Beeindruckende Ausblicke boten sich aus einem Dachfenster auf die Nürnberger Dachlandschaft.
Beeindruckende Ausblicke boten sich aus einem Dachfenster auf die Nürnberger Dachlandschaft.
Foto: Beyer
Pfaffenhofen
Gastgeber waren die Altstadtfreunde Nürnberg, deren Vorsitzender Karl-Heinz Enderle den Besuchern einen Ausschnitt dessen zeigte, was der Verein Phantastisches geschaffen hat und was er in nächster Zeit plant. Die Tour begann im Museum Kühnertsgasse. Das besteht im Grunde aus drei mittelalterlichen Fachwerkhäusern, die der erfolgreiche Verein restauriert hat und als Museum betreibt.

Nicht nur das Museum, sondern auch andere von den Altstadtfreunden restaurierte Häuser konnten von innen besichtigt werden, denn Karl-Heinz Enderle besitzt die Schlüssel zu so mancher Haustür. Sein 5700 Mitglieder zählender Verein kauft, restauriert und verkauft oder vermietet historische Nürnberger Häuser. So konnte er die Gäste aus Pfaffenhofen in geheime Ecken führen, ihnen lauschige Innenhöfe, modern nutzbare Räume mit aufschlussreichen Restaurierungsdetails zeigen, zum Beispiel in der Vereinszentrale in der Weißgerbergasse.

Besonders stolz ist Karl-Heinz Enderle auf die weit fortgeschrittene Rekonstruktion der nördlichen Renaissancefassade des Pellerhofes am Egidienplatz. Dieses prachtvolle Patrizierhaus wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und in den 1950er Jahren teilweise durch einen Neubau ersetzt. Die historische Eingangshalle und Teile des Arkadenhofes blieben erhalten und wurden in den vergangenen zehn Jahren auf Initiative der Altstadtfreunde ausschließlich durch Spendengelder rekonstruiert.

Zum Abschluss besichtigte die Gruppe eine restaurierungsbedürftige Neuerwerbung - vom Keller bis zum Dachboden. Hier wurde ersichtlich, wie viel Mühe es kosten wird, das lange nicht modernisierte Gebäude fachgerecht zu sanieren. Zum Glück ist die Fachwerkfassade gut in Schuss, und der Blick aus dem Dachfenster entschädigte für den Aufstieg in die fünfte oder sechste Etage.

"Es hätte noch viel zu besichtigen gegeben, doch wie erwartet war der Tag leider zu kurz. So wird ein weiterer Besuch bei den Altstadtfreunden Nürnberg nicht ausbleiben Ob der Heimat- und Kulturkreis etwas von ihnen lernen kann? "