechten immer noch mit die Besten", stellte Ortsvorsitzender Oliver Rechenauer schon zu Beginn der Debatte fest.

Was folgte, waren Analysen, in denen viele Anwesende ihr Unverständnis über das Wahlergebnis Käsers zeigten, der deutlich schlechter abgeschnitten hatte als erhofft. Gerade einmal 9,8 Prozent der Erststimmen konnte die SPD im Wahlkreis für sich verbuchen. Kein gutes aber - wie Rechenauer betonte - immer noch das beste Ergebnis der Sozialdemokraten in der Region Ingolstadt.

Die Ursache für das Wahldebakel sahen die anwesenden Mitglieder indes darin, dass die Führungsspitze der Partei im Land wie im Bund darin versagt habe, die Inhalte an die Bürger zu transportieren und sich selbst als kompetente Ansprechpartner zu präsentieren. "Natascha Kohnen, wer ist das? ", fragte etwa SPD-Stadtrat Hartmut Lederer provokant in die Runde.

Wichtig - so sehen es die Genossen in Vohburg - sei es, die Werte der SPD wieder zu transportieren und sich selbst glaubhaft zu präsentieren: "Die alleinerziehende Mutter oder der Paketbote wissen einfach nicht mehr, warum sie SPD wählen sollen - und das muss sich wieder ändern", befand Oliver Rechenauer.

Für ihn selbst wie auch für seine Kollegen an der Spitze der Kreis-SPD sei die logische Konsequenz, sich jetzt das Vertrauen der Mitglieder zu versichern. "Ja, wir stehen weiter zur Verfügung, aber wir möchten sicher sein, dass ihr uns für die richtigen haltet", erklärte er.