Vor allem Anwohner zeigten sich vom Vorhaben der Stadt nicht gerade begeistert. Der etwa 2500 Quadratmeter große Spielplatz muss 1000 Quadratmeter abgeben. Diese werden dann in eine bebaubare Fläche umgewandelt.

Die Neugestaltung des Spielplatzes ist Teil eines neuen Spielplatzkonzepts. "Es ist meistens nicht ganz einfach, es immer allen Recht zu machen", sagt Herker. Man habe den Einzugsbereich der Kinder, ihre Altersstruktur und ihr Anzahl zuvor unter die Lupe genommen. "Rein rechtlich müssten wir hier gar keinen Spielplatz vorhalten", erklärt der Bürgermeister, "da in der Umgebung lauter Ein- und Zweifamilienhäsuer sind, die alle einen großen Garten haben".   



Dennoch habe man sich für einen Spielplatz an diesem Ort entschieden, da dieser dort Tradition habe. Er solle so attraktiv gestaltet werden, "dass er auch überörtlich Sogwirkung entfaltet". Erst ein Anwohner habe ihn auf einen Haken an den Umbauplänen aufmerksam gemacht: Die Altgemeinde Förnbach stellte in den Siebziger Jahren einen Bebauungsplan auf, bei dem an dieser Stelle sehr große Grünflächen vorgesehen waren. All das mussten die Anwohner damals auch zahlen - zu einem deutlich höheren Grunderwerbspreis. Man ging damals vor Gericht, jedoch ohne Erfolg.

Daraufhin habe die Stadt versucht, eine Rückabwicklung zu vollziehen. Doch das war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Man könne diesbezüglich nichts mehr tun, um den aufgebrachten Bürgern einen finanziellen Ausgleich zu bieten. Ein Trost bleibt: Mit seinen etwa 1200 Quadratmetern sei der Spielplatz auch nach dem Umbau immer noch einer der größeren in Pfaffenhofen.