Die Teilnehmer der Dresdenreise erlebten ein abwechslungsreiches Programm.
Die Teilnehmer der Dresdenreise erlebten ein abwechslungsreiches Programm.
Beyer
Pfaffenhofen
Der Schwerpunkt lag vor allem auf Baugeschichte und Architektur.

Vier fachkundige Städteführer erläuterten auf ebenso informative wie unterhaltsame Weise Beispiele aller Bauphasen: von mittelalterlichen Festungsmauern, barocken Gewölbekellern und Prachtbauten bis hin zu phantasievoll gestalteten Gründerzeitvillen im Stil des Historismus und Jugendstils; von der gründerzeitlichen Stahlkonstruktion des Hauptbahnhofs über sozialistische Plattenbauten und Wandbilder bis hin zu modernen Einkaufstempeln; architektonische Brüche durch den sogenannten Dekonstruktivismus einerseits und die Rekonstruktion des barocken Neumarkts mit der wieder erstandenen Frauenkirche andererseits - mit der sich der Kreis der innerstädtischen Architektur schließt.

Mit viel Herzblut präsentierte der Vorsitzende der Gesellschaft historischer Neumarkt, was bisher im Umkreis der Frauenkirche erreicht worden ist. Dass einige Dresdener einzelne Bruchstücke vom Neumarkt jahrzehntelang aufbewahrt hatten und zur Rekonstruktion von Gebäuden wieder zur Verfügung stellten, zeigt, wie sehr sie an ihrer Heimatstadt hängen und wie sehr sie sich die Heilung der Kriegsnarbe wünschen. Eine Diskussion über dieses nicht unumstrittene Projekt kam allerdings zu kurz.

Auf eine andere Art beeindruckte die Gartenstadt Hellerau. Gegründet wurde sie vom Erbauer der Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst für seine Arbeitnehmer. Hier entstand vor dem Ersten Weltkrieg eine lebenswerte Siedlung mit kleinen Reihenhäusern, Geschäften, einem Kulturhaus und anderem inmitten kleiner Obst- und Gemüse-Gärten zur Selbstversorgung.

Das reichhaltige Besichtigungsprogramm wurde ergänzt durch einen vergnüglichen Kabarett-Abend der "Herkuleskeule" im Kulturpalast und weiter abgerundet durch kulinarische Genüsse sowie Kostproben regionaler Bier-Kultur.