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Ernsgadener Räte entscheiden sich für L-förmigen Baukörper auf dem alten Bauhofgelände

Zehn Wohnungen speziell für Senioren

Ernsgaden
erstellt am 16.05.2018 um 17:58 Uhr
aktualisiert am 19.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ernsgaden (hg) Auf dem alten Bauhofgelände in Ernsgaden wird eine barrierefreie Seniorenwohnanlage mit voraussichtlich zehn Wohnungen entstehen.
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Als kompakter, L-förmiger Baukörper soll die neue, barrierefreie Seniorenwohnanlage an der Graf-Ernest-Straße in Ernsgaden entstehen. Unter den vier vom Architekten vorgestellten Varianten gefiel diese am Dienstag den Gemeinderäten am besten.
Als kompakter, L-förmiger Baukörper soll die neue, barrierefreie Seniorenwohnanlage an der Graf-Ernest-Straße in Ernsgaden entstehen. Unter den vier vom Architekten vorgestellten Varianten gefiel diese am Dienstag den Gemeinderäten am besten.
Foto: Architekturbüro Schwarz
Ernsgaden
In seiner jüngsten Sitzung entschied sich der Gemeinderat dazu, auf dem rund 2000 Quadratmeter großen Grundstück an der Graf-Ernest-Straße, einen kompakten, L-förmigen Baukörper zu errichten.

Architekt Guido Schwarz aus München stellte den Räten am Dienstag vier verschiedene Bebauungsvarianten vor: einen langgezogenen "Riegel", einen ebenfalls kompakten Gebäudetrakt in L-Form sowie zwei weitere Vorschläge, bei denen das Bauvolumen auf zwei und drei kleinere Baukörper aufgeteilt wäre. Nach eingehender Diskussion entschied sich der Gemeinderat für eine kompakte Bauweise mit zwei Schenkeln - wobei aus dem Vortrag des Architekten herauszuhören war, dass dies auch sein Favorit ist. Als Argumente, die für diese Variante sprechen, wurden die optimale Erschließungssituation, die gute Ausnutzung des Grundstückszuschnitts in Hinblick auf die Stellplätze, eine möglichst energieeffiziente Bauweise sowie die Möglichkeit genannt, einen Innenhof errichten zu können.
Als CSU-Fraktionsvorsitzender erklärte Alois Schmelzer, dass für seine Gruppierung bei der L-Form das Grundstück am besten genutzt werden könne. Der FW-Fraktionsvorsitzende Franz Lembke sagte, dass diese Art der Gebäudeanordnung am geeignetsten sei für Seniorenwohnungen, weil man einen zentralen Zugang bekomme und man zudem nur einen Aufzug für das gesamte Gebäude benötige. Bei einer Bebauung mit mehreren Gebäuden würden diesbezüglich deutlich höhere Kosten entstehen. Schmelzer forderte aber, statt der vorgesehenen Stellplätze lieber Carports und Fahrradunterstellmöglichkeiten zu bauen. Dies sollte in die Planung noch mit einbezogen werden. Hubert Attenberger (CSU) wies darauf hin, dass noch zu prüfen sei, ob man nicht zumindest einen Teilbereich unterkellern soll, um hier die ganze Technik unterzubringen. Dies sei aufgrund des hohen Grundwasserstands "nicht einfach", entgegnete Bürgermeister Karl Huber. Erika Schwenderling (FW) wies darauf hin, dass die Nachbarn über die Bebauung baldmöglich informiert werden sollten.

Lediglich Günther Thaller (UW) konnte sich mit keinem der Entwürfe so richtig anfreunden. Für ihn zeichnet sich ab, dass das Gebäude "zu wuchtig" wird. Ihm wären mehrere Baukörper lieber. Bei der anschließenden Abstimmung war Thaller der einzige, der gegen die "Variante 1" stimmte. Die Abstimmung ergab 12:1 Stimmen für die eingehend diskutierte "L-Form".
 Bürgermeister Karl Huber betonte gegenüber unserer Zeitung, dass der Bedarf für die geplanten Wohnungen gegeben sei - vor allem im Seniorenbereich. Es gebe bereits eine Vormerkliste von Interessenten. Im Hinblick auf den Wohnungsmangel bestehe ein Förderprogramm des Freistaats Bayern, an dem sich die Gemeinde beteiligen wolle. Ein Risiko bei der Bauausführung sei die momentan "überhitzte Baukonjunktur" und die damit verbundenen hohen Baupreise. Die Gemeinde ist bei öffentlichen Vergaben an die Ausschreibungsergebnisse gebunden und darf die Angebote nicht "nachverhandeln". Eine sorgfältige Planung und eine gut vorbereitete Ausschreibung sei daher besonders wichtig, so der Gemeindechef. Als nächster Schritt wird geprüft, ob ein Bebauungsplans aufgestellt werden muss.
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